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Der Ring des Mörders von Marco Harnisch – Kommissar Bahr mit Eifer #2

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Darum geht’s:

Bereits zwei Besuchern von Gay-Saunen wurden die Kehlen aufgeschlitzt und das Ermittlerteam um Kommissar Bahr, seinem Mitarbeiter Patrick Jörgens und einem allzu neugierigen Grafiker Nick Eifer bemüht sich, weitere Bluttaten zu verhindern. Nebenbei versucht Nick, mehr über seine seltsame Gabe herauszufinden, einen Mord in einer Art Vision vor sich zu sehen, sobald er die Leiche berührt. Nachdem er endlich Bahr und Jörgens von dieser Fähigkeit überzeugt hat, sind sie nur allzu bereit, diese ungewöhnliche Wahrnehmung für ihre Mordermittlungen einzusetzen. Doch Nick hat den Verdacht, inzwischen in seinen Visionen auch noch andere Dinge sehen zu können, die noch gar nicht passiert sind. Sein Onkel Berti könnte ihm sicher mehr über ihre gemeinsame Gabe erzählen, doch der ist immernoch spurlos verschwunden.

So fand ich’s:

Der Grafiker Nick ist zwar kein Polizist, aber seine Zeichenkünste und seine Fähigkeiten im Webdesign werden immer mal wieder bei der Polizei gebraucht. Und da der sexy Kommissar Andreas Bahr inzwischen von Nicks besonderer Gabe weiß, versucht er, Nick irgendwie in die Ermittlungen mit einzubinden. Klar, dass der quirlige und freizügige Kerl sich zum Beispiel die Gelegenheit nicht entgehen lässt, mit Andreas Bahr, in den Nick verknallt ist, und seinem Kollegen Patrick eine Gay-Sauna zu besuchen.

Es gilt, die Morde an Saunabesuchern aufzuklären und den Täter schnellstens zu stoppen. Außerdem hat Nicks Onkel Berti große Probleme, denn irgend jemand interessiert sich für Bertis und Nicks spezielle Fähigkeiten. Onkel Berti ist gezwungen, sich versteckt zu halten. Doch trotz der dramatischen Ereignisse und Sorgen kommt auch der Humor nicht zu kurz, weil Nick und auch Patrick zwei ziemlich lockere Typen sind, die gerne Spaß haben und keinem Vergnügen abgeneigt sind. Und irgendwann färbt das auch auf den grummeligen Kommissar Bahr ab, denn dem geht in letzter Zeit der niedliche Nick nicht mehr aus dem Kopf. Dabei hat Bahr sich doch kürzlich erst mit seiner Freundin Steffi verlobt.

Dieser Mix aus lockerem Ton, interessanten und manchmal ein bisschen überdrehten Charakteren, einer Mordserie im Milieu der Gay-Saunen und Clubs und Nicks besonderer übernatürlicher Fähigkeit fand ich erfrischend anders und durchaus lesenswert. Da habe ich gerne den einen oder anderen sprachlichen Wackler in Kauf genommen oder, dass ab und zu mal ein Komma verrutschte.

Mit 152 Seiten in der Taschenbuchausgabe ist das Buch zwar nicht besonders dick, die Geschichte wurde aber genau im richtigen Tempo flott erzählt, so dass keine Längen aufkamen. Dieser zweite Teil hat mir noch besser gefallen als Teil 1, der den Titel “Tote Stricher lügen nicht” trägt. Und auch wenn am Ende das Verbrechen aufgeklärt ist, bleibt rund um Nicks und Onkel Bertis Gabe und auch zwischen Nick und Kommissar Bahr noch einiges offen, das viel Stoff für weitere Bände liefert, die ich sicher auch lesen werde.

Für den 11. März ist schon der nächste Band angekündigt. Er trägt den Titel “Befreiung – Vier sind einer zu viel: Der dritte Fall von Kommissar Bahr mit Eifer”

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