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Schlafe jetzt für immer von Ian W. Sainsbury

Darum geht's:

Nach einem schweren Schicksalsschlag versucht Mags mit ihrem Mann und ihrer elfjährigen Tochter Tam ein normales Leben zu führen. Ängste und Schatten aus der Vergangenheit lassen sie jedoch nicht los und es fällt ihr schwer, ihre Tochter auch nur für ein Wochenende loszulassen.

Als Tam aus heiterem Himmel und ohne entsprechende Vorzeichen detailgetreue, ungewöhnliche Bilder zeichnet, versucht Mags vorerst nichts in das unerwartete Talent ihrer Tochter hinein zu interpretieren. Doch Tam war nie an den Örtlichkeiten, die sie wie in Trance zeichnet und Mags beginnt beunruhigt zu recherchieren. Ihre Sorge scheint sich zu bewahrheiten, als sie herausfindet, dass Tam Schauplätze zeichnet, an denen kurz nach der Entstehung des jeweiligen Bildes furchtbare Verbrechen geschehen.

So fand ich's:

Es fällt mir recht schwer, das Buch aus meiner Sicht zu beschreiben. Einerseits ist da die Story, die spannend beginnt und mich größtenteils zu fesseln vermochte. Der Autor hat es jedenfalls geschickt angestellt, um mich als Leser gleich zu Beginn mit den ersten Szenen des Showdowns zu ködern. So musste ich dann auch gleich weiterlesen … und dann bekam die Spannung recht früh einen unglücklichen Dämpfer.

Ich bin zugegebenermaßen keine große Spürnase und bin als Leser leicht hinters Licht zu führen. Das beschert mir dann auch immer wieder überraschende Auflösungen, was ich sehr mag. In diesem Falle kann man als Leser für meinen Geschmack leider viel zu rasch erkennen, wohin die Geschichte führen wird, was mir dann doch etwas den Spaß genommen hat.

Das Buch liest sich zwar leicht und die Geschichte wird kompakt und ohne unnötige Längen erzählt. Dennoch fühlte ich mich weit weg vom Geschehen. Ich fand keinen wirklichen Zugang zu den Figuren, die für meinen Geschmack durchwegs blass bleiben.

Ich habe lange überlegt, wie ich den Schreibstil beschreiben könnte. Mir wollte einfach kein passender Begriff einfallen. Ich bin unsicher, ob man „statisch“ in diesem Zusammenhang nennen kann. Aber obwohl die Geschichte oberflächlich gesehen an Fahrt aufnimmt, blieb ich als Leser emotional auf der Strecke, sprich „bewegungslos“.

Der Plot ist an und für sich in sich schlüssig und das Ende hat mir gut gefallen und mich dann doch noch etwas mit dem Buch versöhnt. Dennoch bleibe ich zwiegespalten zurück und sehe diesen Thriller eher als Lektüre für zwischendurch.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

 


Herzlichen Dank an den Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar

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Titel: Schlafe jetzt für immer
Original-Titel:
The Picture on the Fridge
Autor/in: Ian W. Sainsbury
Übersetzer/in:
Tanja Lampa
ISBN / ASIN:
B0862163QQ
Sprache:
Deutsch
Genre: Psychothriller
Verlag: Edition M
Erscheinungsjahr:
2020
Medium:
eBook
Seitenzahl: 314
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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Huhu (=

Vom Inhalt her klingt die Geschichte reizvoll, dann jedoch las ich deine Worte und Eindrücke dazu und wusste direkt, dass es kein Buch für mich ist. Zu viele Thriller gelesen, zu viel für mich schon absehbar und wenn du sagst, dass dies bei dir nicht der Fall ist, aber genau das hier stattfand, dann lass ich lieber direkt die Finger davon.

Mukkelige Grüße!

Ayasha
1 Monat her

Hallo Janna,

Es ist nicht so, dass mir so schnell alles klar war. Aber dadurch dass man so früh erkennen konnte, in welche Richtung es geht, war für mich die Geschichte mehr oder weniger wie eine Erklärung, wie alles zusammen spielt. Mir fehlte dann einfach der Überraschungsmoment, den ich bei Thrillern eigentlich suche.

Für routinierte Leser ist es sicherlich ein Leichtes den Plot zu durchschauen. Schade. Denn die Kurzbeschreibung versprach tatsächlich viel mehr. Daher verstehe ich gut, dass du lieber die Finger davon lässt.

Herzliche Grüße
Ayasha