Raub in der Wiener Werkstätte von Beate Maly – Liliane Feigl und Max von Krause #3

Darum geht’s:

In Wien gibt es eine Einbruchsserie mit Schmuckdiebstählen bei wohlhabenden Leuten, die die Stadt in Atem hält. Als ein Einbruch schief geht und die Hausherrin ermordet wird, bekommt Max von Krause diesen Fall auf den Tisch. Lili Feigl möchte sich am liebsten von der Polizei fernhalten, doch ihr krimineller Exfreund will sie in dubiose Schmuckgeschäfte mit hineinziehen und der Fotograf Tugend schickt sie auf einen Botengang ausgerechnet zur Polizei.

So fand ich’s:

Ich mag die Atmosphäre, die Gegensätze von arm und reich, die österreichischen bzw. Wiener Begriffe, die genau in der richtigen Menge eingestreut werden. Was Frau Maly schreibt, liest sich immer flott und flockig locker, das war auch hier wieder so.

Es gab aber auch einige Aspekte, mit denen ich in diesem Band nicht so glücklich war. Lili und Max haben eigentlich kaum etwas miteinander zu tun. Sie gehen unabhängig voneinander ihren Spuren nach und treffen auch kaum aufeinander. Von gemeinsamen Ermittlungen und dem Zusammenwerfen ihrer Erkenntnisse, die sie aus ihren unterschiedlichen Quellen bekommen, kann keine Rede sein. Auch die Bekanntschaft der beiden entwickelt sich nicht wirklich weiter.

Max von Krause geht gesellschaftlichen Verpflichtungen nach und bekommt durch Klatsch und Tratsch und bei ihm aufgezwungenen Soirees schon den halben Fall gelöst. Frau Maly macht es ihm hier viel zu leicht.

Und sich selbst macht sie es hier auch zu leicht, denn viele Bestandteile der Handlung kenne ich schon aus anderen Büchern der Autorin oder gar von anderen AutorInnen oder es sind “Standards”, auf die man immer wieder trifft. Einmal munter durchgemischt und neu zusammengefügt und schon ist “Raub in der Wiener Werkstätte” konzipiert – so hatte ich das Gefühl.

Wäre das der erste historische Krimi, den ich je gelesen hätte, dann hätte ich das Buch besser bewertet. So fand ich die Handlung zu beliebig, es fehlte eine unerwartete Facette. Dass noch die eine oder andere Erpressung mit eingeflochten wurde, hat den Fall etwas undurchsichtiger, aber nicht wirklich interessanter gemacht.

Leider muss ich sagen, dass “Raub in der Wiener Werkstätte” für mich nur ein durchschnittliches Lesevergnügen war. Ich hoffe, es kommen wieder Bücher von Frau Maly, die sich etwas inspirierter lesen lassen, denn dieses Buch war nur okay.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:
Mord in der Wiener Werkstätte
Gold aus der Wiener Werkstätte
Raub in der Wiener Werkstätte

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Titel: Raub in der Wiener Werkstätte
Autor/in: Beate Maly
ISBN / ASIN:

Sprache:
Deutsch
Genre: Historische Cosy Crime
Serie: Liliane Feigl und Max von Krause #3
Verlag: emons
Erscheinungsjahr:
2026
Medium:
eBook
Seitenzahl Print: 256
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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