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Bitter Taffy von Amy Lane (englisch) – Candy Man #2

25821026Darum geht’s:

In New York traut sich Rico endlich, seine Homosexualität auszuleben. Dass er sich ausgerechnet in Ezra, den Sohn seines neuen Chefs verknallt, der alles lieber heimlich halten möchte, beendet die Sache recht schnell. Denn als sie erwischt werden, entscheidet sich Ezra für Papi und lässt Rico ziehen. Der muss ohne Job und mit gebrochenem Herzen wieder nach Sacramento zurückkehren. Dort wartet nicht einmal seine Wohnung auf ihn, denn Cousin Adam und sein Freund Finn wohnen im Augenblick dort und haben nicht mit der überstürzten und verfrühten Rückkehr Ricos gerechnet. Auf seiner eigenen Couch lebend will Rico nur vor sich hin leiden. Doch Adam, dessen Chef aus dem „Candy Heaven“ Süßigkeitenladen und vor allen Dingen Sonnschein Finn und seine Familie lassen Trübsal und Herzschmerz nicht zu. Adam bringt mit Derek einen neuen Arbeitgeber und einen interessanten Mann in Ricos Leben.

So fand ich’s:

„Bitter Taffy“ ist die Fortsetzung von „Candy Man“. Weil die Geschichten nicht so ganz voneinander zu lösen sind, empfehle ich, bei dieser Serie die Reihenfolge einzuhalten. Es geht hier zwar um Rico und Derek, aber auch Ricos Cousin Adam und sein Freund Finn aus „Candy Man“ spielen eine große Rolle. Denn Adam ist so etwas wie Ricos Vorbild. Adam hatte es im Leben immer schwer und selbst als Kind schon hat Rico mitbekommen, dass Adam von der gemeinsamen Familie nicht gut behandelt wurde. Rico hatte es immer leichter, war für alle immer der „gute Junge“ und trotzdem hat er es nicht geschafft, sich in der Familie zu outen und sein Leben so zu gestalten, wie er selbst es wollte. Adams glückliches Leben und harmonische Beziehung zu Finn direkt vor seiner Nase motiviert Rico, auch sein Leben umzukrempeln.

Und da gibt es gleich einen Kandidaten, der von Anfang an klar und deutlich sagt, dass er großes Interesse an Rico hat. Sein neuer Chef Derek ist offen, direkt, gutaussehend, sympathisch und hat Geduld und Verständnis für Ricos gebrochenes Herz. Derek will keine schnelle Affäre, sondern möchte einer ernsthaften Beziehung eine solide Basis geben. Sie wollen es langsam angehen lassen, denn auch Derek weiß, dass Rico erst über Ezra hinwegkommen muss. Doch es fällt ihnen schwer, sich erwachsen zu benehmen und erst einmal die Finger voneinander zu lassen.

Es gibt eine Vielzahl von tollen Nebenfiguren, die das Ganze in ein sehr lebensnahes Geflecht von Familie einweben. Die sorgen im Fall von Adam und Rico nicht immer für Freude, aber Finns und Dereks Angehörige sorgen für einen Ausgleich, denn sie zeigen, wie es auch gehen kann. Und Adams zweite Familie im „Candy Heaven“ ist schließlich auch noch da. Leider kam sein Chef Darrin mit seinen Visionen und hellseherischen Anwandlungen ein bisschen zu kurz und wirkte auf mich eher irritierend. Ich hätte es besser gefunden, ihn mehr einzubeziehen oder ganz außen vor zu lassen. Vielleicht hat er im nächsten Band eine entscheidendere Rolle, denn eigentlich mochte ich diesen mystischen Aspekt in „Candy Man“ ziemlich gern.

Insgesamt kommt diese Geschichte ohne allzu viel Drama aus, besticht durch die Charaktere und eine wunderbar positive Grundeinstellung trotz aller Probleme, einer gewissen Tiefe und doch fluffige Leichtigkeit, die mir ausgesprochen gut gefallen hat. Eine weitere Fortsetzung mit dem Titel „Lollipop“ gibt es bereits, in der es um Ricos Ex Ezra geht und die ich schnellestens lesen werde.

One Comment

  1. Chris 03/05/2017 20:05

    So, ich habs eben fertig gelesen. Und ich fand es ja soooooo putzig. Ich mag diese Reihe.

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