Buchiges

More von Sloan Parker (englisch) – More #1

Darum geht’s:

Luke versucht, sich vor seinem manipulativen und einflussreichen Vater zu verstecken, zieht häufig um, scannt die Straßen nach Verfolgern, seine Wohnung nach Wanzen und vermeidet es, Beziehungen einzugehen. Er lässt sich mit jedem Mann nur für eine Nacht ein. Doch als er in seinem Lieblings-Club auf Matthew und Richard trifft, kann er zumindest diesen Grundsatz nicht aufrecht halten. Die beiden gehen ihm nicht mehr aus dem Kopf und ihnen scheint es genauso zu gehen wie ihm. Auch wenn ihm klar ist, dass er sich angreifbar macht und seinem Vater damit in die Hände spielt, muss er die beiden wiedersehen. Wenigstens noch einmal …

So fand ich’s:

Anfangs ist es sexuelle Anziehung, die sie zueinander treibt. Dann etabliert sich für die drei Sex als Belohnung, Trost oder Ausdruck von Freude in allen Lebenslagen. Entsprechend oft fallen sie übereinander her und man kann jede Menge Sexszenen lesen, bei denen immer alle drei dabei sind. Trotzdem wird schnell deutlich, dass sich auch Gefühle entwickeln und bei drei Beteiligten scheinen schon alleine deswegen die Probleme vorprogrammiert. Doch hier läuft diese Dreierbeziehung harmonisch und man nimmt es ihnen auch ab, dass zwei nicht genug sind. Es gibt kein fünftes Rad am Wagen, keiner steht am Rand.

Ihre Umgebung sieht das nicht ganz so tolerant. Besonders Lukes Vater versucht, diese ungewöhnliche Konstellation zu torpedieren und schreckt dabei vor so gut wie nichts zurück, obwohl oder gerade weil er selbst nicht der Saubermann ist, als der er gerne gesehen werden möchte. Man wünscht den dreien, dass sie miteinander glücklich werden und leidet mit ihnen, verfolgt interessiert, wie sie gegen alle möglichen Widrigkeiten kämpfen und dabei versuchen, sich erst einmal gegenseitig kennenzulernen und zu dritt klar zu kommen.

Alle drei Männer sind interessante Charaktere und so unterschiedlich, dass man sie sofort einordnen kann und auch versteht, wieso keiner von ihnen auf einen verzichten will, um eine eher „klassische“ Partnerschaft zu zweit einzugehen. Erzählt wird die ganze Geschichte nur aus Lukes Sicht, was mir gut gefallen hat. Diese ständigen Persptektivenwechsel, die bei dem M/M-Genre oft üblich sind, gelingen nicht immer gut und so fand ich die Wahl, nur Luke in der Ich-Form erzählen zu lassen, sehr angenehm zu lesen.

Mehr dazu:

Auch wenn eine Veröffentlichung im Augenblick nicht anzustehen scheint, sind noch zwei weitere Bände mit den drei Männern geplant, bei denen einmal Richard und einmal Matthew aus seiner Sicht erzählen darf. Natürlich interessiert es mich, wie es mit ihnen weitere geht und deshalb werde werde ich die garantiert lesen!


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Autorenhomepage

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