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Der Tod macht Schule: Bröhmann ermittelt wieder von Dietrich Faber – Bröhmann #2

Der zweite Fall für Hauptkommissar Bröhmann

Darum geht’s:

Bröhmann muss zum Elterngespräch in die Schule und erlebt persönlich mit, wie Direktorin Murnau ein Stein durchs Fenster vor die Füße geworfen wird. Damit ist aber nicht Schluss, es folgen weitere Angriffe auf die Schulleiterin, mehr als eine Person kommt als Täter in Frage und kurz darauf ist Murnau tot.

Bei seinen wie immer etwas lustlosen Ermittlungen läuft ihm Kollege Markus Meirich schon länger den Rang ab. Neuerdings hat er aber auch noch einen aufdringlichen und ständig störenden „Praktikanten“, den ehemaligen Journalisten Kreutzer, der für seinen geplanten Kriminalroman erst einmal Polizeiluft schnuppern möchte. Und auch privat läuft es nicht rund, denn Tochter Melina hat einen Freund, der Papa Bröhmann so gar nicht passt und die hübsche Schulpsychologin verdreht ihm den Kopf.

So fand ich’s:

Antiheld Henning Bröhmann ist nicht besonders ehrgeizig, aber mitfühlend und in seiner unvollkommenen Art absolut liebenswert. Er kämpft mit seinem Privatleben genauso wie mit dem Fall, den er und seine Kollegen zu bearbeiten haben, das tut er aber auf eine sympathische und unterhaltsame Weise.

Eingestreut sind kleine Alltagssituationen, die pointiert erzählt sind und einen deshalb zum Schmunzeln bringen. Etwa die detailverliebte Beratung der Apothekerin über Hämorrhoiden, der Bröhmann in der Warteschlange zuhören muss und seine Reaktion darauf, als er an die Reihe kommt oder der Zeltausflug mit seinem Sohn und anderen Eltern des „Schlumpfloch“-Kindergartens. Und dann dürfen wir noch Auszüge aus Kreutzers grottenschlechtem Roman genießen, der aus einer Mischung aus Schulaufsatz und kabarettistisch aufbereiteten Versatzstücken der klassischen Krimiliteratur besteht und einem die Lachtränen ins Gesicht treibt (leider konnte ich das nicht einmal als satirisch übertrieben abtun, denn mehr als einmal habe ich solche schriftstellerischen Versuche tatsächlich zu lesen bekommen).

„Der Tod macht Schule“ ist aber nicht – oder nicht nur – eine humorige Auseinandersetzung mit der menschlichen Natur. Im richtigen Moment ist Faber durchaus ernst, wenn es z. B. um Mordmotive oder Eheprobleme geht und versteht es auch, genügend Spannung aufzubauen, um mit Interesse am Kriminalfall dran zu bleiben. Und diese Mischung hat total meinen Lesegeschmack getroffen.

Dieser zweite Band „Der Tod macht Schule“ hat mir tatsächlich noch besser gefallen als der erste Teil „Toter geht’s nicht“ und deshalb freue ich mich auch schon sehr auf den inzwischen erschienenen dritten Fall für Bröhmann mit dem Titel „Tote Hunde beißen nicht“.

Mehr dazu:

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:

Toter geht’s nicht

Der Tod macht Schule

Tote Hunde beißen nicht

Schneller, weiter, toter


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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