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[Gänseblümchen der Woche] #127

Letzte Woche habe ich erzählt, dass meine Krankversicherung mir die Teilnahme an einer Patientenbegleitung angeboten hat, die speziell für psychisch kranke Menschen gedacht ist. Weil ich sehr genau weiß, dass einem der Papierkram sehr schwer fällt, oder alles, was zu organisieren ist, und zu entscheiden, was man als nächstes sinnvollerweise angeht, bin ich froh über dieses Angebot. Noch gab es kein Beratungsgespräch, das folgt nächste Woche, aber die Beraterin hat mich schon zwischendurch mal angerufen, weil sie ihre Termine durcheinander gebracht hat. Hmmm, nun hab ich leichte Bedenken, ob mir die Dame bei der Organisation und Strukturierung meines Lebens irgendwie hilfreich sein kann ;-) Okay, es ist zu früh, jetzt schon ein Urteil zu fällen, aber ich musste schmunzeln.

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Ich war nach langer Zeit mal wieder im Kino. Der neue Tarantino-Film “Once upon a Time in Hollywood” stand auf dem Plan. Wir wurden zurückkatapultiert und die 1960er Jahre, ins Filmgeschäft, zu den Hippies. Die Story fand ich klasse, mit subtilen Andeutungen und Überschneidungen zum wirklichen Leben (da geht es auch um Roman Polanski und seine Frau Sharon Tate und es ist sehr hilfreich, wenn man deren Geschichte kennt, bevor man sich den Film ansieht). Ein grandioser Soundtrack, Brad Pitt oben ohne (ja, sehenswert) und ein Leo di Caprio, der um sein Leben schauspielert.

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Die Käsekuchentherapie fand wieder im üblichen Cafe statt, nachdem dort vorher zwei Wochen urlaubsbedingt geschlossen war. Die Gruppe, die sich inzwischen dort trifft, ist schon sehr groß geworden. Aber bald wird der eine oder die andere wieder anfangen zu arbeiten und die Vormittagsrunde sich alleine deshalb schon dezimieren. Außerdem hat nicht immer jeder Zeit und wir wechseln durch, wer da ist. Ich freue mich immer drauf und es ist auch wirklich angenehm, in vertrauter Runde zu plaudern. Mir sind die Leute echt ans Herz gewachsen.

Diesmal gab es Zwetschgen-Streusel-Käsekuchen und ich brauche ja wohl nicht extra zu betonen, dass auch der super lecker schmeckte.

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Die ganze Woche hat mich eine Sache beschäftigt, die an sich eigentlich kein Gänseblümchen wert ist. Ich habe ein paar Grundsätze im Umgang mit bestimmten Dingen, die ich mir sehr bewusst überlegt habe und ich muss mich auch oft darum bemühen, mich nicht davon abbringen zu lassen. Da kämpfen Vernunft und Sachlichkeit gegen gute Erziehung und Mitleid. Und wie in vielen Bereichen des Lebens ist es auch hier so, dass man durch Mitleid und den Mund halten dem anderen keinen Gefallen tut, wenn es den notwendigen Blick auf die Realität verstellt.

Für diese Ansicht habe ich im privaten Rahmen dicke Vorwürfe geerntet. Und noch viel mehr wurde bei anderen über mich geschimpft. Und mein Angebot, direkt miteinander und in Ruhe alles zu besprechen, wurde zwar angenommen, aber danach ist nichts mehr passiert. Kein Interessse, offensichtlich.

Und wieso das nun doch ein Gänseblümchen verdient hat? Weil ich bei dem ganzen Frust und Ärger doch gemerkt habe, dass diese Grundsätze, die ich mir bewusst und sorgfältig durchdacht zugelegt habe, genau die richtigen sind. Sie sind nun quasi auch noch sturmerprobt :-) Oder Tornado, wenn ich ehrlich bin. Das stärkt mich am Ende. Und das hat ein Gänsebümchen verdient.

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Welche schönen Momente haben Euch in dieser Woche ein Lächeln ins Gesicht gezaubert?

Die ursprüngliche Idee zum Gänseblümchen der Woche stammt von „Hoffnungsschein“ und ich hab die Aktion bei „Schattenwege“ entdeckt. Auf diesen Blog gibt es auch regelmäßig neue Beiträge zur Rubrik “Gänseblümchen”.

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Kuchän :D
Tarantino hab ich auch schon geschaut und war recht angetan von dem Film.
Vor allem die beiden Haupdarsteller, die ja quasi fast ihr eignes Leben gespielt haben XD