Buchiges

Das Erbe der Wölfin von Heinrich Dieter Neumann

Klappentext:

In München verübt eine pantürkische Nationalistenorganisation mehrere Anschläge und ermordet ein zum Ausstieg entschlossenes Mitglied. Auf mysteriöse Weise verschwindet auch das brisante Material, das der junge Mann gesammelt hatte. Clemens Venske, Terrorismus-Spezialist des Verfassungsschutzes, klinkt sich in die Ermittlungen ein. Da wird die Ärztin Karen Terhoven entführt, die ein Opfer der Terroristen behandelt hat. Nur sie kennt offenbar das Versteck des verschwundenen Materials. Ihr Lebensgefährte Johannes Clasen macht sich auf die Suche nach ihr und landet schließlich in Ostanatolien, wohin auch Venske seine Ermmittlungen geführt haben. Gemeinsam versuchen sie, Karen zu befreien, und geraten dabei mitten in eine tödliche Verschwörung, in die scheinbar auch der türkische Geheimdienst verstrickt ist …

So fand ich’s:

Johannes Clasen und Karen Terhoven kennen wir schon aus “Die Narben der Hölle”, insofern ist dieses Buch eine Fortsetzung davon, wenn auch beide Geschichten in sich abgeschlossen sind und unterschiedliche Themen behandeln. Neu dazugekommen ist der Verfassungsschützer Clemens Venske, ein interessanter Charakter, den ich sofort mochte.

Auch die Nebenfiguren, allen voran die Riege der Terroristen und ihr Umfeld, werden vielschichtig und lebendig beschrieben, ohne dass sie klischeehaft in eine Schublade gesteckt werden.

Angetrieben von der nationalistischen Grundidee, ein Großreich Turan gründen zu wollen, geht die Gruppierung der Akinci brutal gegen Andersdenkende vor. Das Schlagwort „die türkischen Nazis“ fasst es für mich gut zusammen. Diese Thematik war mir völlig neu und insofern bin ich total unbedarft an dieses Buch heran gegangen – und fühle mich einerseits sehr spannend unterhalten, aber auch ausreichend informiert, denn dieser Spagat zwischen Unterhaltung und Aufklärung über ein immer wieder aktuelles Thema ist ausgezeichnet gelungen.

Dieses Buch fand ich noch fesselnder als den Vorgänger “Die Narben der Hölle”, der mir schon sehr gut gefallen hat.

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