Buchiges

Infernal von Greg Iles

Klappentext:

Bei einem Besuch eines Kunstmuseums stellte Jordan verwirrt fest, dass alle sie anstarren. Nur wenige Augenblicke später betritt sie einen Ausstellungsraum mit einer bizarren Sammlung von Gemälden, die in der Kunstwelt für Furore gesorgt haben. Die Bildserie heißt „Die schlafenden Frauen“ und zeigt verschiedene, angeblich schlummernde nackte Frauen. Als Jordan auf einem der Bilder sich selbst erkennt, ist sie tief verstört. Doch sie ahnt, dass nicht sie es ist, die dort abgebildet wurde, sondern ihre Zwillingsschwester, die vor einem Jahr spurlos verschwand. Ist das ein Hinweis? Und schläft die Frau auf dem Bild tatsächlich? Es gibt erschreckende Gerüchte …

So fand ich’s:

Die bekannte Fotografin Jordan Glass ist die Ich-Erzählerin in diesem Buch. Mir war sie sofort sympathisch, eine starke, selbstbewusste Frau, die schon einiges mitgemacht und erlebt und deshalb auch ihre Narben davongetragen hat.

Sie ist getrieben davon, das Verschwinden ihrer Schwester aufzuklären. Und da sie als Angehörige zur Untätigkeit verdammt ist, was so gar nicht ihrem Naturell entspricht, drängt sie sich in die FBI-Ermittlungen, wo es nur geht. Ziemlich schnell wird es spannend und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen, bis ich durch die immerhin 541 Seiten durchgerauscht war.

Natürlich liegt das auch an dem mitreißenden, leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil von Greg Iles, aber auch an der routiniert erzählten und gut konstruierten Geschichte.

Für Thriller-Fans wie mich wird das Buch nichts grundlegend Neues bieten, denn es folgt einem bewährten Schema. Aber die gute Mischung zwischen dem Eintauchen in die vielschichtigen Charaktere und der aufregend-kurzweiligen Handlung haben mich mitgerissen und mich sehr gut unterhalten. Dass das Buch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, fiel nicht weiter auf. Nur darüber, dass Jordan immer noch mit Filmen fotografierte, habe ich ich anfangs gewundert, da es Speicherkarten schon eine Weile gibt. Aber vielleicht ist das bei ihr auch eine Sache des Prinzips.

Eine schöne Einstimmung auf „Natchez Burning“, das neue Buch von Greg Iles, das demnächst erscheint.


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

3 Comments

  1. Buchbahnhof 30/09/2017 19:31

    Hey Gabi,
    ich komme im Rahmen des #litnetzwerk endlich mal ein bisschen mehr dazu, auf deinem Blog zu stöbern. Dieses Buch habe ich vor gefühlt 100 Jahren gelesen, wahrscheinlich ist es so rund 10 Jahre her, denke ich (ich weiß nicht genau, wann es erschienen ist). Auf jeden Fall war es in meiner Thrillerphase, als ich einen Thriller nach dem anderen verschlungen habe. Infernal fand ich damals grandios, daran kann ich mich gut erinnern. Mega spannend. Weitere Bücher des Autors habe ich trotzdem irgendwie nicht gelesen. Warum eigentlich nicht? Keinen Ahnung…
    Ich denke, Greg Iles muss ich irgendwann mal wieder zur Hand nehmen.
    LG
    Yvonne

    • Laberladen 30/09/2017 22:13

      Ich hab hier auch noch einige ungelesene Iles herumstehen. Ganz besonders gefällt mir die Reihe mmit Bürgermeister Penn Cage. Da gibt es drei Krimis (Unter Verschluss / Blackmail / Adrenalin) und dann hat der Autor noch drei Wälzer mit je ca. 1000 Seiten angeschlossen, die ich noch nicht gelesen habe. Zwei davon sind schon auf Deutsch erschienen und obwohl mich so dicke Wälzer immer ein bisschen abschrecken, steht fest, dass Greg Iles so spannend schreibt, dass ich die ganz sicher lesen werde.
      Ich bin gespannt, ob Du mal wieder zu einem Buch dieses Autors greifst.
      LG Gabi

      • Buchbahnhof 01/10/2017 20:29

        Hu… so dicke Wälzer sprechen mich auch immer ab. Da werde ich also vielleicht eher nicht zugreifen. Aber er hat zum Glück ja auch Bücher geschrieben, die eine humane Anzahl an Seiten haben.
        LG
        Yvonne

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