[Top Ten Thursday] Stelle uns 10 weibliche Autorinnen vor, deren Bücher dich begeistert haben

Die Aktion “Top Ten Thursday” wird auf dem Blog Weltenwanderer betreut. Für jeden Donnerstag wird ein Thema festgelegt, zu dem man 10 Bücher auflisten sollte.

Schon letzte Woche, als es um begeisternde männliche Autoren ging, hatte ich echt damit zu kämpfen, mich auf nur 10 Personen beschränken zu müssen. Bei den Autorinnen ist das Dilemma noch schimmer, weil es im Genre Gay Romance überwiegend schreibende Frauen gibt und ich noch ein ganzes Genre mehr zur Auswahl habe als bei den Männern. Ich habe mir ein bisschen damit beholfen, dass ich bei einigen Autorinnen noch weitere genannt habe, die ähnlich schreiben bzw. ein ähnliches Unter-Genre bedienen, als ich mich nicht durchringen konnte, eine Person repräsentativ zu nennen und die anderen einfach unter den Tisch fallen zu lassen.

Die Links führen zu den Rezensionen der Bücher, die ich von den entsprechenden Damen schon gelesen habe.

Und hier ist meine hart erkämpfte Top Ten:

A. C. Lelis

gehört genau wie Iris W. Maron, Jessica Martin, Elisa Schwarz oder Nora Wolff zu den deutschsprachigen Autorinnen, die gay Romance Geschichten erzählen, die absolut aus dem echten Leben gegriffen sind. Die Protagonisten sind ganz gewöhnliche, sympathische Typen, die weder besondere Fähigkeiten haben noch extreme Situationen durchstehen müssen. Und doch ziehen sie einen mit ihren Erlebnissen (und Liebesgeschichten) in ihre Welt und man kann sich wunderbar wegträumen.

Linda Castillo

steht für eine Gruppe von Frauen, die sich actionreichen und spannenden Krimis bzw. Thrillern verschrieben haben und nicht zwangsläufig eine weibliche Protagonistin haben, sondern sowohl Männern als auch Frauen mutige und clevere Ermittlerarbeit und das Meistern von gefährlichen Situationen auf den Leib schreiben. Dazu gehören für mich auch noch Clare Mackintosh, Anne Nørdby, Yrsa Sigurdardóttir oder auch Viveca Sten.

Alex Beer

schreibt historische Krimis und diese Kombination liebe ich sehr. Ähnlich gerne lese ich die historischen Krimis von Beate Maly, Susanne Goga, Uta Seeburg oder Kerstin Ehmer, die alle interessante Rätselaufgaben um Mord und Totschlag mit einer greifbaren Geschichtsstunde kombinieren.

Ofelia Gränd

schreibt unter diesem Namen und auch unter dem Pseudonym Holly Day englischsprachige Fantasy (oft mit Gestaltwandlern oder einem dystopischen Touch) und eigentlich immer einer gay Liebesgeschichte dabei. Für Annette Marie oder Louisa Masters gibt es deutsche Übersetzungen. Alle drei Frauen treffen genau das richtige Gleichgewicht zwischen urban Fantasy und gay Romance und ich kann mich in dieser Dosierung sehr gut mit dem Fantasy-Aspekt anfreunden.

Kim Fielding

und N. R. Walker sind Feelgood-Autorinnen, die immer den richtigen Ton treffen und sowohl leichte und fröhliche Geschichten erzählen als auch ernste Themen anpacken. Gemeinsam ist immer eine gay Liebesgeschichte. Für die Bücher beider Autorinnen gibt es teilweise Übersetzungen ins Deutsche, aber es gibt noch einige tolle Bücher von ihnen, die man bisher nur auf englisch lesen kann. Ich hoffe, das ändert sich noch.

Melanie Raabe

und C. J. Tudor setzen weniger auf Blut und atemlose Action, sondern eher auf subtilen Psychothrill. Weniger spannend sind ihre Bücher deshalb trotzdem nicht, denn auf ihre unterschwellige Art packen einen ihre Bücher zuverlässig auch ohne heftiges Blutvergießen.

Tharah Meester

schreibt gay Romance in einer historisch angehauchten eigenen Welt und taucht besonders mit ihrer “Cœur trouvé à Venice”-Reihe tief in leidenschaftliche Emotionen ein, die niemanden kalt lassen. Wenn man mit Tränen in den Augen Leid und Freud ihrer Protagonisten teilen will, schafft sie es zuverlässig, einen zu berühren. Natürlich nicht nur mit Cœur trouvé à Venice.

K. A. Merikan

ist ein Gespann von zwei Autorinnen, die sich der düsteren gay Romance mit ungewöhnlichen Protagonisten verschrieben haben. Outlaw-Biker, Serienkiller oder Auftragsmörder sind ihre Hauptfiguren und obwohl ich sonst kein Freund von “Dark Romance” und “Bad Boys” bin, lese ich ihre Bücher sehr gern. Die dunkle Seite ihrer Figuren wird nämlich nicht verherrlicht, sondern sie kämpfen oft genug damit, jenseits des Gesetzes zu stehen und sind genauso oft Opfer wie Täter. Diese Bücher sind so ziemlich das Gegenteil von cosy, aber die Liebesgeschichten, die porträtiert werden, sind immer einvernehmlich, positiv und liebevoll.

Jenny Wood und Melanie Vogltanz

schreiben zusammen an der Kemet-Fantasyreihe mit altägyptischen Göttern in den USA der heutigen Zeit. Sie schreiben mal alleine an einem Band, mal zusammen, und erschaffen damit eine Welt, die mich sehr begeistert. Es gibt interessante Dynamiken, wohlgesonnene oder feindselige Götter und Menschen, einzigartige Protagonisten und sowohl Humor als auch Tiefe. Bisher habe ich nur die Bände dieser Reihe von ihnen gelesen, aber die haben schon perfekt eine Lücke geschlossen, von der ich gar nicht wusste, dass sie da ist.

R. J. Scott und V. L. Locey

sind ein weiteres Duo von Autorinnen, die gemeinsam mehrere Eishockey gay Romance Serien schreiben und wer dieses Genre durch “Heated Rivalry” kürzlich neu für sich entdeckt hat, wird mit den Serien dieser beiden Damen eine tolle Ergänzung finden. Ich freue mich sehr darüber, dass die zwei so fleißig veröffentlichen und die Kombination aus Sport und Liebe wunderbar in Szene setzen.

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