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Buchiges

Der Ruf von Michael Schreckenberg

big_cover_der_rufInhalt:

Die legendäre Party zu Christinas 16. Geburtstag soll nun, 15 Jahre später, noch einmal wiederholt werden. Sie lädt ihre damaligen Freunde ein, die sich begeistert beim Ferienhaus am See einfinden, um ein Wochenende lang Chris hochleben zu lassen, die Clique von früher wieder zu treffen und in Erinnerungen zu schwelgen. Doch als sie auch die Seance von damals wiederholen und dabei das Buch „Tore und Wege“ einsetzen, das Christoph zufällig in die Hände geraten war, schicken sie unwissentlich einen Ruf hinaus und locken etwas an, dem sie so gut wie nichts entgegen setzen können …

So fand ich’s:

Am Anfang liest sich das Buch wie eine schöne, leichte Sommergeschichte. Die Jugendclique, die sich über die Jahre aus den Augen verloren hat, findet sich auf Christinas Initiative hin wieder zusammen. Man erinnert sich an alte Lieben oder Aversionen, forscht ein wenig danach, was die Leute heute so machen, was sich verändert hat und was gleich geblieben ist, grillt, trinkt Bier und lässt es sich gut gehen. Als Leser erkennt man sich wieder und wäre selbst gerne dabei in diesem Kreis. Auch ich kenne solche Parties – inclusive der Geisterbeschwörungen, die spät abends ganz schön unheimliche Stimmung aufkommen ließen.

Doch dann kippt dieses Heile-Welt-Szenario in bester Stephen-King-Manier und die Gruppe Freunde wird mit einem Horror konfrontiert, der sie alle aus der Bahn wirft. Man fiebert mit dem immer kleiner werdenden Häufchen Überlebender, hofft wie sie, dass ihre Pläne funktionieren und hat selbst auch keine besseren Ideen, wie sie sich retten könnten. Grusel und Spannung werden nicht dadurch erzeugt, dass besonders grausame Szenen detailliert beschrieben werden, sondern durch den Gegensatz zwischen einer schönen Sommerparty und einer ausweglosen Lage reinsten Horrors. So verrückt das ist, was da geschildert wird, so nachvollziehbar ist es doch für den Leser, der mitgenommen wird in diese Situation und mit den Freunden bangt, leidet und hofft bis zum Ende.

Für mich eine sehr gelungene Kombination aus Horror und einem Schuss Fantasy, spannend und unterhaltsam, gekonnt erzählt, ganz nach meinem Geschmack.

Wie nebenbei bekommt man noch einen kleinen anregenden Einblick in eine Fantasie-Welt, die einen eigenen Kosmos bildet und aus der auch das aktuelle Buch des Autors „Der wandernde Krieg: Sergej“ stammt. Das liegt hier schon bereit und wird sicherlich sehr bald gelesen.

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