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Rette Dich! von Jamie Freveletti – Emma Calderidge #4

Darum geht’s:

Chemikerin Emma Calderidge will sich in der Nähe der karibischen Luxusinsel Terra Cay nur nach seltenen Mineralien umsehen, die sie in ihrem Labor für die Kosmetikindustrie nutzbar machen möchte. Doch sie scheint vom Pech verfolgt. Um sie herum breitet sich eine unheimliche Schlafkrankheit aus, sie wird mit Voodoo-Ritualen bedacht, von einem Zombie mit Machete verfolgt, und dort, wo sie die Mineralien vermutet, verängstigt ein angebliches Seeungeheuer die Einheimischen. Der Rockstar Richard Carrow, der auf Terra Cay sein neues Album produzieren will, findet Interesse daran, sie tatkräftig zu unterstützen.

So fand ich’s:  

Okay, mit einem durchdachten, raffinierten Plot und feinsinniger Erzählkunst darf man hier nicht rechnen. Jamie Frevelettis Thriller sind reines Actionkino und die Heldin Emma Calderidge passt genau ins Bild eines coolen weiblichen James Bond, die sich alles zutraut und vieles kann. Dabei kommt sie sympathisch und überhaupt nicht angeberisch rüber, sie wirkt eher sachlich, gelassen und kompetent.

Es wird viel gerannt, geschossen, geflüchtet und gekämpft. Von der ersten Seite an ist man mittendrin im Geschehen. Die eigentliche Problematik besteht darin, dass die Mineralien, die Emma für ihre Kosmetik nutzen will, auch erfinderische Waffenhändler für eine Waffe, die durch Metalldetektoren nicht zu erfassen ist, brauchen können. Außerdem scheinen sich Emma, ihr Partner/Freund/Geliebter/Wasauchimmer Cameron Sumner und ihr gemeinsamer gelegentlicher Arbeitgeber, die Sicherheitsfirma Darkview, in Verbrecherkreisen eine Menge Freinde angesammelt zu haben. Überhaupt kennen sich die Beteiligten allesamt, als wären auf diesem Globus nur 15 Leute unterwegs. Leider wird zu oft der Zufall bemüht und so wirkt die sowieso schon dürftige Handlung noch mehr an den Haaren herbeigezogen. Daran sollte man sich nicht stören, sonst wird einem das Lesevergnügen verdorben. Wer aber wie ich auch gerne mal in einen Ballerfilm geht, bei dem es keine Zeit zum Durchschnaufen gibt und einem ständig etwas um die Ohren fliegt, der wird hier mit der immerhin schon 4. Buchvariante wieder seinen Spaß haben. Ich wurde auf anspruchslose, schnell verdauliche Weise großartig unterhalten.

Es ist zwar nicht nötig, die Chronologie der Serie unbedingt einzuhalten, da Emmas Abenteuer in sich abgeschlossen sind, aber da Emma Bekanntschaften macht, die in späteren Bänden wieder auftauchen, empfehle ich trotzdem, in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Mehr dazu:

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:

Lauf

Flieh

Emmas Angst

Rette Dich!


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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