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[Aktion] #LoveAroundTheWorld

Das ist ja mal eine tolle Aktion, bei der ich sehr gerne mitmache!

Saskia vom Blog Life with Saskia hatte die Idee zu dieser Challenge, in der es darum geht, einen Beitrag zum Thema “Liebe / Liebe verbreiten” zu schreiben. Wie man das Thema angeht, ob durch eine Liebeserklärung in irgend einer Form an konkrete Personen, durch eine Aktion (beispielsweise kostenlose Umarmungen in der Fußgängerzone anzubieten finde ich ja immer klasse, aber das ist sowas von überhaupt nicht mein Ding ), ein paar theoretische Überlegungen zum Thema oder einem ganz anderen Ansatz, bleibt einem komplett selbst überlassen. Und dieser Aufruf ging grundsätzlich an alle und in jeder Form, was ich auch gerne noch einmal wiederhole. Saskia schreibt in ihrem Blogbeitrag:

Auch Nicht-Blogger können Liebe verteilen, schreibt einen Brief an eine Person, die euch wichtig ist, meldet euch bei einer alten, alten Freundin, tut etwas Gutes. Bringt andere Menschen zum Lächeln. Ein süßer Kommentar unter gelesenen Beiträgen ist übrigens auch immer schön zu lesen.

Da kann sich jeder sicher auch im Kleinen und Privaten vornehmen, ein paar nette Gesten zu verteilen.

Janna und Kerstin von Kejas Blogbuch haben bei dem Gedanken, mit wem sie (auch aber nicht nur) online auf einer Wellenlänge sind und auch zusammen lachen und weinen können, unter anderem an mich gedacht und darüber habe ich mich total gefreut. So ganz kann ich es gar nicht mehr rekonstruieren, wie sich diese super nette Truppe zusammengefunden hat, aber nach einem ersten Beschnuppern war klar, bei uns passt es! Deshalb gebe ich gerne diese virtuelle Umarmung nicht nur an Kerstin und Janna zurück, sondern auch an alle, die die beiden in ihrem eigenen Blogbeitrag zum Thema aufgelistet haben. Wie wundervoll, dass man sich auch auf diesem Wege kennenlernen und eine echte Freundschaft aufbauen kann!

Ein Beitrag zum Thema Liebe / Liebe verbreiten ist natürlich eine Steilvorlage für jemanden wie mich, die mindestens die Hälfte ihres Blogs dafür verwendet, über Bücher zum Thema gleichgeschlechtliche Liebe zu berichten. Ich habe es schon mehrfach erzählt, dass ich eigentlich aus Zufall auf dieses Genre gestoßen bin und relativ schnell dort hängen geblieben bin, weil ich merkte, dass es viel mehr zu bieten hat, als man oberflächlich glaubt.

Klar mag ich Happy Ends und die vielfältigen Settings und Situationen quer durch alle Genres, in denen diese Geschichten angesiedelt sind und auch wenn es erotisch wird oder mal ganz deutlich gesagt, wenn es explizite Sexszenen gibt, gehört das für mich durchaus dazu. Außerdem mag ich die Freiheit, das Miteinander bei Partnern gleichen Geschlechts je nach Charakter und Vorlieben völlig frei zu definieren und nicht an althergebrachten Geschlechterrollen zu kleben, die sowieso längst über Bord geworfen gehören.

Aber fast schon ohne es zu merken, wurde ich auch mit Problemen der Schwulen und Lesben konfrontiert. Jeder frisch Verliebte möchte doch am liebsten seine Gefühle der ganzen Welt mitteilen und sein Glück herausschreien. Doch wenn man jemanden liebt, der das gleiche Geschlecht hat wie man selbst, muss man mit Anfeindungen rechnen, mit Unverständnis, Gewalt, Verlust von Familie oder Arbeitsplatz, und in manchen Ländern wird das sogar mit Gefängnis oder schlimmstenfalls sogar der Todesstrafe bedroht. Wohl gemerkt, wir sprechen hier davon, dass zwei erwachsene Menschen einander lieben und nicht davon, irgend ein Verbrechen begangen zu haben.

Diese Ungerechtigkeit widerstrebt mir so, dass ich mich nun zwar nicht gerade zum Vorkämpfer der Schwulen/Lesben-Rechte entwickelt habe, aber dass ich doch auch durch meine Buchvorstellungen und die Geschichten, die dahinter stecken, erreichen möchte, dass jede Variante von Liebe als das Positive und Selbstverständliche angesehen wird, das es auch ist.

Und irgendwann habe ich entdeckt, dass diese Thematik mit schwul und lesbisch alleine nicht ausreichend umrissen ist. Inzwischen gibt es die Abkürzung LGBTQIA für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, queere, intersexuelle und asexuelle Menschen, was schon einen kleinen Überblick darüber verschafft, wie variantenreich die menschliche Natur in ihrem eigenen Geschlechterverständnis oder der sexuellen Orientierung gegenüber dem Partnergeschlecht ist.

Und – damit komme ich zurück auf das Thema Liebe – im Normalfall wird es diesen Menschen eher schwer gemacht, sich selbst oder ihren Partner offen zu lieben, so wie sie eben sind.

Leider bekommt alles, was über das Thema schwul hinausgeht, auch hier bei mir noch zu wenig Raum, was ich aber ändern möchte. Ich finde, so persönliche Einblicke und berührende Biografien wie “Helga: Als es noch keine Worte dafür gab” von Sabine Weigand sollte einfach jeder gelesen haben. Wie schwer es manchem Menschen von der Natur und der Umwelt gemacht wird, sich selbst zu lieben, was für die meisten von uns eine Selbstverständlichkeit ist, über die wir nicht groß nachdenken, das lässt einen nicht kalt. Was für eine schöne Möglichkeit, über das Medium Bücher Einblicke zu bekommen und eine kleine Idee, welche Erfahrungen manche Menschen machen müssen, die über den eigenen kleinen Horizont hinausgehen.

 

Und deshalb feiere ich hier auch alle Blogger, die genauso wie ich mit viel Freude Bücher (auch oder ausschließlich) zum Thema “Liebe in allen Varianten” vorstellen und für Toleranz, Aufgeschlossenheit und gegenseitiges Akzeptieren stehen (ich hoffe, ich hab niemanden vergessen, ansonsten bitte unbedingt auch angesprochen fühlen und wer sich bei mir meldet, wird in der Liste ergänzt!):

Buchbahnhof
Buchfresserchen
Die Welt der Gedanken
El Ma liest
Gaylesen
Mikka liest das Leben

Sabrinas Welt der Bücher
Schnuffelchens Bücher
Ulla liebt Bücher
Mikku-chan

Ich würde mich freuen, wenn jemand von diesen Bloggern Lust hätte, diese Aktion aufzugreifen und ebenfalls ein bisschen Liebe zu verbreiten. Natürlich kann auch jeder andere einsteigen und mitmachen.

 

 


Ganz fix noch die Regeln von Saskias Aktion:

-Erkläre ganz kurz, was mit der „LoveAroundTheWorld Challenge“ bezweckt werden soll

-Saskias Header/ Banner darf gerne verwendet werden, aber Eigenkreationen sind natürlich auch gerne gesehen

-verbreite Liebe!

-nominiere 7 Menschen (wenn du magst auch mehr…)

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kaisuschreibt

Traurig, dass Thema immer noch so extrem auf Ekel und Hass trifft :( Ich habe Freunde, die schwul/bi/lesbisch sind und kenne daher einige Einblicke in ihre Welten. Auf Arbeit beteiligen wir uns seit gut über einem Jahr am lokalen CSD Verein und hängen 1x im Jahr die Regenbogenflagge ans Hotel – da aktuell 2 Wochen Pride Week stattfinden (Ende der Woche ist der Umzug in der Stadt) hängt die Flagge auch 2 Wochen an der Fassade ;)
Zu dem negativen beispiel: Am Empfang stehen Armbänder, die man für 2€ Spende erwerben kann. Es gibt die, die sofort dabei sind (wir werben nicht aktiv dafür, aber die Bänder sind deutlich sichtbar) und dann die Skeptiker sowie neugierigen Kindern, die oft von ihren Eltern mit einem “Ekelblick” nach erkennen der Aktion dezent weggezogen werden…Schlimm

So nun aber zu Büchern!
Ich nehme mir schon seit EEeeewigkeiten vor ein Buch aus der Sparte zu lesen, der nicht zur Love Sparte gehört. Hast du da Tipps? Abgesehen von dem Biografie Tipp oben? Also wirklich Romane, wo eben 2 Frauen oder 2 Männer agieren? Und mit der Realität in ihrem Leben umgehen müssen? :D (hoffe du verstehst meine Frage)

Grüüüße
Christin :3

Janna | KeJas-BlogBuch

Einfach nur ein Haaach <3 Wundervoll geschrieben und besonders dein Augenmerk bezüglich Homosexualität, Transgender & allen bunten Facetten dessen in diesem Beitrag aufzugreifen ist wundervoll!

Fühl dich gedrückt! :-*

Immer wieder frage ich mich – und das seit mindestens 40 Jahren – was manche Leute nur für Probleme mit homosexuellen oder transsexuellen Menschen haben. Ich begreife es nicht. Was in aller Welt geht es mich an, was andere Leute in ihren Betten treiben oder in ihren Hosen/Kleidern für Geschlechtsorgane spazierenführen. Mir wird doch nichts weggenommen, ich muss nichts erleiden, also was für ein Gott-verdammtes Problem haben diese Leute. Es ist wichtig, immer wieder klarzustellen, dass die Toleranz und Akzeptanz wichtig für uns alle ist. Jeder ist irgendwie oder irgendwo “anders” als die Masse und jede/r sollte sich darauf verlassen können, dass das dann auch okay ist. Das ist eine Stärke unserer Gesellschaft, offen zu sein, keine Schwäche. Heterogenität brauchen nur Dumme, damit sie ihre kleine Welt überblicken können.
Danke für deine Beiträge, Gabi. <3

Hallo liebe Gabi,
zuerst eine dolle virtuelle Umarmung und dann danke für den sehr gelungenen Beitrag. Warum ist es für viele nur immer so schwer etwas zu akzeptieren das doch das normalste auf der Welt ist – Liebe? Es muss ja keiner nachmachen aber man kann es doch einfach annehmen. Ich habe selbst ein paar sehr liebenswerte Bekannte die gleichgeschlechtlich lieben und leben und ich muss immer wieder erkennen, daß genau diese Menschen so ehrlich und herzlich sind ohne Vorurteile über andere und mit anderen sprechen. Ich hoffe so sehr das irgendwann mal Platz in den Köpfen derer ist die das nicht akzeptieren. Wir sind alle bunt und das ist viel schöner als eintönige Tristesse.
Ganz liebe Grüße
Kerstin

Hallo Gabi,
was für ein wundervoller Beitrag! So schön geschrieben, ehrlich und wertschätzend.
Ich verstehe nicht, warum es auch heute noch so schwierig für einige Menschen ist, zu akzeptieren, dass nicht jeder in das “Mutter-Vater-2-Kinder-Schema” passt, sondern dass auch Liebe zwischen zwei Frauen oder zwei Männern etwas “Normales” ist. Vielleicht kommen wir ja irgendwann nochmal da hin, dass jeder so leben darf, wie er oder sie möchte. Hoffen wir das Beste.
Danke, dass du mich verlinkst hast. Ich freue mich sehr.
LG
Yvonne

Hallo Gabi,

vielen Dank, dass du mich in die Liste aufgenommen hast und auch Danke, dass du mich a Challenge aufmerksam gemacht hast.

Ich habe ähnliche Erfahrungen wie du gemacht, als ich angefangen habe, Gay Romance zu lesen.

Meinen Post findet man hier: https://mikkuchan.wordpress.com/2017/08/16/featurelovearoundtheworld-challenge/
Er ist in englisch geschrieben, da mein Blog international ausgerichtet ist. :) Als kleiner Hinweis für andere Leser. :)

Für mich ist Liebe Liebe, egal, welchen Geschlecht man angehört und es sollte eigentlich selbstverständlich sein. Doch leider ist die Akzeptanz noch nicht da und es ist noch ein weiter Weg zu einer Gesellschaft, in der das Lieben einer gleichgeschlechtlichen Person nicht als etwas “abnormes” angesehen wird, in der keine Debatten geführt werden müssen, auf welche Toiletten Menschen zu gehen haben und was “konform” ist.
Es sollte stets der Mensch und die Persönlichkeit im Vordergrund stehen. Nicht ein “Label”.

Vielen Dank, für deinen Blog, das Taggen/Nennen und dass du Liebe und Leidenschaft über eines der schönsten Hobbies überhaupt verbreitest. :)

Fühl dich umarmt,
Isabella (Mikku-chan)

Liebe Gabi,

ich finde deinen Text ganz einfach toll. Eine super Idee, #LoveAroundTheWorld mit dem Thema LGBT+ (sorry, dass ich das so schreibe, aber bei der längeren Variante komme ich mit den Buchstaben ein wenig durcheinander) zu verbinden.

Da ich selbst in meiner Familie einen schwulen Cousin habe (den ich zwar wegen der Entfernung nicht so oft sehe, aber das egal), bekomme ich doch immer wieder mit, wie schwer einem das Leben gemacht wird. Sein Freund und er dürfen beispielsweise keine Jungs als Pflegekinder aufnehmen, nur Mädchen. Wie traurig ist das bitte? Als ob Schwul sein auf Kinder abfärben könnte …

Trotzdem bin ich froh, dass unsere Gesellschaft in den letzten Jahren in dieser Hinsicht bereits Fortschritte gemacht hat, aber es gibt – genau wie in Sachen Emanzipation – noch immer viel zu tun.

Liebe Grüße
Ascari

Sakura

Liebe Gabi,

ganz vielen lieben Dank für die Erwähnung meines Blogs, ich fühle mich geehrt.
Dein Beitrag ist super schön geworden und ich kann mich eigentlich allem was du gesagt hast bedenkenlos anschließen.
Du hast recht die Liebe kann man nicht, in all den Formen in denen sie vorkommen kann, völlig umreißen, du hast aber schoneinmal einen tollen Anfang gemacht.
Da diese Aktion zeitlich nicht begrenzt ist werde ich da auf alle Fälle mit machen. Allerdings dauert das, da ich im Moment noch so vieles anderes machen muss, aber zu der Aktion wird es im September bei mir auch einen Post geben. Ich möchste aber auf jeden Fall noch länger darüber nachdenken was ich schreibe, da das Thema ja wirklich riesig ist.
Nochmals vielen Dank, auch für deine lieben Kommentare auf meinem Blog, darüber habe ich mich sehr gefreut.

LG
Jenny (Sakura)