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Totenblick von Markus Heitz

Zum Inhalt:

Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.

Doch hüte dich vor dem Totenblick.

Erfasst er dich, gibt`s kein Zurück.

In Leipzig treibt ein durchgeknallter Serienmörder sein Unwesen, der seine Opfer so arrangiert, dass sie berühmte Totenszenen nachstellen. Zuerst fürchtet man sich vor dem „Totenblick“, vor dem der Mörder ausdrücklich warnt und dessen tödliche Konsequenzen sehr schnell zu Angst und Schrecken führen. Doch dann entdecken die Ermittler, dass noch viel mehr hinter dieser Nachricht steckt.

So fand ich’s:

Heitz hat genau die Art, eine Geschichte zu erzählen, die absolut meinem Geschmack entspricht. Die Handlung wird immer weiter voran getrieben, ohne dass es oberflächlich oder hektisch wird. Und trotzdem ist genug Zeit, um in ein paar wenigen Sätzen die besondere Atmosphäre von Leipzig entstehen zu lassen oder auch Nebenfiguren ein Eigenleben zu geben. Wenn ich in letzter Zeit immer öfter über routiniert geschriebene Massenware gestöhnt habe, hat mich dieses Buch mit dem Genre wieder versöhnt.

Die Charaktere sind interessant und nicht frei von menschlichen Schwächen, lebensnah und sympathisch. Man erlebt die Mordermittlungen nicht nur aus der Sicht der Polizei, allen voran dem Leiter der Soko Peter Rhode, sondern neben dem Ermittlerteam der Leipziger Kripo ist auch Rhodes Freund, der Personal Trainer und ehemalige Motorradrocker Ares Löwenstein und der Bestatter Korff mit dabei.

Das Ende fand ich ein bisschen zu unspektakulär, ich hätte mir eine etwas komplexere Auflösung gewünscht, bei der Zufall bzw. Glück keine so große Rolle gespielt hätte.

Meistens ist mir das Cover der Bücher ziemlich egal, nur selten fällt mir eines auf, das wirklich was Besonderes ist. Hier bin ich zwiegespalten. Einerseits gefällt mir die zusätzliche Klappe am hinteren Buchdeckel, die man über den Buchschnitt legen und so das ganze Buch verschließen kann – ich hoffe, auf meinem Foto ist das gut zu erkennen. Andererseits finde ich die Farbgestaltung auf der Vorderseite so retro, dass ich fast schon einen Widerwillen dagegen entwickelt habe, zu diesem Buch zu greifen, weil es bei mir so sehr den Eindruck eines gebrauchten, etwas ausgeblichenen Taschenbuches aus den 80ern erweckte. Auch wenn das, was das Cover zeigt, perfekt zur Story passt.

Wie gut, dass ich mich darüber hinweg gesetzt und dieses Buch mit Vergnügen gelesen habe. Nun freue ich mich noch mehr auf die Lesung am 20. Oktober in München.

Außerdem hat mir das Gastspiel des Bestatters Korff so gut gefallen, dass ich mir „Oneiros – Tödlicher Fluch“ auf jeden Fall zulegen werde, auch wenn das kein Thriller ist, sondern für mich wieder mal einen Ausflug ins Fantasy-Genre bedeutet.


[Werbung] Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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