Darum geht’s:
Carl und Helene Westers wollen ihre Ehe wieder in Ordnung bringen und haben einen Monat in Kalifornien geplant. Sie verbringen ihren Urlaub im Haus des Ehepaars Harris, die dafür im Haus der Westers bei Stockholm urlauben. Nach hoffnungsvollem Beginn verheddern sich die Urlaube immer mehr in kleinen Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten. Was als schöne Zeit für die Paare gedacht ist, entwickelt sich immer mehr zum Alptraum.
So fand ich’s:
Stefan Ahnhem ist einer der Autoren, dessen Bücher einem immer wieder begegnen, von dem ich bisher aber nichts gelesen habe. Mit dem Einzelbuch “Haustausch” sollte sich das für mich ändern. Die Ausgangslage ist der Haustausch der Ehepaare Westers und Harris. Deren Häuser liegen in Santa Cruz in Kalifornien bzw. im Stockholmer Schärengarten und das sind beides Ecken dieser Welt, die sich für einen Urlaub vermutlich so richtig lohnen.
Doch von Anfang an scheint der Wurm drin zu sein. Das Haus in Kalifornien hat ein massives Problem mit den Abflussrohren und im Pool schwimmt eine Ratte. Und in Stockholm schnüffelt die aufdringliche Nachbarin, während Adam Harris sich mehr um seine anstehende Ausstellung kümmert als um seine Frau.
Zuerst sind es nur Kleinigkeiten, die ein ungutes Gefühl verursachen. Neben dem Drumherum wie dem Zustand des Hauses und der Nachbarin scheinen auch die Beziehungen der beiden Ehepaare nicht ganz so harmonisch zu sein. Ich habe es von Anfang an nicht durchschaut, wer seinem Partner etwas vormacht, wer manipuliert und lügt, denn das schien immer mal zu wechseln. Es gibt von vielen Situationen zwei ganz verschiedene Versionen bzw. Interpretationen und ich musste weiterlesen und mich überraschen lassen, wie sich diese Ungereimtheiten auflösen. Das führte zu einigen Überraschungen, die ich nicht habe kommen sehen. Und als ich gegen Ende durchschaut habe, was Sache ist, wurde es atemlos spannend mit einem tollen Showdown.
Stefan Ahnhem kann einen mit seiner Erzählung packen, das hat er in der zweiten Hälfte des Buches bewiesen. Für meinen Geschmack war es anfangs aber leider einfach zu lange Zeit zu gemächlich. Ich habe zwar gespürt, dass sich über den Harris’ und den Westers etwas zusammenbraut, doch mir ging das in zu kleinen Schritten und zu langsam, als dass mich die Handlung komplett mitgenommen hätte. Ich wurde ungeduldig. Als es sich zugespitzt hat, war ich wieder voll und ganz dabei, doch für die Höchstnote hat es dann leider nicht mehr gereicht.
Trotzdem fand ich die Handlung klasse konstruiert mit einigen überraschenden Twists und einer schlüssigen Auflösung. Der Showdown am Ende hat mir sehr gut gefallen. Unterm Strich wird das nicht das letzte Buch sein, das ich von Stefan Ahnhem gelesen habe.
Mehr dazu:
Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)
Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar
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Titel: Haustausch
Original-Titel: Bytet
Autor/in: Stefan Ahnhem
Übersetzer/in: Katrin Frey
ISBN / ASIN: 978-3548075372
Sprache: Deutsch
Genre: Thriller
Verlag: Ullstein
Erscheinungsjahr: 2026
Medium: eBook
Seitenzahl Print: 448
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite