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Skeleton Tree – Nur die Wilden überleben von Iain Lawrence

Darum geht's:

Der zwölfjährige Chris aus Vancouver hat vor Kurzem seinen Vater verloren. Sein Onkel Jack lädt ihn auf eine Segeltour entlang der Küste Alaskas ein. Dort trifft er einen unbekannten Jungen: den drei Jahre älteren Frank, der aber kein Interesse zu haben scheint, ihn näher kennen zu lernen. Schon bald nach dem Start kentert das Boot und nur die beiden Jungs überleben das Unglück. Sie können sich mit letzter Kraft an einen Strand retten und finden Unterschlupf in einer verlassenen Hütte. Obwohl die beiden sich nicht mögen, lernen sie schnell, dass sie nur miteinander überleben können.

Chris findet etwas Trost und Zuversicht in der Gesellschaft eines neugierigen und aufgeweckten Raben. Er ahnt nicht, dass ihn mit Frank viel mehr verbindet als nur der gemeinsame Überlebenskampf. Die Wahrheit verändert alles und die beiden müssen sich erst recht zusammenraufen, um das Leben in der Wildnis zu überstehen.

So fand ich's:

Nachdem mich Iain Lawrence bereits mit seinem Buch „Winterpony“ (Link führt zu meiner Rezension) überzeugt hatte, konnte er mich auch mit „Skeleton Tree“ begeistern. Obwohl die beiden Protagonisten sich immer wieder in brenzligen Situationen befinden und ich mich oftmals dabei ertappt habe, wie ich vor Spannung beim Lesen die Luft anhielt, wird die Geschichte unaufgeregt und ohne Effekthascherei erzählt.

Besonders gut gefallen hat mir, wie der Autor die Mythologie des pazifischen Nordwestens hat mit einfließen lassen. Vor allem der Rabe, den Chris in Anlehnung an Robinson Crusoe Thursday nennt, stellt ein starkes Symbol dafür dar, gilt er doch in der indianischen Kultur als wertvoller Weggefährte und Helfer.

Trotz dem Hauch von Mystik, den die symbiotische Verbindung zwischen Chris und dem Raben mit sich bringt, bleibt „Skeleton Tree“ eine moderne Abenteuergeschichte, in der den beiden Jungs, die in einer technischen Welt aufwachsen, einiges abverlangt wird. Sie müssen lernen mit und in der Natur zu überleben und das geht nur mit vereinten Kräften. Für mich war es spannend zu sehen, wie die beiden sich entwickeln und über sich hinauswachsen.

Das Buch endet an und für sich wie erwartet, hat mich aber gleichzeitig in gewisser Weise überrascht. So haben mich Chris, Frank und Thursday auch nach dem Umblättern der letzten Seite nicht sofort losgelassen. Für mich ist „Skeleton Tree“ in erster Linie eine Abenteuergeschichte, aber auch eine Geschichte die nachhallt und den Leser gedankenversunken zurücklässt.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

 


Herzlichen Dank an den Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar

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Titel:  Skeleton Tree – Nur die Wilden überleben
Original-Titel: The Skeleton Tree
Autor/in:  Iain Lawrence
Übersetzerin:  Anne Brauner
ISBN / ASIN: B08Z74QF9W
Sprache: Deutsch
Genre:  Kinder- und & Jugendbücher, Abenteuer, Mythen und Legenden
Empfohlenes Lesealter:  ab 12 Jahren
Verlag:  Verlag Freies Geistesleben
Erscheinungsjahr: 2021
Medium:
 E-Book
Seitenzahl:
 271
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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