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Buchiges

Opfertod von Hanna Winter

Klappentext:

Gleich bei ihrem ersten Fall gerät Kriminalpsychologin Lena Peters an einen Killer, der eine tödliche Mission verfolgt. Eine Mission, in der Lena eine entscheidende Rolle spielt. Und schon bald sitzt sie in der Falle, denn … sie kennt das Böse. Sie hat es studiert. Doch jetzt begegnet sie dem Seelenbrecher!

So fand ich’s:

Der Klappentext ist ziemlich reisserisch, trifft aber den Inhalt des Buches wieder mal nur so ungefähr.

Schon von Anfang an bin ich mit der Hauptperson Lena nicht warm geworden. Lena sollte wohl besonders cool und kompetent sein, auf mich wirkte ihr Charakter aber ziemlich unausgegoren und überfrachtet mit dramatischen Einschnitten in ihrem Leben, die sie nicht wirklich interessanter machten. Manche Szene schienen nur wegen des Knalleffektes im Buch vorzukommen und wurden viel zu dramatisch geschildert. Ihre berufliche Kompetenz als Profilerin konnte sie nicht unter Beweis stellen, denn im Grunde hat sie nie an einem Täterprofil gearbeitet. Ich fühlte mich durch die Handlung gehetzt, nicht weil es spannend war, sondern weil vieles an der Oberfläche blieb und flüchtig abgehandelt wurde, wozu ich gerne mehr erfahren hätte.

Die Handlung hatte außerdem viele Ungereimtheiten, zu viel wurde einfach nur angedeutet, ohne eine Erklärung zu liefern und manches war schlichtweg Quatsch. Z. B. hat Lena aufgrund einer sehr vagen Beschreibung des sterbenden Opfers sofort erkannt, welches Medikament ihr verabreicht wurde. Da wäre eine fachmännische Laboranalyse wohl realistsicher gewesen, aber natürlich hätte Lena damit nicht so glänzen können. Ihr fristloser Rauswurf aus dem öffentlichen Dienst nach nur zwei Tagen, weil sie am Schreibtisch ihres Chefs gestöbert hatte, war auch ziemlich unglaubhaft.

Insgesamt wurde das Buch durch die Anhäufung solcher Dinge zum Ärgernis für mich. Die Sprache war thrillertypisch eher einfach gehalten, deshalb habe ich das Buch auch auf die Schnelle doch bis zum Ende gelesen. Mit ca. 300 Seiten war es ja auch nicht besonders dick. Ob ich dem nächsten Band noch eine Chance gebe, wage ich zu bezweifeln.


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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