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Colorado Wild von Sara York (englisch) – Colorado Heat #1

Darum geht’s:

Die Wild Bluff Ranch ist das Hauptquartier einer geheimen Spezialeinheit, die offiziell nicht existiert und Aufträge annimmt, die für CIA oder Militär nicht geeignet sind. Sie beseitigen Verbrecher, die sich vor dem Gesetz nicht verantworten müssen. Zwischen ihren Aufträgen arbeiten sie als Cowboys auf der Ranch.

Als Tucker bei einem Einsatz verletzt wird, dreht Billy plötzlich durch. Sobald Tucker wieder zuhause ist, küsst ihn Billy und gesteht ihm seine Gefühle, was den verblüfften Tucker erst einmal in die Flucht treibt.

Roger, der Neue, spürt sofort, dass zwischen ihm und Grant die Funken fliegen. Doch der Tod von Rogers Partner ist noch kein Jahr her und auch Grant knabbert noch daran, dass ihn Craig ohne Erklärung einfach verlassen hat. War ihre Beziehung die ganze Zeit eine Lüge?

So fand ich’s: 

Diese Geschichte hatte schon was.

Vielleicht war es die Kombination von Teilzeit-Cowboys und geheimnisvoller Under-Cover-Spezialeinheit, die Verbrecher zur Strecke bringt, die dem Gesetz durch die Maschen geschlüpft sind? Beide Aspekte kamen für meinen Geschmack aber ein bisschen zu kurz, blieben zu oberflächlich.

Vielleicht lag es an der Auswahl durchweg heisser und sexy Männer? Mit Billy, Tucker, Grant, Roger, Marshal, Zander, Mike und James, dem ausgestiegenen Craig und dem väterlichen Chef Duff war mir die Auswahl fast ein bisschen zu groß. Besonders, weil gerade nicht der Schwerpunkt auf einem Paar lag, sondern sich zwei Parallelgeschichten zwischen Roger und Grant und zwischen Billy und Tucker die Haupt-Aufmerksamkeit teilten und zumindest Zander, Marshal und James auch ihren Anteil an eigenen Problemen in die Runde warfen. Außerdem neigte die Autorin dazu, öfter mal die Perspektive zu wechseln – wenn es ihr gerade mal einfiel sogar mitten im Satz. Da war ich mir nicht immer sicher, wen sie gerade mit “he” meinte. Und sie war sich wohl auch nicht immer ganz klar darüber, denn mindestens zweimal verwechselte sie die Namen und ich kam völlig raus, wer nun mit wem über wen sprach.

Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, wie es denn kommt, dass eine Spezialtruppe, die nach wirklich völlig anderen Kriterien ausgesucht wurde, so gut wie komplett schwul oder zumindest nicht ganz uninteressiert an Männern ist. Dafür wurde mir keinerlei Erklärung angeboten (diese Tatsache wurde nicht thematisiert, ausser dass der Chef Duff sich auch darüber wundert) und dadurch bekam das Ganze einen sehr konstruierten und unrealistischen Touch. Bei der Ansammlung von Testosteron habe ich auch die Machos vermisst. Alle waren sensibel und verständnisvoll, selbst die Heteros haben ständig mit den anderen gekuschelt oder (Gott bewahre, was ist das denn?) geredet.

Mir hätte es wesentlich besser gefallen, wenn man mindestens zwei Bände aus dem gemacht hätte, was da inhaltlich abgehandelt wurde, und dafür ein bisschen mehr ins Detail und in die Tiefe gegangen wäre. Manches ging mir gerade auf der zwischenmenschlichen Ebene zu schnell. Obwohl das leicht lesbare, lockere Unterhaltung war, haben mich einfach zu viele Sachen gestört, so dass ich am Ende doch froh war, dass ich nur den Schnäppchenpreis von 0,73 € für das immerhin 220 Seiten starke eBook ausgegeben habe. Nun ist mein Blick auf die Fortsetzung “Colorado Wild” gefallen und ich überlege, ob ich Lust habe, herauszufinden, ob die Autorin es im 2. Band besser macht.


[Werbung] Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Autorenhomepage

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