Wilbury Lane – Lavender & Richard von Jessica Graves

Darum geht’s:

Richard ist nach dem Tod seiner Frau mit seinem kleinen Sohn Timmy nach Bloomsville zurückgekehrt, um in der Nähe seiner Eltern nochmal neu anzufangen. Die Trauer hält ihn noch fest, genauso wie Timmy. Richard möchte ihn nicht alleine auf Klassenfahrt schicken und fährt selbst als Begleitperson mit. Das schafft Gelegenheiten, um einen näheren Blick auf den niedlichen Lehrer Lavender zu werfen, der ebenfalls mitfährt.

So fand ich’s:

Die Historie der unglücklichen Liebe zwischen Sir Humphrey, dem 8. Baronet of Wilbury, und seinem Butler Benjamin Barrow hat dem Schloss und der Wilbury Lane eine gewisse Bekanntheit und den Ruf eines queeren Zentrums beschert. Überall blüht die berühmte Wilbury Rose und sorgt für Touristenschwärme. Im Herbst ist das Rosenfest im Ort und auf Wilbury Hall ein großes Ereignis. Dieses gemeinsame Setting verbindet sechs gay Liebesgeschichten aus den Federn von 5 Autorinnen und einem Autor. Auch wenn die Bücher unabhängige Geschichten erzählen, leben doch alle 12 Männer im gleichen Ort und kennen sich mehr oder weniger gut. Man kann die Geschichten unabhängig voneinander lesen, trifft aber die Protagonisten der anderen Romane teilweise als Nebenfiguren, was eine lose Verbindung der Bücher schafft.

Richard liebt seinen Beruf als Glasbläser, doch seit seine geliebte Frau Josie gestorben ist, will ihm nichts mehr gelingen, er ist wie gelähmt und kann keine fragile Glaskunst hervorbringen. Und obwohl die weiblichen Singles an ihm interessiert sind, ist ihm nicht nach flirten. Bis er dem Lehrer Lavender über den Weg läuft und die Schmetterlinge in seinem Bauch anfangen zu flattern. Auch wenn er sich bisher für hetero hielt, kann er dem sanften, freundlichen Mann mit den lavendelfarbenen Haaren nicht widerstehen.

Lavender kleidet sich in Pastell und scheint auf seine zurückhaltende Art beliebt zu sein. Doch wenn man genauer hinsieht, bemerkt man, dass er einiges zurückhält. Er hat eine schmerzhafte Vergangenheit hinter sich gelassen – oder nein, abgehakt ist das noch lange nicht, denn die Folgen davon spürt man immer noch. Er hat keine gute Meinung von sich selbst und glaubt, Glück nicht verdient zu haben. Bei Richard, der beziehungserfahren und sozial kompetent ist, findet er Sicherheit und Ruhe.

Wie Lavender es ausdrückt, hat er selbst Angst und Richard ist nicht bereit. Und dann gibt es auch noch den Sportlehrer Bill, der genau weiß, wie er Lavender rumkriegen kann.

Das sind ziemlich schlechte Voraussetzungen dafür, ein Paar zu werden. Weil man aber schnell spürt, dass Richard und Lavender eine Verbindung haben, eine Nähe zueinander, die sie beim anderen entspannen und sich wohlfühlen lässt, bleibt man doch optimistisch, dass sie ihre Schwierigkeiten überwinden können. Ich mochte beide Männer von Anfang an genauso wie ihren Umgang miteinander. Richard hat eine innere Stärke, von der Lavender profitiert und Lavender lockt Richard ohne ihn zu bedrängen und lässt ihn in seinem eigenen Tempo sein neu entdecktes Interesse an Männern oder genauer gesagt nur an Lavender kennenlernen.

Auch Lavender und Richard bewegen sich in den Kreisen in Bloomsville, die man schon aus den anderen Bänden der “Wilbury Lane” kennt. Sie sind mir genau wie Richards Mutter Agnes und sein Sohn Timmy schon öfter über den Weg gelaufen. Inzwischen fühle ich mich sehr wohl in der Wilbury Lane und nach den vier gelungenen Episoden um schwule oder bisexuelle Protagonisten, freue ich mich total auf die zwei Episoden, die noch vor mir liegen!

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

Die Serie in Reihenfolge des Erscheinens (die Lesereihenfolge ist beliebig):
Carl & Maxwell von Karo Stein
Oakley & Seth von Elisa Schwarz
Declan & Ethan von Lili B. Wilms
Lavender & Richard von Jessica Graves
Raymond & Anson von Tomke Jantzen
Liam & Nathan von Adrian Schönknecht


Herzlichen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar

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Titel: Lavender & Richard
Autor/in: Jessica Graves
ISBN / ASIN:
‎ B0FP5C9G9G
Sprache:
Deutsch
Genre: Gay Romance
Serie: Wilbury Lane
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsjahr:
2025
Medium:
eBook
Seitenzahl: 302
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Homepage von Jessica Graves

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