Buchiges

Hard Wired (englisch) von Megan Erickson und Santino Hassell – Cyberlove #3

Darum geht’s:

Auf der FallenCon trifft Jesse auf einen geheimnisvollen Zeichner, der ihn fasziniert und den er immer anstarren muss. Er kann es gar nicht fassen, dass der talentierte Cherise offensichtlich auch Interesse an ihm hat. Doch als er nach einer gemeinsamen Nacht herausfindet, dass Cherise eigentlich Chery ist, sein Co-Moderator eines Video-Channels, den er bisher nur online kannte, ist er bitter enttäuscht. Wieso hat Cherise / Cherry nur so mit ihm gespielt und ihn im Unklaren gelassen?

So fand ich’s:

Die Handlungs spielt teilweise während der FallenCon Convention, die auch bei Teil 2 eine Rolle spielt. Ein winziger Teil der Handlung besteht also aus einem kleinen Crossover, was mir gut gefallen hat. Und auch wenn die Hauptfiguren aus Teil 1 eine Nebenrolle spielten, muss man die beiden Vorgänger aus der Reihe nicht zwangsläufig gelesen haben, um die Handlung von „Hard Wired“ zu verstehen, denn Jesse und Ian, die beiden Chat-Moderatoren eines Twitch-Videokanals haben in den ersten Büchern nur winzige Auftritte.

Die Geschichte startet gemächlich und braucht ein bisschen, bis sie in Schwung kommt. Ein Teil der Story besteht aus Telefonaten und Austausch von Nachrichten zwischen Jesse und Ian, was mir einerseits sehr gut gefiel, denn sie versuchten tatsächlich zu kommunizieren. Dadurch wurde die Geschichte aber auch manchmal ein bisschen zu handlungsarm und konzentrierte sich oft auf das Innenleben der Protagonisten. Allerdings muss ich zugeben, dass diese eine Telefonsexszene …. puh …. sehr heiß.

Für Ian alias Cherise  ist es extrem wichtig, welches Bild er nach außen hin abgibt. Seine Fassade als geheimnisvoller sexy Künstler oder als herzlicher positiver Moderator sind Facetten seines Charakters, hinter denen er sich verstecken kann. Und die er braucht, um genug Sicherheit und Schutz zu bekommen, um überhaupt mit Menschen interagieren zu können.

Manchmal konnte ich Jesse und auch Ian schon verstehen, oft genug aber auch nicht. Besonders Ian grübelte jede Menge darüber nach, wie seine Fanbase auf welche Nachricht reagiert, was das für Konsequenzen hat und bildete sich Probleme ein, die ich nicht mal ansatzweise erkennen konnte. Und obwohl Ian und Jesse trotz vieler Missverständnisse ständig und ausführlich versuchten, sich gegenseitig zu erklären, was sie fühlten und befürchteten, haben sie mich zwischendurch mal mit ihren Gedankengängen abgehängt.

Jesse ist sympathisch – Ian dagegen sehr kompliziert, ein schwieriger Charakter, der mich manchmal genervt hat. Obwohl er erklärt und versucht, zu überzeugen, ist er doch nicht in die Tiefe gegangen und hat mich nicht wirklich berührt. Ich fühlte nicht wirklich tiefgreifend mit ihm.

Obwohl ich mich insgesamt doch gut unterhalten gefühlt habe und das Buch auf keinen Fall als Flop bezeichnen würde, kommt es für mich persönlich doch nicht an die beiden Vorgängerbände heran und wird bestimmt nicht mein Lieblingsband aus dieser Serie werden.

Mehr dazu:

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:

Strong Signal
Fast Connection
The Visit (Fast Connection Bonus Scene)
Hard Wired


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Homepage der Autorin Megan Erickson

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