Menu

Buchiges

Gänseblümchen der Woche] #179 und einiges mehr

Meine letzten Gänseblümchen sind schon eine Weile her. Das lag daran, dass ich nicht viele positive Dinge gesehen habe, obwohl sie zweifelsfrei da waren. Und mir fehlte die Energie, mich hinzusetzen und einen vernünftig formulierten Beitrag daraus zu machen. Aber nun wird es Zeit, damit ich nicht alles vergesse, was mir dann doch in letzter Zeit Freude gemacht hat.

Für den September war eine Aufhübschung des Schlaf- und Arbeitszimmers geplant. Ich wollte den Raumtrenner durch ein Regal ersetzen, was viel mehr Stauraum bietet und ein paar kleine Schönheitsfehler an den Wänden beseitigen. Und was habe ich gemacht: Nix. Der September ist schon fast wieder vorbei und ich habe nur ein bisschen Chaos veranstaltet und den alten Raumtrenner teilweise abgebaut. Dafür hat die Küche ein neues Regal bekommen und einen Kaffeevollautomaten, der mir viel Freude macht. Das Schlaf-/Arbeitszimmer wird dann wohl das Projekt für Oktober ;-)

Im Zuge dieser Bemühungen um mehr Ordnung und Übersicht habe ich beschlossen, auch einiges auszusortieren. Einige gelesene Bücher habe ich schon weggegeben, die zwar schön zu lesen waren, abe sich nicht so in mein Herz gespielt haben, dass ich sie für immer behalten muss. Der offene Bücherschrank hier, das Cafe um die Ecke mit Büchertauschregal und die DM-Filiale, die für “Buch rettet Leben” sammeln, haben sich gefreut, Nachschub zu bekommen. Aber da geht noch mehr und meine Bücherregale (und vielleicht auch andere Schränke oder Regale) werden bestimmt noch mehr Luft bekommen.

~*~

Weil es im heißen August nicht viel Spaß machte, auf langen Spaziergängen durch die Hitze zu latschen, war mein Plan für September, täglich mindestens 8000 Schritte zu gehen. Geschafft habe ich das nicht an jedem Tag und der Durchschnitt, den ich ausgerechnet habe, beläuft sich auf 7.949 Schritte. Da muss ich an den letzten drei Septembertagen wohl noch ein paar Extrarunden drehen. Aber ich werde es bestimmt schaffen, tschakka!

~*~

Ich habe im Augenblick viel Losglück bei der Büchervergabe. Vorablesen hat mich für “Funkenmord”, den neuen Kluftinger-Roman aus dem Lostopf gezogen und vorgestern am #IndieAuthorDayDE habe ich bei einer Auslosung des Autors Hannes Niederhausen den selbstverlegten dystopischen Thriller “Sanitöter” gewonnen. Auch für schlechtes Wetter bin ich also sehr gut vorbereitet.

Ich finde es immer schade, dass an Verlosungen von unbekannteren Büchern so wenig Leute teilnehmen. Klar, ich bin auch nicht immer so experimentierfreudig, weil bekanntlich ein großer SUB auf Abbau wartet und eine dicke Leseliste existiert, die ebenfalls lockt. Aber ab und zu versuche ich doch, offen für Neues zu sein. Oft genug habe ich auf diese Weise echte Perlen entdeckt! Das verspreche ich mir zum Beispiel auch jedes Jahr von der tollen #IndieAuthorDayDE-Aktion und bin sehr neugierig darauf, “Sanitöter” zu lesen.

~*~

In letzter Zeit klappt es trotz Konzentrationsproblemen ziemlich gut mit dem Lesen. Das mag an der Bücherauswahl liegen, die im Moment einfach stimmt. Beim letzten Buch, der “Knochennadel” von Andreas Gruber, lag es aber auch definitiv daran, dass ich das in netter Gesellschaft gelesen habe. Natürlich schon jede für sich, aber wenn man nach einem gelesenen Abschnitt miteinander darüber spricht, welcher Spruch besonders passend war, wer als Täter in Frage kommt und welches Motiv die Person getrieben haben mag, warum sich die Polizei so idiotisch verhält und ähnliches, dann liest man schon mal viel aufmerksamer. Und freut sich darauf, sich im Detail austauschen zu können, schon bevor das Buch zu Ende gelesen ist.

Eingefangene Gedankenblitze

Meine Oma sagte immer “was sich be-zweit, das be-dritt sich auch”. Also gute Dinge oder auch Ärger tritt immer in Gruppen von drei auf. Und tatsächlich habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass das sehr oft stimmt. Wahrscheinlich hält man so lange die Augen auf, bis man drei passende Dinge gefunden hat und fühlt sich dann bestätigt *lach*.

Im Augenblick fängt eine meiner Schwestern wieder mal an “zu spinnen”. Genauso ein Nachbar hier aus dem Haus. Und nun warte ich auf Nummer drei der belastenden Dinge und hab ein ungutes Gefühl dabei. Ich bin nicht abergläubisch, aber bei dieser Dreier-Regel mache ich eine kleine Ausnahme. Liebe Leute, das kann ich echt nicht gebrauchen.

Hundebegegnungen

Ich hatte den Nachbarsjungen schon einige Mal erwähnt, der kein großer Freund von Hunden ist. Er hat Probleme damit, wenn Levi ihn vollsabbert und möchte zwar sehr gerne von Levi begrüßt werden, aber er streichelt ihn nur zögerlich zurück. Das liegt nicht an Levi, der den Jungen sehr mag, sondern ist auf Probleme (Hygienezwänge) des Jungen zurückzuführen. Levi schafft es aber immer wieder, das aufzulockern.

Kürzlich habe ich ihn alleine im Hof getroffen. Normalerweise sind die Mädchen schnell dabei, sich auf Levi zu stürzen und ihn zu vereinnahmen und der Junge hält sich im Hintergrund. Diesmal konnte er in seinem eigenen, etwas zögerlichen Tempo auf Levi zugehen. Er bekam die Leine und die beiden rannten zusammen über den Hof. Dann machten sie Zerrspiele mit der Leine. Levi ist nicht doof und fasst mit dem Maul da in der Nähe zu, wo man die Leine hält. Am Ende war die komplette Leine vollgesabbert, aber der Junge war so ins Spiel mit Levi vertieft und wollte natürlich auch beim Ziehen nicht nachgeben, dass er den Hundesabber ignoriert hat. Und am Ende war es auch schon egal, er hat Levi gestreichelt und geknuddelt, viel mehr als er das sonst macht.

Das führte zwar dazu, dass er seinen Roller nicht sofort wegräumen konnte, denn er hätte die Griffe ja mit Hundesabber “infiziert”, aber ich war schon so stolz auf Levi und den Jungen, dass ich mich nur gefreut habe. Über beide.

~*~

Eine der Nachbarmädels hat sich inzwischen mit Hundeerziehung beschäftigt. Mir ist aufgefallen, dass sie mit Levi sehr gekonnt, freundlich und konsequent umgeht und mit ihm im Spiel einige Kommandos übt, die ich mit Levi auch trainiere. Als ich sie darauf angesprochen habe, wie gut sie das macht, meinte sie, sie hätte ganz viele Youtube-Videos studiert, um sich gut zu informieren. Ich war verblüfft, wie ernst sie das nimmt. Jagen, Spielen und Blödsinn machen kommen trotzdem nicht zu kurz, aber ich glaube, ich habe meine zukünftige Hundesitterin gefunden :-)

Loading Likes...
Kommentare abonnieren
Benachrichtige mich zu:
10 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Susanne
3 Monate her

Liebe Gabi,

Du hast jetzt einen Vollautomaten, da komme ich doch gerne mal vorbei. :-) Voll uneigennützig. Das Schlafzimmer wird schon noch, mach Dir keinen Stress.

Liebe Grüße
Susanne

3 Monate her

Liebe Gebi,
ja, so ein Kaffeevollautomat ist etwas Feines. Ich muss allerdings gestehen, dass ich bei unserem mit dem sauber machen immer etwas nachlässig war. Von daher habe ich ihn damals gar nicht so schweren Herzens meinem Ex-Mann mitgegeben. Aber so ein netter Latte Macciato fehlt mir ab und an schon.
Ich drücke die Daumen, dass du im Oktober deine Pläne weiter umsetzen kannst. Manchmal kann man sich eben einfach nicht aufraffen und das ist auch in Ordnung. Die Monate gehen außerdem immer viel zu schnell vorbei. Ein mal umgedreht und schon ist wieder eine Woche weg. Alles kein Beinbruch, so lange du dich in deinen vier Wänden wohl fühlst, finde ich.
Ich wünsche dir schonmal einen schönen Oktober
LG
Yvonne

Josephina M.
3 Monate her

Hallo Gabi, schön, dass es mal wieder Gänseblümchen von Dir gibt. Ich wollte August und September auch so soooo viel im zukünftigem Heim voranbringen… aber beim Wollen ist es bei mir auch aus verschiedenen Gründen geblieben…seufz… Der Plan, an Weihnachten umgezogen zu sein, wurde Dank des im Frühjahr aufgetretenen C-Problem schon teilbegraben. Aber nun… puh… wird das erst nix mehr, außer es passiert noch ein Wunder und ich habe plötzlich Zeit, Gesundheit und noch mehr im Überfluss. Hat mir nur wieder gezeigt… ich darf nicht planen und schon garnicht langfristig. Das ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Also gräm Dich nicht, wenn die Planung und Durchführung voneinander abweichen. Es ist halt so. Zum Thema Aussortieren… Wow… ich habe Respekt vor Menschen, die den gefassten Plan, stark auszusortieren, auch in die Tat umsetzen und es anschließend nicht einmal bereuen. Ich und teils in Familie und Bekanntenkreis haben die Erfahrung gemacht, dass das schnelle extreme Aussortieren ein Schuss in den Ofen ist und danach nochmal extra Geld kostet für das Beschaffen von vorher auf irgendeine Weise Losgewordenem. Sicher gab es dann schnell Platz, aber war Mensch danach auch wirklich glücklicher??? Wenn ich denn tatsächlich aussortiere, dauert das richtig richtig lange und ist nicht so schnell hopplahopp erledigt. Bei Dingen, bei denen ich unschlüssig bin, die werden einfach mal vom ehemaligen Ort weggepackt und zu einem oft viel späteren Zeitpunkt nochmals angeschaut und dann entschieden erst mal ob doch noch behalten (zum Nutzen oder auch Umgestalten und dann Umnutzen) oder doch weg… wenn doch weg, dann die Entscheidung… ob entsorgen oder versuchen bei einem anderen Menschen eine zweite Lebensrunde zu schenken. Wobei das auch nicht immer so einfach ist… habe zum Teil Dinge über ein Jahr im Angebot auf diversen Plattformen und schon am Überlegen, ob ich es nicht doch (teils auch kostenpflichtig)… Mehr lesen »

Josephina M.
3 Monate her
Reply to  Gabi

Hallo Gabi,

ich wohne seit knapp 20 Jahren im jetzigen Zuhause in einer ewigen Baustelle…seufz… und das möchte ich einfach nimmer… mich nervt die ewige Baustelle inzwischen richtig…komme gefühlt mit dem Reparieren einfach net hinter her.

Ich werfe auch ungern etwas einfach weg, das noch funktioniert etc., und das steht der momentan herrschenden “Wegwerfgesellschaft” schon extrem gegenüber und macht es mir nicht unbedingt leichter.

Oh doch, die Woche war mehr als anstrengend, aber es ist geschafft.
Nun heißt es Liegengebliebenes der letzten 14 Tage aufarbeiten usw. ..puh…
Aber ich bin sowas von fertig und ausgelaugt… da klappt das einfach nicht.

Wenn dann sogar von nur entfernt Bekannten zu hören bekommst, dass aber nicht fit sondern besorgniserregend ausschaust… dann weißt wirklich, dass der Raubbau die letzten 14 Tage eindeutig zuviel war.

Jetzt werde ich erst mal gucken, dass ich wieder ein wenig zu Kräften komme, dann schau mer weiter.

Ach du Nase, extra Runde – du bist doch im Schnitt fast auf deine Schritte gekommen! (= Und manchmal ist nicht die rechte Zeit für Renovierungen, dafür warst du fleißig am Aussortieren <3 Bin schon sehr auf die Einblicke gespannt, die du gewährst!

Ooohh wie wundervoll, dass du was am #IndieAuthorDayDE gewonnen hast *Seitengeraschel*

Lieb es auch gemeinsam zu lesen, stelle aber vermehrt fest, lieber in kleiner Runde statt 5 und mehr Leser:innen.

hachz, das mit dem Nachbarsjungen ist wundervoll <3

Mukkelige Grüße meine Feine!