Buchiges

Argus von Jilliane Hoffman

Darum geht’s:

Die junge hübsche Holly Skole wird grausam gefoltert und ermordet. Die Ermittlungen des erfahrenen Polizisten Manny Alvarez führen zielsicher zu dem charismatischen Talbot Lunders, der Fall scheint wasserdicht zu sein und die junge Staatsanwältin Daria DeBianchi ist sich ihrer Sache sicher. Doch als Lunders‘ Mutter den Ermittlern ein Video zuspielt, in dem eine andere Frau ähnlich misshandelt wird zu einem Zeitpunkt, für den ihr Sohn ein Alibi hat, regen sich erste Zweifel. Hat der Serienmörder William Bantling, alias „Cupido“, der in der Todeszelle sitzt, doch Recht gehabt mit seiner Behauptung, dass ein Club von einflussreichen Männern existiert, der derartige Videos in Auftrag gibt? Ist Lunders unschuldig? Daria und Manny nehmen Kontakt mit Cupido auf und versuchen, ihm Informationen zu entlocken.

So fand ich’s:

Nach „Cupido“ und „Morpheus“, die ich vor vielen Jahren gelesen habe, kam mir nun der dritte Teil dieser Reihe zwischen die Finger. Der Inhalt der ersten beiden Bände ist nach der langen Zeit schon ziemlich aus meiner Erinnerung verschwunden, aber zum Glück bekommt man an passender Stelle die wichtigsten Infos zur Auffrischung nochmal zusammengefasst. Da die Vorgeschichte aus „Cupido“ und „Morpheus“ hier sehr wichtig ist, empfehle ich, „Argus“ nicht für sich alleine, sondern die komplette Trilogie in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Die grausamen Morde an jungen Frauen sind nichts für zarte Gemüter. Es werden zwar nicht seitenlange Folterszenen beschrieben, aber das Thema an sich ist ständig präsent und lässt einem schon das Blut in den Adern gefrieren. Die flotte, routinierte Schreibweise, das zwischenmenschliche Geplänkel zwischen Daria und Manny, der Grusel, der den berühmten Serienmörder Cupido umgibt und die spannenden Ermittlungen in Richtung eines Clubs von Snuffvideo-Fans haben mich durchgängig bei der Stange gehalten. Es gab keinerlei Längen und sogar die Szenen vor Gericht fand ich spannend, wenn auch der Blick hinter die Kulissen des US-amerikanischen Rechtssystems für das eine oder andere Kopfschütteln sorgte.

Es gibt zwar einen Abschluss mit dem ich sehr gut leben kann, das Ende ist aber doch in gewissem Sinne offen. Damit bleibt die Möglichkeit für eine Fortsetzung.


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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