Buchiges

Hawelka & Schierhuber laufen heiß von Günther Pfeifer

IMG_5876kDarum geht’s:

Im österreichischen Waldviertel ist ein Mord passiert und die Wiener Kripo-Beamten Hawelka und Schierhuber müssen helfen. Im Dörfchen Vestenötting wurde der Birnstingl in seine Kreissäge geschubst und ist anschließend im Feuer verbrannt. Vermutlich wissen die Stammtischbrüder und der Dorfsäufer mehr, aber sie lassen die beiden Polizisten ins Leere laufen. Vielleicht redet einer der anderen Dorfbewohner?

So fand ich’s:

Die beiden Kripobeamten selbst sind schon spezielle Zeitgenossen. Schierhuber trägt lieber seine Magnum spazieren als den Mund aufzumachen und Hawelka ergibt sich Tagträumen über die hübsche Kollegin Sommer. Der eine groß, der andere klein, haben sie zwei gemeinsame Merkmale: den Vornamen Josef und einen Bierbauch. Auf ihre gemütliche Art erfüllen sie aber doch gewissenhaft ihre Ermittlungsaufgabe und sammeln Informationen über den Verstorbenen und mögliche Täter.

Dabei stoßen sie auf ein Sammelsurium origineller Zeitgenossen, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen. Erzählt wird das Ganze mit deutlich österreichischem Zungenschlag und mit viel Wortwitz und Humor auf lockere Art und Weise. Nervenzerfetzende Spannung sucht man vergebens, doch der Schwerpunkt liegt hier eindeutig auf der augenzwinkernd menschlichen Komponente und interessant genug, um dranbleiben zu wollen, war die Mordgeschichte trotzdem. Dabei war mir der eine oder andere Dialog, ab und zu mal eine Beschreibung ein bisschen zu ausschweifend und ausführlich. Die Personen im Roman neigten alle ein bisschen zum Schwafeln. Doch die pointierten Formulierungen fingen mich immer wieder ein und ein Schmuzeln lag die ganze Zeit auf meinen Lippen.

Neben Hawelka und Schierhuber lernten wir noch das mit vier unterschiedlichen Damen besetzte „Auskunftsbüro“ ihrer Wiener Dienststelle kennen, die schnellstens Informationen beschafften, in allen Lebenslagen halfen und natürlich auch mal Schwierigkeiten verursachten. Die Kombination der Damen im Hintergrund und der beiden gestandenen Männer an der Außendienst-Front hat mir gut gefallen, genauso wie die typisch österreichische Atmosphäre und der locker-humorvolle Ton. Insgesamt hat mich dieser Krimi gut unterhalten.


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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