Buchiges

Captive Prince Teil 1 und 2 von C. S. Pacat (englisch)

Darum geht’s in Teil 1, Captive Prince:

Damianos ist der Thronerbe von Akielos. Er ist ein hervorragender Soldat, mutiger Kämpfer und trägt sein Herz auf der Zunge, was ihm nicht immer gut bekommt. Mit seiner geradlinigen Art erkennt er die eigennützigen Motive und Intrigenspielchen anderer oft nicht, und ist deshalb auch völlig überrascht, als sein Halbbruder die Macht an sich reisst, kaum dass der gemeinsame Vater und König gestorben ist. Offiziell ist Damianos tot, doch mit einer falschen Identität wird er unter dem Namen Damen als Sklave an den Prinzen des verfeindeten Königreiches Vere verschenkt.

Sein neuer Besitzer, der arrogante Prinz Laurent, denkt mehrfach um die Ecke, ist ein brillanter Taktiker, ein hervorragender Menschenkenner. Er ist immer auf der Hut, denn sein Onkel, der nur regieren darf, bis Laurent in einem knappen Jahr alt genug für den Thron ist, hat keine Lust, die Macht wieder abzugeben. Intrigen, Manipulationen, Machtspiele sind am Hof an der Tagesordnung.

Laurent hasst alles, was aus Akielos kommt, denn in einer Schlacht gegen Akielos ist sein geliebter Bruder getötet worden. Gut, dass Damen seine Identität verschwiegen hat, denn auch er war bei dieser unheilvollen Schlacht ….

So fand ich’s:

Die ganze Erzählung ist aus der Sicht von Damen geschrieben und man weiß nur das, was auch er weiß. Man verachtet und hasst die Sitten, Gebräuche und vor allen Dingen das Intrigenspiel als übliches Verhalten im Feindesland und ebenso hasst man den verwönten Prinzen Laurent. Erst als Damen seinen Blickwinkel ändert und im Laufe der Zeit die Beweggründe Laurents erfährt und die Umstände, unter denen er lebt, relativiert sich vieles. Es dauert ewig, bis die beiden – zuerst aus verschiedenen Notwendigkeiten heraus – eine Allianz eingehen und gegenseitige Achtung oder gar Vertrauen lassen noch länger auf sich warten. Wer einen homoerotischen Liebesroman erwartet, ist hier (zumindest bei Band 1) an der falschen Adresse. Dafür ist die Dynamik zwischen den beiden Prinzen dann aber auch sehr realistisch, nachvollziehbar und unterhaltsam zu beobachten.

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Darum geht’s in Teil 2, Prince’s Gambit:

Prinz Laurent muss an die Front und Damen kommt mit ihm, denn Laurent ist der einzige, der daran interessiert scheint, einen Krieg zu verhindern. Das will Damen nach Kräften unterstützen, denn nur so kann er seinem Volk helfen und vielleicht irgendwann auch wieder nach hause kommen, um seinen Halbbruder zu stürzen. Dabei ist Laurent selbst in Gefahr, von seinem machthungrigen Onkel beseitigt zu werden. Und neben den offensichtlichen Problemen gibt es ja auch noch die vielen Geheimnisse der Vergangenheit, die zwischen ihnen stehen.

So fand ich’s:

Auch Teil 2 ist aus Damens Sicht geschrieben. Deshalb ist auch der Leser genau wie Damen immer wieder verblüfft, wie weitsichtig und vorausschauend Laurent plant und sich aus aussichtslosen Situationen befreit. Er scheint immer noch ein As im Ärmel zu haben. Man hat aber auch das Gefühl, dass die Glückssträhne irgendwann mal zu Ende sein muss. Laurent und Damen müssen zusammen einige Abenteuer bestehen, die spannend und durchaus witzig zu lesen sind. Damen erarbeitet sich die Rolle des militärischen Ratgebers für Laurent und so bleibt es nicht aus, dass sie sich dann doch irgendwann näher kommen (uff, endlich). Am Ende des zweiten Bandes haben wir das Gefühl, dass die beiden sich vertrauen. Doch wir wissen auch, dass Damen nach wie vor nicht seine Identität enthüllt hat und dieses Geheimnis vielleicht dazu beitragen könnte, Laurents intrigantem Onkel in die Hände zu spielen und Laurent möglicher Weise sogar das Leben zu kosten.

Mit einem bösen Cliffhanger werden wir erst einmal im Regen stehen gelassen, denn der dritte (und letzte) Teil wurde noch nicht veröffentlicht. Ich hoffe, er lässt nicht mehr allzu lange auf sich warten …


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

One Comment

  1. Maja 20/08/2017 22:07

    Dieses ‚endlich‘ als sie sich dann doch mal näher kamen, spukte mir beim Lesen auch durch den Kopf 😀
    Hat ja auch lange genug gedauert bis es dazu kam.. 🙂

    Liebste Grüße,
    Maja

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