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[Leserunde] Der Todeskünstler von Cody McFadyen – Smoky Barrett #2 – startet am 4. Juli 2016

Weiter geht es mit dem Re-Read der älteren Smoky Barrett Bände von Cody McFadyen bis hin zum neuesten Band, der im September erscheinen wird. Regelmäßige Updates zu den Lesefortschritten wird es hier in diesem Beitrag geben und wer verfolgen möchte, was die anderen Leserundenteilnehmer beizutragen haben, kann sich hier bei Büchermonster informieren. Also schaut regelmäßig rein – oder lest am besten gleich mit!

Achtung: Ich werde mich an Sebastians Einteilung in die vier Leseabschnitte halten und unter den entsprechenden Kapiteln selbstverständlich auch über deren Inhalt reden. Wer das nicht lesen möchte, sollte diese Abschnitte im Beitrag besser überspringen und auf meine Rezension zum Buch warten.

Leseabschnitt 1: Kapitel 1 bis 12:

Inhalt:

Smoky hat sich frei genommen, um mit ihren Freundinnen Callie und Elaina die Sachen von Matt und Alexa auszuräumen und wegzugeben, ein Jahr nach ihrem Tod. Außerdem will sie darüber nachdenken, ob sie das Angebot annehmen soll, Ausbilderin in Quantico zu werden und ihre Ermittlertätigkeit und ihr Team aufzugeben.

Mittenrein platzt die Nachricht, dass ein blutbeschmierter Teenager mit Selbstmord droht und ausdrücklich nach Smoky gefragt hat. Sie findet eine Unmenge Blut im  Vorstadthaus, die grausam zugerichteten Leichen von Sarahs Adoptiveltern und den toten Bruder und Sarah selbst völlig schockiert und verängstigt. Sie behauptet, “der Künstler” habe die Morde begangen, um wieder einmal alles zu zerstören, was ihr lieb wäre. Callie, der örtliche Ermittler Barry und Smoky untersuchen den Tatort.

Über die Hotline des FBI wird Smoky über eine Nachricht des “Künstlers” informiert, dass der einen weiteren Mord verübt hat – er nennt das Gerechtigkeit üben – und er teilt sogar die Adresse mit. Dort finden sich die Leichen eines ebenfalls verstümmelten älterer Mannes und ein totes junges Mädchen.

Mein Eindruck:

Da ich Band 1 kürzlich erst gelesen habe, hätte ich die Zusammenfassung des ersten Teils nicht gebraucht. Grundsätzlich finde ich es immer sehr hilfreich, wenn man am Anfang eine kleine Auffrischung über das bekommt, was vorher passiert ist. Normalerweise liest man die Bände auch nicht so schnell hintereinander und hat doch immer mal etwas vergessen.

Was mich sehr irritiert hat, war die Menge des Blutes, die im Haus der Kingsleys zu finden war. Wie kann man mit dem Blut von maximal drei Menschen einen Teppich so tränken, dass er die Menge nicht mehr fasst und sich Lachen bilden – UND eine Badewanne zu gut einem Viertel damit füllen? Ich hab’s gegoogelt, laut Wikipedia kann man eine handelsübliche Badewanne mit ca. 140 Litern Wasser füllen. Das heißt, es müssten in der Kingsley-Badewanne ca. 40 Liter gewesen sein. Ein Erwachsener hat 5 bis 6 Liter Blut. Bei den Eltern und dem Sohn Kingsley hätten also maximal 18 Liter zusammen kommen können und die mussten ja auch noch Blutlachen im Wohnzimmer und allerlei Extras im Schlafzimmer bilden. Das geht doch niemals auf.

Auf Seite 99 heißt es: Mr. und Mrs. Dean und Laurel Kingsley. Das hat mich anfangs echt durcheinander gebracht, weil ich dachte, wir haben hier Mr. Dean und Mrs. Dean und Miss Kingsley. Das war mal wieder typisch ich …

Und wo ist der Kollege James, der bei der Teambeschreibung und der Tatortbegehung, die ja sein Spezialgebiet ist, einfach unter den Tisch gefallen ist? Was habe ich verdrängt? Wo ist er hin?

Und wieder wird nach Smoky persönlich verlangt, ihr Ruf eilt ihr voraus und sowohl Verbrecher als auch Opfer scheinen sich darauf zu konzentrieren, nur sie als Ansprechpartnerin / Gegnerin zu haben.

~*~

Leseabschnitt 2: Kapitel 13 bis 23:

Inhalt:

Smoky überdenkt die wenigen Informationen, die sie haben, immer wieder. Aus der Befragung von Sarah und ihrem Tagebuch ergeben sich weitere Dinge. In diesem Leseabschnitt erfahren die Ermittler bzw. reimen sich Folgendes zusammen:

-> Das Motiv für den Künstler kann nur Rache sein (am Abschnittsende kommt Smoky Lindas Vater / Sarahs Großvater als möglicher Verursacher in den Sinn)

-> Michael Kingsley (Sarahs Stiefbruder) hat eine so ausgefeilte Verschlüsselung auf seinem PC, dass die eigentlich nicht von ihm selbst sein kann. Hat der Künstler Infos dort hinterlassen?

-> Der Künstler hat Sarah von weiteren Morden erzählt, die er begangen hat

-> Neben den Folternarben auf den Fußsohlen hat der Künstler auch ein “Racheengel”-Tattoo am Oberschenkel

Neben Smokys Überlegungen und ein bisschen entspanntem Sozialleben mit Alan und Elaina, das wir alle zwischendurch zur Aufmunterung brauchten, besteht ein großer Teil dieses Abschnittes aus Sarahs Tagebuch, in dem sie den Tod ihrer Eltern sehr ausführlich beschreibt.

Elaina denkt darüber nach, Sarah zu sich zu nehmen, wenn sie aus dem Krankenhaus kommt.

Mein Eindruck:

Ich bin fasziniert, was die Ermittler und allen voran Smoky an Motivation und Charaktereingenschaften des Künstlers aus dem bisschen, was sie wissen, heraus interpretieren können. Eine echte Spur haben sie ja noch nicht, aber dank der ausführlich erläuterten Überlegungen und der Rückblicke auf die grausamen Verbrechen ist auch der “Todeskünstler” wieder ungeheuer spannend.

Hier gibt es ein “Buch im Buch”, denn Sarah hat ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Weil vorher schon erwähnt wird, dass Sarah schon viele Jahre lang schreibt und ihr ein Lehrer großes Talent bescheinigt hat, will ich mal nicht wirklich meckern. Denn was da zu lesen ist, geht weit über die Tagebuchnotizen einer Sechzehnjährigen über das, was ihr als Sechsjähriger passiert ist, hinaus. Allerdings bekommen wir dadurch eine ausführliche Beschreibung, wie Sarahs Eltern gestorben sind, in all ihrer Grausamkeit und sadistischem Vergnügen des Künstlers. Puh, da ist es mir wirklich schwer gefallen, das zu lesen. So wie Sarahs Eltern starben, ist das wahrscheinlich nicht mal als Verbrechen des Künstlers (bzw. überhaupt eines Fremden) erkannt worden, sondern als Mord am Ehemann/Selbstmord.

Dummerweise sind Sarahs Erinnerungen nun wieder in der Vergangenheitsform erzählt, gerade als ich mich daran gewöhnt hatte, dass das Buch im Präsens geschrieben ist. Mein Gehirn muss bei diesem Buch wirklich flexibel sein.

Dass Elaina (und der noch ahnungslose Alan) Sarah zu sich nehmen wollen, mag für das Mädchen ganz gut sein, denn Elaina scheint eine tolle Pflegemutter abzugeben. Aber haben diese Leute denn nie genug Ärger am Hals? Alan hat einen gefährlichen Beruf mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, Elaina hat Krebs und tagsüber hütet sie regelmäßig auch noch Bonnie. Und dann will sie noch einen eigenen traumatisierten Teenager ins Haus holen, den sie noch nie gesehen hat? Respekt …

Außerdem steht auch noch das Jobangebot für Smoky als Ausbilderin im Raum. Sie überlegt ernsthaft, das anzunehmen, weil sie in der jetzigen Situation nur “okay” ist, aber nicht glücklich. Tja, ich schätze, ein Umzug wird daran nicht unbedingt was ändern. Aber wir werden ja sehen, wie sie sich entscheidet.

~*~

Leseabschnitt 3: Kapitel 24 bis 42:

Wegen der aktuellen Ereignisse in Nizza und der Türkei hatte ich nicht wirklich viel Muße, mich hinzusetzen und zu lesen. Deswegen hat es ein bisschen länger gedauert als gedacht, bis der dritte Abschnitt gelesen war. Am Buch lag es wirklich nicht, denn es bleibt wie gewohnt sehr spannend.

Inhalt:

Man glaubt Sarah nicht, dass ein Fremder ihre Mutter zum Mord an ihrem Ehemannn und anschließende Selbstmord gezwungen hat. Sarah kommt in eine Pflegefamilie mit einem widerlichen Pflegevater, der sich an ihrer Pflegeschwester Theresa vergreift. Als er ankündigt, auch Sarah “besuchen” zu wollen, wenn sie älter ist, tötet Theresa ihn mit einem Messer. Sarah kommt in ein Heim.

Bei Vargas findet sich ein Video, in dem er ein Mädchen mit Fußschlägen foltert und von “Mr.-sie-wissen-schon-wer” Geld erpresst wegen dem, was er von ihm weiß.

Sarah ist nicht nur das Werk des Künstlers, sondern auch sein Köder für die Polizei. Vermutlich wurde der Künstler als Kind selbst missbraucht und musste erleiden, was Sarah später durchmachte. War der Künstler ein Opfer von Vargas’ Menschenhändlerring? Die Vargas-Akten bei der Polizei sind nicht mehr da – gestohlen?

Smoky und Callie besuchen die Polizistin, die sich um Sarah kümmerte, Cathy Jones. Der Künstler hat sie geschlagen, bis sie blind und arbeitsunfähig war und sie gebeten, der Polizei ihr Abzeichen zu geben mit der Botschaft, Symbole wären nur Symbole.

Eine Stiftung erhält Sarahs Elternhaus, das Geld kommt von einem anonymen Spender. Smoky kann deshalb das Haus in dem Zustand besichtigen, wie es direkt nach dem Mord war. Die Hinweise auf Mord/Selbstmord sind dürftig, die damaligen Ermittler haben extrem schlechte Arbeit geleistet. Leider lässt sich über den Geldgeber nichts herausfinden, der Stiftungsanwalt scheint kooperativ, aber durch Gesetze zum Schweigen verpflichtet.

Barry findet die beiden Cops, die in Sarahs Fall ermittelt haben. Einer hat Selbstmord begangen, der andere, Nicholson, spricht mit Smoky. Er hat die Nachricht vom Künstler: Nicht die Abzeichen sind wichtig, sondern der Mann dahinter. Nicholson hat die Langstrom-Akte manipuliert, weil der Künstler Nicholsons Tochter seit 10 Jahren in seiner Gewalt hat und sie nur wieder frei lässt, wenn die Bedingungen erfüllt werden. Dann nimmt er sich vor Smokys Augen das Leben.

Kirby Mitchell taucht auf, sie ist die Leibwächterin für Sarah, die Tommy empfohlen hat. Sie ist quirlig, dauerfröhlich und kompetent.

Elaina will Bonnie und Sarah zuhause unterrichten.

Mein Eindruck:

Ich hoffe immer, dass es nur eine Erfindung der Autoren ist, wie es in Heimen zugeht. Sind da wirklich nur egoistische, zynische und ignorante Erwachsene und bösartige Jugendliche, die andere terrorisieren? Dass Sarah bei ihrer ersten Pflegefamilie sofort ein so schreckliches Erlebnis hat, scheint mir auch ziemlich unwahrscheinliches Pech zu sein. Wie lange war sie eigentlich dort? Es schien wie eine einzige Nacht. Reichte das aus, um mit Theresa so ein schwesterliches Band zu entwickeln? Ich bin gespannt, wie es Sarah in der neuen Pflegefamilie ergeht.

Die Botschaften des Künstlers könnten darauf hindeuten, dass ein Polizist seine Macht missbraucht hat. Das Symbol, die Dienstmarke, für illegale oder schlimme Dinge benutzt hat und man hat es nicht erkannt, weil man nur die Uniform gesehen und ihn für integer gehalten hat.

Die Spielchen des Künstlers finde ich fürchterlich. Wie er Menschen dazu bringt, sich selbst schlimme Dinge anzutun, um ihre Lieben zu schützen. Und nur, um doofe Botschaften zu überbringen oder eine Mordtat zu verschleiern, die auch wenn sie aufgedeckt wärden wäre, nicht so leicht zum Täter geführt hätte. So ein kranker Typ.

Außerdem verstehe ich Smokys “Suche nach Glück” nicht. Sie hat in L. A. ein tolles Team, super Freunde, die fast schon eine Familie sind, eine Möglichkeit, wo Bonnie bleiben kann, nicht zuletzt Tommy. Was verspricht sie sich in Quantico, das anders oder sogar besser ist, dass sie ernsthaft überlegt, dort hinzugehen?

Kirby Mitchell kommt mir ein bisschen anstrengend vor. Ich weiß noch nicht, ob ich sie mag.

~*~

Folgende Fragen zu den Leseabschnitten 1 bis 3 hat uns Sebastian gestellt:

SmokyIsBack_Todeskünstler_Fragen_1-4

Meine Antworten:

Frage 1: Den Vorteil dieses Jobangebotes habe ich eigentlich nie gesehen. Okay, die Arbeitszeiten sind regelmäßiger und es lauern weniger Gefahren, ja natürlich, und das ist nicht zu verachten.

Aber ich verstehe Smokys „Suche nach Glück“ nicht. Sie hat in L. A. ein tolles Team, super Freunde, die fast schon eine Familie sind, eine Möglichkeit, wo Bonnie bleiben kann, so lange sie nicht tagsüber in die schule geht, und nicht zuletzt Tommy. Was verspricht sie sich (außer den besseren Arbeitsbedingungen) in Quantico, das anders oder sogar besser ist, dass sie ernsthaft überlegt, dort hinzugehen?

Frage 2: Es liest sich in Büchern immer so aufregend und abenteuerlich, zu spektakulären Kriminalfällen gerufen zu werden. Aber ich glaube nicht, dass ich auf Dauer damit klar käme, ständig auf Abruf zu sein und Gefahr zu laufen, jede nette Feier, jedes Theaterstück, einen faulen Nachmittag auf dem Sofa usw. abbrechen zu müssen, um zu den extra furchtbaren Morden zu müssen, die einen dann auch noch ins Privatleben verfolgen. Nö, ich beschränke mich gerne darauf, nur darüber zu lesen.

Frage 3: Meinen Lesefluss haben sie tatsächlich gestört, aber nicht, weil sie so lang waren, sondern weil sie in der Vergangenheitsform geschrieben waren. Mein Gehirn kommt sowieso ganz schlecht klar mit Büchern, die in der Gegenwartsform geschrieben sind, wie eben die Smoky Barrett Bücher. Und Sarahs Geschichte ist dann wieder in der Vergangenheitsform geschrieben. Das hat mich echt genervt und beim lesen durcheinander gebracht, weil das genau eine Sache anspricht, die ich beim lesen nicht leiden kann. Abgesehen davon fand ich das „Buch-im-Buch“ gut platziert und auch in seiner Ausführlichkeit gut, weil es einen ganz schön gepackt hat.

Frage 4: Ich glaube schon, dass Bonnie mit anderen Kindern zusammen gut aufgehoben wäre – besonders weil sie sowieso schon einen viel zu erwachsenen Eindruck macht. Sie muss herumblödeln und einfach kindischen Spaß haben dürfen, und zusammen mit anderen Kindern wird sie das eher wieder lernen als mit der selbst angeschlagenen Smoky. Aber das kann man auch mit den Kids aus der Nachbarschaft, einem Sportverein oder Kinderchor oder ähnlichem erreichen. Für’s Erste finde ich es gar nicht schlecht, wenn Bonnie von Elaina unterrichtet wird. So versäumt sie nicht zu viel Unterrichtsstoff und muss sich nicht damit auseinandersetzen, dass sie von den anderen Kindern begafft und evtl. gehänselt wird, weil sie durch ihr Schicksal natürlich etwas Besonderes ist. Aber auf Dauer finde ich einen Schulbesuch grundsätzlich besser.

Übrigens frage ich mich sowieso, wieso Bonnies Freunde aus der Zeit mit ihrer Mutter mit keinem Wort erwähnt werden. Es wurde ja nicht nur ihre Mutter ermordet, sondern Bonnie musste in eine andere stadt ziehen und hat ihre alte Schule, ihre Freundinnen, ihre Umgebung verloren und das wird einfach so angehakt. Bonnie scheint zu niemandem von früher Kontakt zu wollen. Fehlt da nicht ein ganzes Stück in Bonnies Leben, das man irgendwie mal hätte erwähnen sollten?

Leseabschnitt 4: Kapitel 43 bis 64 (Ende):

Inhalt:

Sarahs neue Pflegeeltern Desiree und Ned sind perfekt, und prompt werden sie nach einem Jahr mit Sarah vom Künstler grausam ermordet. Sarahs weiteres Leben mit bösen Pflegeeltern oder im Heim härtet sie ab.

Tobias Walker, Lindas Vater und Sarahs Großvater, war bei der Sondereinheit, die den Menschenschmugglerring von Vargas ausheben sollte. Durch ein Leck war das Versteck der Kinder, die aussagen wollten, bekannt geworden und sie wurden auf Nimmerwiedersehen verschleppt. Der Dichter, von dessen Mord der Künstler Sarah erzählte, war auch ein Mitglied der Sondereinheit und gehörte zum Rachefeldzug des Künstlers.

Ein Latino attackiert die Lobby des FBI-Gebäudes mit Handgranaten und einer Maschinenpistole. Tommy und James werden dabei verletzt, andere FBI-Agenten getötet. Als der Stiftungsanwalt den Namen des Geldgebers endlich herausgibt, Gustavo Cabrera, sehen sie am Foto des Führerscheins, dass es sich um den Latino aus dem FBI-Gebäude handelt. Smoky meint, der Künstler habe sie auf Cabreras Spur geführt, sie hat ein schlechtes Gefühl und meint, dass sie manipuliert wird.

Smoky fragt Sarah nach Theresa und erfährt, dass der Künstler sie in seiner Gewalt hat, um Sarah zu erpressen. Nur um Theresa zu schützen, ist Sarah überhaupt wieder zu Pflegeeltern gegangen und hat deren Tod riskiert.

Mit Hilfe eines SWAT-Teams können Smoky und Kirby Cabrera in seinem Haus überwältigen und verhaften. Cabrera erzählt, dass er und der Künstler sich als Kinder und Opfer des Pädophilenrings von Vargas kennenlernten. Der Künstler verhalf Cabrera zur Flucht, blieb zurück und wurde später vom FBI befreit. Er gehörte zu den Kindern, die aufgrund des Verrates wieder von den Verbrechern verschleppt werden konnten. Außerdem verrät Cabrera den Aufenthaltsort von Theresa und Jessica, die befreit werden können.

Weil der pedantische Cabrera keine Telefonnummer seines Stiftungs-Anwaltes in den Kontakten hat und das sehr merkwürdig ist, schließen die Polizisten, dass der Anwalt Gibbs der Künstler sein muss. Sarah wusste das, weil sie mit dem Künstler und mit Gibbs (um die Erlaubnis zu erteilen, dass Smoky in ihr Elternhaus darf) gesprochen hat. Smoky ahnt, dass sie den Künstler umbringen will und eilt zu dessen Haus. Dort ist Sarah mit einer Waffe, aber sie bringt es nicht fertig, den Künstler zu töten. Er wird verhaftet.

Er gesteht, dass einer der Verräter Tobias Walker war, der andere war Stern, doch der war zu weit weg in Israel, den wollte er später töten, genau wie AD Jones. An den anderen Mitgliedern der Spezialeinheit hatte er sich schon gerächt.

Bonnie besteht darauf, dass sie mit Gibbs reden darf. Sie schreibt ihm erst auf, was sie sagen will und spricht dann. Ein Symbol dafür, dass das Böse doch nicht gewonnen hat. Am Ende kehrt Sarah in ihr Elternhaus zurück und bekommt auch den inzwischen alten Hund Doreen zurück.

Mein Eindruck:

Sarahs Leben zu verfolgen, nimmt einen wirklich mit. Auch wenn die Grausamkeiten zum Glück nicht mehr so ausführlich geschildert werden, wie bei Sarahs Eltern, so bekommt man doch die Auswirkungen auf Sarahs Seele sehr deutlich mit.

Selbst der Künstler hat eine gute Portion meines Mitleides verdient. Ein sanfter, liebevoller Junge, der mehrere Chancen hatte, diesem schrecklichen Leben zu entkommen, und für den es irgendwann zu spät war. Er hat so viel erdulden müssen und ist irgendwann einfach wahnsinnig geworden. Natürlich hat ihm das kein Recht gegeben, sich an rechtschaffenen Polizisten, unschuldigen jungen Frauen oder ganzen Familien zu vergreifen und das noch auf eine total abgedreht-perverse und sadistische Art und Weise.

Gott sei Dank hat Smoky die Idee, nach Quantico zu gehen, aufgegeben.

Fazit: Der Todeskünstler hat mich wieder von vorne bis hinten gefesselt und geht schon ganz schön an die Genzen dessen, was man lesen möchte. Man bekommt hautnah und sehr plastisch die furchtbaren Taten geschildert und erlebt die Konsequenzen für die Überlebenden vorgeführt. Und auch mit dem Täter hat man am Ende Mitleid, denn er ist auch nur ein Opfer. Wenn es die positive Note am Ende nicht gegeben hätte, dann hätte mich das Buch wirklich deprimieren können.

~*~

Und auch zum letzten Leseabschnitt gibt es nochmal Fragen:

 

Meine Antworten:

Frage 5: Wie so oft hat es mich überrascht, wer sich als der Täter entpuppte. Und das, obwohl ich das Buch schon mal gelesen hatte! Ich bin echt einfach zu unterhalten ;-)

Frage 6: Mir hat dieser zweite Band genauso gut wie der erste gefallen.

Frage 7: Es ist für mich eines der Dinge, die mich an Krimireihen so reizen, dass man im Privatleben der Ermittler Veränderungen und Entwicklungen miterlebt. Bei Smoky passiert schon was in diesem Buch, nämlich dass sie endlich die Sachen von Matt und Alexa ausräumt, was nach einem Jahr sicher angemessen ist, und sich mit diesem Kapitel ihres Lebens ein Stück aussöhnt und anfängt, ihren Frieden damit zu machen. Genauso mit der Erinnerung an Matt und dem geheimen Ordner auf dem PC.

Frage 8: Was Smoky und ihrem Team da passiert und welche Fälle sie zu bearbeiten hat, passt wahrscheinlich in das Leben von 30 Ermittlern, wenn es realistisch sein soll. Die Fälle sind extrem, alles ist von allem eine Schippe zuviel, das dass es so im wirklichen Leben in dieser Konzentration passiert. Aber das stört mich überhaupt nicht. Vom sicheren Sofa aus kann ich das durchaus genießen.

 

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Liebes,

ich bin beeindruckt. Besser hätte ich es auch nicht zusammenfassen können. Ich habe genau die gleichen Eindrücke wie du gewonnen, wenn ich auch nicht explizit recherchiert habe und eher von 100 Litern pro Wanne ausgegangen bin. Das wären immerhin noch mindestens 25 L, die hätten darin sein müssen. Selbst wenn wir von 6 Litern pro Erwachsenem ausgingen, können maximal 18 Liter in Wanne, Pool UND an den Wänden, auf dem Teppich gewesen sein. – Ich glaube, der Autor hat sich in der Angabe bei der Wanne geirrt. Es war sicherlich kein Viertel, sondern eine Ecke weniger. – Trotzdem.. eine ziemlich blutige Angelegenheit und ganz schön heftig.

James wird erst später involviert. Ich denke, das war, weil die drei anderen des Teams wegen des Urlaubs alle zusammen waren, als der Anruf kam und sofort hingefahren sind. Da war auch noch nicht klar, dass sie in dem Fall ermitteln würden.

Jetzt muss ich dich mal fragen, ob du noch wusstest, was in dem Buch geschehen war? War doch auch ein reRead bei dir, oder?
Ob ich einfach verdrängt habe, worum es ging? Bin jetzt bei Kapitel 20 und hatte noch keinen aha-Effekt.

Fühl dich umärmelt
Elke

Dankeschön, liebe Gabi :) werde ich haben.

Ich hab übrigens nachgesehen. 2010 hatte ich beim Hören des Buches keine Rechenrätsel aufgedeckt: http://sunsys-blog.blogspot.de/2010/07/ausgehort-der-todeskunstler-cody.html – kann aber auch an der gekürzten Version gelegen haben. Und ich habe die Bücher nicht der Reihe nach gehört – auch daran konnte ich mich nicht mehr erinnern… ja, frau wird alt ;)

Ich weiß, was du mit den veränderten Bildern meinst. Passiert mir auch immer wieder. Aber irgendwie scheine ich das Blutbad verdrängt zu haben. Oder ich hab mich von der Stimme Franziska Pigullas derart ablenken lassen, dass ich es gar nicht als so bemerkenswert empfand ;) Nun, ein reRead lohnt sich offenbar immer, wie ich gerade sehe, und es war die richtige Entscheidung, diesmal zu den ungekürzten eBooks gegriffen zu haben :)

Auch dir weiterhin viel Spaß beim Lesen, Liebes! Ich bin schon auf dein Resümee von Teil 2 gespannt :D

glg, Elke