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Die schwarze Dame von Andreas Gruber – Peter Hogart #1

Darum geht's:

Peter Hogart kommt nach Prag, weil hier seine Kollegin spurlos verschwunden ist, als sie in einem Fall von möglichem Versicherungsbetrug ermittelt hat. Er vollzieht ihre Ermittlungen nach, gerät an eine Unterweltgröße, schließt Bekanntschaft mit einer Privatdetektivin und steckt seine Nase in eine mysteriöse Mordserie.

So fand ich's:

Andreas Gruber ist einer meiner Lieblingsautoren und die Reihe um Peter Hogart steht schon sehr lange auf meiner Leseliste. Da Ende September der dritte Teil mit diesem Ermittler erscheint, war nun die perfekte Gelegenheit, im Vorfeld endlich den ersten und zweiten Band anzupacken. Erschienen ist "Die schwarze Dame" schon 2007, ich habe aber die Neuausgabe von 2017 gelesen.

Der Auftaktband der Serie um Peter Hogart "Die schwarze Dame" spielt in Prag im kalten, verregneten Herbst. Die alte Stadt und die Jahreszeit schaffen eine ganz eigene Atmosphäre, die die bekannten Sehenswürdigkeiten Prags mit düsteren, unheimlichen Gässchen kombinieren, den häufigen Nebel, der über die Moldau zieht und Hogarts Gefühl, verfolgt zu werden. Man könnte fast sagen, die Stadt und ihr Ambiente waren nicht nur Schauplatz, sondern nahmen aktiv an der Handlung teil. Trotz der Hitzewelle war ich ganz dabei im nasskalten Herbst und musste frösteln, so nah war ich den Figuren.

Peter Hogart ist kein junger, unbesonnener Mann, sondern schon ein bisschen älter - das nutzt er aber zu seinem Vorteil, denn die vielen Jahre Erfahrung als Ermittler kann ihm keiner nehmen, die Routine und dass er schon sehr viel erlebt hat, machen ihn zu einem guten Beobachter, cleveren Kombinierer und Menschenkenner. Dass ihn ab und zu sein Rücken plagt, fand er zwar lästig, mir hat es aber gefallen. So konnte sich gar kein Image eines unverwundbaren Supermannes entwickeln, sondern er bleibt immer unperfekt und menschlich.

Die taffe Privatdetektivin Ivona ist sehr weiblich, clever und eine starke Persönlichkeit. Nicht nur Hogart fand sie faszinierend, sondern mir hat sich auch imponiert und war mir sehr sympathisch. Was Hogart über die speziellen "Prager Verhältnisse" nicht weiß, ergänzt sie kundig, setzt ihre guten Verbindungen ein und bewegt sich absolut auf Augenhöhe mit Hogart.

Es gibt eine ganze Reihe von Nebenfiguren, die wunderbar mit Leben gefüllt wurden und die sowieso schon dicht gewebte Handlung noch bereichern. Die Geschichte steckt voller Symbolik, die sehr gekonnt eingesetzt wird und selbst die Bösen sind so gut ausgeleuchtet, dass man die Motivation eines jeden nachvollziehen kann. Ein Wettlauf darum, die nächste Leiche zu verhindern, hält einen in Atem und was da aufgedeckt wird, lässt einen in menschliche Abgründe schauen.

Die Spannung steigert sich kontinuierlich und hat mich so gepackt wie schon lange nichts mehr - so wie ich es von einem Buch aus der Feder von Andreas Gruber erwartet habe.

Natürlich liegt der nächste Band "Die Engelsmühle" hier schon bereit.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:

Die schwarze Dame
Die Engelsmühle
Die Knochennadel (erscheint 21.09.2020)

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Titel: Die schwarze Dame
Autor/in: Andreas Gruber
ISBN / ASIN:
978-3-641-22666-4
Sprache:
Deutsch
Genre: Thriller
Serie: Peter Hogart #1
Verlag:
Goldmann
Erscheinungsjahr:
2017
Medium:
eBook
Seitenzahl: 336
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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