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Buchiges

Die schöne Philippine Welserin von Brigitte Riebe

Klappentext:

DAS FEUER DER LILIE

Die Bürgerstochter und der Kaisersohn – eine verbotene Liebe, die im 16. Jahrhundert alle Standesgrenzen sprengt und am Hof der Habsburger Skandal über Skandal heraufbeschwört. Philippine Welser und Ferdinand II. verlieben sich, heiraten heimlich und bekommen vier Kinder. Doch je stärker ihre Verbindung wird, desto größer werden auch die Widerstände. Schließlich erkrankt Philippine an einem unheilbaren Leiden. Man munkelt, sie sei vergiftet worden …

So fand ich’s:

Jedes Kapitel ist nach einem Heilkraut benannt. Es folgt eine schöne Zeichnung davon sowie eine kurze Auflistung der positiven und negativen Wirkungen dieses Krautes. Im jeweiligen Kapitel kommt dem dargestellten Gewächs auch eine wichtige Rolle zu, mal heilend, aber auch als Gift. Die Verbindung zu den Heilkräutern zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, denn Philippine und noch mehr ihre Mutter verfügen über viel Wissen in der Kräuterkunde, das sie auch regelmäßig einsetzen.

Das Buch ist aus Philippines Sicht in der dritten Person geschrieben und wird mit fiktiven Tagebucheintragungen aus der Ich-Perspektive vermischt. So wird auf zwei verschiedenen Ebenen über diese starke und beeindruckende Frauengestalt des 16. Jahrhunderts erzählt.

Bei vielen historischen Romanen wird oft eine detailreiche und ausschweifende Erzählweise gewählt, die langsames Lesen erfordert. Hier ist der Schreibstil allerdings flott und wunderbar leicht zu lesen.

Über der ganzen Erzählung liegt eine gewisse Melancholie, denn auch in den schönen und glücklichen Zeiten lastet der Makel auf Philippine, ihre Ehe mit Ferdinand nicht öffentlich machen zu können, da sie als Bürgerliche keine standesgemäße Ehefrau für einen Kaisersohn sein kann. Und ständig lebt sie in der Angst, dass man sie durch einen Giftanschlag aus dem Weg schaffen will. Wer dahinter steckt, weiß sie allerdings nicht. Dieses Rätsel zieht sich durch das ganze Buch und schafft wohl den „kriminalistischen“ Anteil, auch wenn sich Philippine nicht aktiv auf die Suche nach dem jenigen macht, der ihr und ihren Lieben Böses will. Als historischen Kriminalroman, wie es auf dem Cover angegeben ist, würde ich das Buch nicht unbedingt bezeichnen. Wer eine klassische Krimi-Story in historischem Ambiente erwartet, wird sicher enttäuscht werden.

„Die schöne Philippine Welserin“ ist ein wunderbarer historischer Roman um eine große Liebe, die sich der Staatsräson nicht unterordnen will und allen widrigen Umständen trotzt.


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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