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Passing Through von Jay Northcote (englisch)

24560725Darum geht’s:

Onkel Edwin war für Leo immer so etwas wie ein Ersatzvater. Nun ist er todkrank und Leo besucht ihn zum letzten Mal in seinem Häuschen an der Küste Cornwalls, um seine letzten Tage mit ihm zu verbringen. Nicht nur die wilde Natur an der malerischen Küste ist eine Abwechslung zu Leos hektischem und übervollem Arbeitstag in London, sondern auch Tris, der Mieter im Cottage nebenan, weckt sein Interesse. Doch Leo vergisst nicht, dass er am anderen Ende des Landes wohnt und in Cornwall nur so lange zu Besuch ist, wie sein Onkel noch lebt.

So fand ich’s:

Auch wenn Jay Northcote diesmal ernstere Töne anschlägt und der Grund für Leos Besuch in Cornwall ist, den todkranken Onkel noch einmal zu sehen und ihm in seinen letzten Tagen beizustehen, wird hier trotzdem nicht im Melodrama gebadet. Der Ton bleibt leicht, ohne oberflächlich zu sein. Leo liebt seinen Onkel und es tut ihm weh, zuzusehen, wie er immer schwächer und kränker wird, doch Onkel Edwin ist ein willensstarker Mann, Leo verzweifelt nicht an der Situation und beide versuchen, die Zeit, die ihnen noch bleibt, so schön wie möglich zu gestalten. Edwin teilt sogar ein großes Geheimnis mit seinem Neffen. Und außerdem gibt es da ja noch Tris, den Mieter des Cottage, einen gutaussehenden, bodenständigen Mann, der nach einer gescheiterten Beziehung zu einer Frau endlich anfängt, sich mit seiner Homosexualität auseinanderzusetzen.

Für Tris und Leo ist es gegenseitige Anziehung auf den ersten Blick. Von Anfang an sind sich beide aber darüber im Klaren, dass ihre Affäre nur etwas Vorübergehendes sein kann. Leo ist nur zu Besuch, in London wartet eine blühende Karriere auf ihn. Und Tris hat sich seiner Familie gegenüber noch nicht geoutet und will das erst einmal auch gar nicht tun. Leo sieht sehr wohl, wie schnell das Leben vorbei sein kann und ringt schwer mit sich, denn sein einsames Leben als Workoholic erscheint ihm plötzlich nicht mehr so attraktiv.

Und so trägt diese ernste und traurige Geschichte um den sterbenden Onkel Edwin die Botschaft, die Zeit zu nutzen, sich keinen Chance zum Glücklichsein entgehen zu lassen und ist damit durch und durch positiv bis zum Happy End.


[Werbung] Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Homepage des Autors

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