Buchiges

Montagsfrage: Liest du mehr Papierbücher oder mehr E-Books, gibt es einen Grund dafür?

Die Woche beginnt montags traditionell mit der Montagsfrage, die auf dem Blog Buchfresserchen gestellt wird.

Für die Frage dieser Woche muss ich nicht nachzählen, denn das ist ziemlich eindeutig und ich merke das schon laufend an den Rezensionen, die ich schreibe. Eindeutig überwiegen die eBooks, ich würde schätzen, etwa dappelt so viele wie Prints. Und das, obwohl ich nach wie vor ein großer Fan von Print-Büchern bin.

Und wieso mehr eBooks?

Es gibt mehrere Gründe dafür, dass ich meinen Lesestoff überwiegend in elektronischer Form wähle.

❤️ Inzwischen gibt es manche zusätzlichen Kurzgeschichten zu Serien, ergänzende Kapitel, Weihnachtspecials etc. nur noch als eBook. Wenn ein Text nicht für einen kompletten Roman ausreicht, wird er einfach als eBook herausgebraucht. So mancher Selfpublisher oder auch Verlagsautor, der ein Herzensprojekt in Eigenregie herausgibt, bietet auch nur noch eBooks an. Und wenn man ältere und als Print schon vergriffenen Bücher lesen möchte, muss man auch immer mal auf die elektronische Variante zurückgreifen, weil nur sie noch verfügbar ist. Mit einem eReader ist also auf jeden Fall die Auswahl um ein ganzes Stück größer.

❤️ Die englischsprachigen Gay Romance Bücher kaufe ich oft mit enormen Rabatten direkt beim Verlag (die 99 Cent Wochenendaktionen von Dreamspinner Press für drei ausgewählte Bücher z. B. sind unschlagbar im Preis). Würde ich das Print wählen, wäre das ewig unterwegs, da sie meistens aus den USA herübergeschippert werden würden. Und die Versandkosten fressen den Rabatt wieder auf. Das eBook ist in Sekundenschnelle ohne zusätzliche Kosten da.

❤️ Da die Gay Romance Bücher normalerweise nur um die 200 Seiten stark sind, würden auch die Printversionen entsprechend mager und schmal ausfallen. Die körperlich im Regal zu haben, ist mir nicht so wichtig.

❤️ Der Preis der eBooks im Vergleich zum Print ist bei den Gay Romance Büchern riesig. Und auch die Selfpublisher bieten einen günstigen Preis für die eBook-Variante. Nur bei Verlagen hat sich das eher noch nicht durchgesetzt.

❤️ Besonders als ich angefangen habe, Bücher auf englisch zu lesen, war ich sehr dankbar für die Möglichkeit, mal schnell mit dem eReader ein Wort übersetzen zu lassen, ohne sich an den PC setzen zu müssen. Das ist eine echte Hilfe und hat bei mir die Hemmschwelle zu fremdsprachigen Büchern ganz schön gesenkt. Inzwischen mag ich auch die Funktion, schnell entscheidende Stellen zu markieren, oder besonders schöne, die ich für den Rezension verwenden möchte. So muss ich nicht mehr mit Zettel und Stift oder Post-its lesen.

❤️Im Augenblick habe ich noch kein Platzproblem in meiner Wohnung, aber irgendwann sind auch die freien Regalplätze gefüllt und ich muss stapeln. Durch die eBooks zögere ich die Zeit bis dahin noch hinaus.

❤️Und für unterwegs ist der eReader natürlich auch viel handlicher und leichter und man kann jede Menge Lesestoff darauf unterbringen, was z. B. für den Urlaub ein riesiger Vorteil ist.

❤️ Da ich sehr ungern meine gelesenen Bücher wieder hergebe, und tauschen bzw. verkaufen für mich nur selten eine Option ist, fällt für mich persönlich dieser Vorteil des Prints nicht so ins Gewicht.

❤️ Dass man über den eReader ohne zusätzliche Beleuchtung lesen kann, finde ich einen riesigen Vorteil, den ich auch sehr oft nutze. So gut wie jedes Mal, wenn ich einen Print lese, stört es mich, dass ich mir noch irgend ein Licht dafür anmachen muss.

Trotzdem kaufe ich immer noch eine Menge Printbücher.

💙 Besonders für die vielen Krimi und Thriller-Serien, die ich als Print begonnen habe, mache ich natürlich auch so weiter und stelle sie mir am Ende komplett in gedruckter Form ins Regal.

💙 Auch wenn ich meine Bücher selten verkaufe oder vertausche, kommen doch welche auf diese Weise zu mir ins Haus. Besonders ältere Ausgaben gebraucht zu kaufen, das geht eben nur bei Prints.

💙 Und manche Lieblingsbücher muss ich einfach gedruckt im Regal haben.

Unterm Strich?

Ich lese tendenziell die englischen Gay Romance und zunehmend auch fremdsprachige Krimis / Thriller auf englisch. Bei den deutschsprachigen Büchern bevorzuge ich ganz nostalgisch noch die Prints, auch weil sie hier in jeder Buchhandlung ausliegen und leichter verfügbar sind als die englischsprachigen Exoten, die ich lesen möchte. Ich kann mir inzwischen aber schon vorstellen, irgendwann noch mehr auf eBooks umzusteigen.

17 Comments

  1. wortmagieblog 11/09/2017 08:57

    Hey Gabi,

    echt, dich stört das mit dem Licht? Das ist für mich überhaupt kein Nervfaktor. Könnte aber daran liegen, dass meine bessere Hälfte sowieso für jeden Kleinkram Licht anmacht, es brennt also meist schon, wenn ich es zum Lesen brauche. 😀

    LG
    Elli

    • Laberladen 11/09/2017 09:40

      Hallo Elli,
      ja, inzwischen stört mich das Licht schon. Früher war es normal, bei Licht zu lesen und ich hab mir dazu keine Gedanken gemacht. Aber inzwischen liebe ich es, im Dunkeln zu lesen und nur die Beleuchtung des Readers zu haben (und ob ich jemanden dabei störe, ist mir egal *lach*). Vielleicht noch ein Kerzchen, das reicht dann an Helligkeit und ist super gemütlich.

      LG Gabi

  2. el ma 11/09/2017 09:04

    Guten Morgen,
    bin ich froh, dass du den ganzen Text geschrieben hast und ich diesen fast 1:1 unterschreiben kann *g*.
    Ca. 1/4 meiner Bücher sind TB (und das sind immerhin +/- 600), die ich sehr liebe. Ich merke aber auch, dass ich beim Lesen selbst vermehrt auf eBooks zugreife, weil ich mir da keine Gedanken machen muss, welches Buch ich wohin mitnehme, sie sind halt einfach dabei. Das Schöne ist, dass ich auf 2 Geräten dieselben oder auch unterschiedliche Bücher lesen kann und mir keinen Kopf machen muss, ob ich dran gedacht habe, den Reader dabei zu haben. Einer ist immer in der Tasche :-).
    Nichtsdestotrotz, dürfen LieblingsautorInnen weiterhin ins Regal (gerne auch in gutem Zustand aus 2. Hand), sind sie dann mal bei irgendeiner Aktion im eBook-Angebot, wandern sie zusätzlich auch noch auf den Reader.

    Die Anzahl meiner Bücher auf dem Reader reicht wohl für 2, wenn nicht sogar für 3 Leben. Aber was gibt es schöneres, als von seinem Lieblings“objekt“ mehr als genug zuhause zu haben. Es ist zu verlockend, bei den Angeboten von DSP oder Riptide zuzuschlagen, auch wenn ich bei manchen Bücher auch in der Zukunft wohl nur das Cover (ja, ich bin auch ein Cover-Käufer) bewundern und einfach glücklich sein werde, dass ich es lesen könnte, wenn ich wollte … ähm Zeit dafür finde.
    LG Elke

    • Laberladen 11/09/2017 09:50

      Liebe Elke,
      ich weiß gar nicht, ob die die eBooks überhaupt noch auf dem Reader unterbringen würde. Ich hab die ganz modern in der Cloud 😉 oder auf dem PC und auf dem Reader sind nur wenige Lieblingsbücher und die, die ich demnächst lesen will. Sonst verliere ich den Überblick über diese Unmenge an Dateien. Goodreads sagt mir z. B., dass ich 669 ungelesene eBooks besitze – und das sind nur die aus dem Gay Genre. Und doch kaufe ich weiter die Sonderangebote für 99 Cent … nicht, dass mir doch irgendwann der Lesestoff ausgeht. Du siehtst, Du bist nicht alleine 🙂

      LG Gabi

  3. juergenalbers 11/09/2017 12:24

    Hallo Gabi,
    eigentlich eine etwas merkwürdige Situation: Ich schreibe Bücher und verdiene gut gerade auch an meinen E-Books, besitze aber selbst keinen E-Reader 🙂 Und ich denke, es wird auch schnell keiner ins Haus kommen. Ich liebe einfach das anfassen und fühlen der Bücher zu sehr. Ich weiß, es spricht vieles praktische für einen E-Reader, aber all die Nachteile gedruckter Bücher nehme ich für das Erlebnis auf mich, sie anfassen zu können. Just my 2 Cents 🙂
    Liebe Grüße
    Jürgen

    • Laberladen 11/09/2017 20:53

      Wie gut, dass es Bücher in beiden Varianten gibt und jeder die Version kaufen kann, die ihr oder ihm am liebsten ist.
      Auf einem eBook bringt sich auch sehr viel schlechter eine schöne persönliche Widmung an – das hab ich ganz vergessen, bei den Vorteilen der Prints mit aufzuführen 😉

      LG Gabi

  4. Nisnis Bücherliebe 11/09/2017 14:38

    Liebe Gabi,

    wie schön du aufgeführt hast, welches Format dich wann begeistert. Als ich mir vor einem Jahr einen eReader gekauft hatte, bin ich wirklich davon ausgegangen, dass ich zukünftig elektronisch lesen würde. Aber irgendwie fühle ich mich mit einem Reader in der Hand nicht vollständig lesend glücklich. Aber um nicht einen schweren Koffer voller Printbücher in den Urlaub schleppen zu müssen, ist der Torino eine kleine Sensation.

    Sei lieb gegrüßt und komm gut in die neue Woche,

    Nisnis

    • Laberladen 11/09/2017 20:57

      Ja, die schwere Last im Urlaub erspart man sich mit einem eReader und das finde ich auch super. Aber wenn Du ansonsten lieber Papierbücher lesen willst, dann kannst Du sicher ewig dabei bleiben, denn ich glaube nicht, dass die Printbücher so bald aus der Mode kommen 🙂

      LG Gabi

      • Nisnis Bücherliebe 12/09/2017 16:32

        Glücklicherweise, puh :-).

        PS: Soeben hat sich dein Blog wirklich rasant aufgebaut. Hat da jemand am Schränkchen gedreht?

        Liebe Grüße Anja

        • Laberladen 12/09/2017 20:18

          Ich hab den BLog weder gebremst noch beschleunigt und von dem Hoster, bei dem die Datenbank lagert, gab’s noch immer kein Lebenszeichen (beschämender Service) – aber wer auch immer die Beschleunigungstaste gedrückt hat, ich hoffe, er lässt den Finger drauf 🙂

          LG Gabi

  5. Aequitas et Veritas 11/09/2017 18:53

    Gay Romance habe ich auch fast ausschließlich als E-Books … U. a. auch wegen der geringen Umfänge, da hast du recht. Außerdem fülle ich meine Regale auch lieber mit anderen Büchern.

    • Laberladen 11/09/2017 20:59

      Hmm ja, über die schöne gemütliche Wohnatmosphäre, die gut gefüllte Bücherregale erschaffen, geht auch nichts hinaus. Das brauche ich trotz eReader immer noch 🙂

      LG Gabi

  6. tylacosmilus 13/09/2017 13:00

    Hallo Gabi,
    ich besitze zwar einen KINDLE, aber ich nutze ihn eher selten. In den vergangenen Monaten habe ich überhaupt kein ebook gelesen und erst seit ein paar Tagen habe ich meinen KINDLE wieder rekrutiert. Ich ziehe aber nach wie vor klassische Bücher vor.
    Bei GAY ROMANCE kann ich aber verstehen, dass man auf einen ebookreader zurückgreift. Aus eben von den dir genannten Gründen. Bei englischsprachigen Taschenbüchern habe ich auch das Gefühl, dass sie eher billig hergestellt werden, da tut es dann auch das ebook…oder würde es tun, wenn ich noch englischsprachige Taschenbücher lesen würde.
    Zum Lesen habe ich nicht mehr so viel Zeit wie früher, da muss man Abstriche machen.
    Ich finde die Existenz von ebookreadern nicht schlecht, aber ich bin immer noch mehr den klassischen BÜchern zugetan.

    Liebe Grüße
    Martin

    • Laberladen 13/09/2017 18:56

      Hallo Martin,
      ich habe auch schon festgestellt, dass englischsprachige Taschenbücher teilweise in sehr schlechter Qualität gedruckt werden. Die Cover färben auf die Finger ab, das Papier ist grobkörnig und die Bindung ist schlecht. Ob das auf bestimmte Verlage beschränkt ist, kann ich gar nicht sagen, ich habe nur insgesamt keinen guten Eindruck und sehe einen deutlichen Unterschied zu Prints deutscher Verlage – die stelle ich mir schon auch immer noch gerne ins Regal 🙂

      LG Gabi

      • tylacosmilus 13/09/2017 19:07

        Hallo Gabi,
        ich habe einige englische TBs unterschiedlicher Verlag (hauptsächlich Fantasy) und einige davon haben bereits nach einmaligem Lesen lose Seiten. Das kann mit ebooks nicht passieren und bei deutschen TBs hatte ich das auch noch nicht.
        LG
        Martin

  7. My Book/Serie/Movie Blog 13/09/2017 23:48

    Guten Abend

    Mir ist eigentlich egal welches Format lese. Aber versuche es abwechseln machen. Das heißt einmal ein normales Buch und dann wieder ein E-Book.

    Hier ist meine Sicht von der Frage:
    https://mybookseriemovieblog.blogspot.de/2017/09/montagsfrage-1.html

    LG Barbara

    • Laberladen 14/09/2017 21:49

      Ich denke auch, dass man beiden Formaten was abgewinnen kann. Deine entspannte Haltung finde ich gut.
      LG Gabi

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