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Slide von Garrett Leigh (englisch) – Roads #1

18487180Darum geht’s:

Sehr schnell, nachdem Sanitäter Pete den schüchternen Tätowierer Ash als Untermieter aufgenommen hat, entwickelt sich mehr zwischen den beiden. Es sieht so aus, als könnte Ash dank Petes verständnisvoller und einfühlsamer Art seine schlimme Vergangenheit hinter sich lassen. Doch manchmal ist Liebe einfach nicht genug.

So fand ich’s:

Eine gewisse Melancholie liegt über den Leben von Pete und Ash. Pete arbeitet sich in Doppelschichten als Sanitäter in einem Job auf, der ihm jede Menge Einblicke in die Abgründe des Leben beschert. Und Ash hat offensichtlich eine schwere Kindheit und Jugend in Pflegefamilien und Heimen, am Ende sogar auf der Straße, hinter sich. Von unbeschwerter Fröhlichkeit ist da keine Spur zu finden. Das Positive ist, dass die beiden sich offensichtlich gesucht und gefunden haben. Beide kommen zu Wort und deshalb weiß der Leser, dass sie den jeweils anderen vergöttern und immer ein bisschen Angst haben, der andere könnte die Beziehung beenden. Sie tun sich gegenseitig gut, verstehen oder tolerieren zumindest die Macken des anderen und sind sich näher als jemals einem anderen Menschen.

Doch ihre Liebe ist nicht genug für Ash, um völlig zur Ruhe zu kommen. Seine Vergangenheit holt ihn ein und Pete ist zu beschäftigt mit seinem Job und seiner Mutter, die niemanden außer ihm hat, um zu merken, wie es Ash geht.

Ash und Pete sind zwei absolut glaubwürdige Charaktere, ihre Probleme und Erfahrungen sind zwar schlimm, aber ohne dramatische Übertreibungen dargestellt, so wie die Realität eben ist. Man zweifelt, ob sie es unter diesen Umständen überhaupt schaffen können, man leidet mit ihnen und spürt die Möglichkeit des Scheiters ständig zwischen den Zeilen. Denn beide sind keine übermenschlichen Helden, sondern es kann leicht passieren, dass sie es trotz der großen Liebe und des ehlichen Bemühens einfach trotzdem nicht schaffen.

Der Leser wird hineingezogen in den Strudel ihrer Emotionen, die sie selbst nicht immer unter Kontrolle haben und auch ich war von Anfang bis Ende gefangen und fasziniert von der subtilen Intensität, mit der Garrett Leigh erzählt.

Als kleine Zugabe kann man eine Episode mit Pete und Ash kostenlos unter dem Titel „Marked“ z. B. beim Verlag bekommen. Und mit „Rare“ wartet auch noch eine Fortsetzung auf mich.


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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