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Marionette des Teufels von Dagmar Isabell Schmidbauer – Franziska Steinbacher #1

Fall 1 für die Passauer Mordkommission

Darum geht’s:

Hauptkommissar Brauser steht kurz vor seiner Pensionierung und scheint schon nicht mehr richtig bei der Sache zu sein. Deshalb überlässt er es auch seiner jüngeren Kollegin Franziska Steinbacher, den Mord an der bekannten Passauer Opernsängerin Sophia Weberknecht aufzuklären und sich mit dem Ensemble des Opernhauses zu beschäftigen. Für ihn bleibt ja noch der vermeintlich einfachere Fall Klaus Wallenstein, dessen Leiche mit zerschossenem Gesicht in seinem Auto gefunden wurde. Dass auch seine eigene Frau Geheimnisse vor ihm hat, ahnt er nicht.

So hat’ s mir gefallen:

Mit 537 Seiten ist „Marionette des Teufels“ für einen Krimi doch überdurchschnittlich lang. Deshalb war auch genug Raum für eine ausführlichere Erzählung als man von Krimis gewohnt ist. Dadurch ergibt sich besonders in der ersten Hälfte des Krimis eine fast schon zu gemächliche Gangart, bis dann die Spannung greift und man wissen will, wie sich das kriminalistische Verwirrspiel auflöst.

Durch die vielen liebevoll eingestreuten Details werden die Personen lebendig dargestellt, mit ihren Stärken und Schwächen unverwechselbar charakterisiert. Im Gegensatz zu manch anderem Krimi fiel es mir hier überhaupt nicht schwer, die Beteiligten auseinanderzuhalten und ihre Motive zu verstehen.

Die beiden Mordermittlungen gestalten sich schwierig. Verschiedene Hinweise, die in einer Sackgasse enden, neue Indizien und Ansatzpunkte, die parallel weiter verfolgt werden, und die Überlegungen der Polizisten laden den Leser zum Mitraten ein. Dieser Krimi, bei dem man nicht von vorneherein weiß, wer der Mörder ist und auch das Motiv erst nach und nach erfährt, ist in dieser Beziehung ganz nach meinem Geschmack.

Es handelt sich hier nicht um einen typischen Regional-Krimi, der davon lebt, dass man die Örtlichkeiten kennt. Passau wird einem zwar als Kulisse für die Handlung vorgestellt und man bekommt durchaus Lust, sich die Stadt mal selbst anzusehen, aber ein Schwerpunkt des Buches liegt hier nicht.

Hauptkommissar Brauser verabschiedet sich in den Ruhestand und man kann miterleben, wie seine junge Kollegin Franziska Steinbacher im Laufe der Ermittlungen die das Ruder an sich reißt. Damit ist die Grundlage gelegt für die Fortsetzungen, in denen Franziska Steinbacher die Hauptermittlerin ist.

Mehr dazu:

Die Reihenfolge dieser Serie:

Marionette des Teufels

Der Tote vom Oberhaus

Und dann kam das Wasser 

Todesfalle Campus


[Werbung] Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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