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Das Mädchengrab von Nadja Quint

Klappentext:

1856 – im kleinen Örtchen Reetz wird die achtjährige Fine nach dem Tod der Eltern das Pflegekind der Schwarzen Marjann, die im Mittelalter noch als Hexe gegolten hätte.

In jenen Tagen erschüttert eine Reihe grausamer Morde das Dorf. Hannes, der Sohn von Marjann, verschwindet spurlos, und es heißt, er sei auf der Suche nach einem besseren leben nach Amerika ausgewandert. Die Dorfbewohner aber sind sich sicher, dass er der Mädchenmörder ist. Verdächtigungen und Misstrauen breiten sich im Dorf aus, und der Landjäger hat seine Not damit, den Spuren des mordenden Unholds zu folgen.

Die wissbegierige Fine beginnt ebenfalls, überall neugierige Fragen zu stellen, und erst als das nächste Mädchen einen schrecklichen Tod stirbt, beginnt sie zu ahnen, dass sie sich damit in große Gefahr begibt.

So fand ich’s:

Gleich als erstes fiel mir die Sprache auf, die an die Wortwahl der damaligen Zeit angelehnt war und einen sofort in die Mitte des 19. Jahrhunderts hinein versetzte. Da das nicht übertrieben wurde, ließ sich das Buch trotzdem flüssig und flott lesen.

In die Story wurden Sitten und Gebräuche, Alltagssituationen, Glaube und Aberglaube dieser Zeit eingewoben, so dass das Dorf in der Eifel und seine Bewohner vor dem inneren Auge lebendig wurden. Zuerst konnte man dem Schicksal der beiden verwaisten Geschwister Fine und Bastian im Stile eines Märchens oder einer Sage folgen. Später bekam die Krimistory mehr Platz, es wurde spannend und ein bisschen unheimlich.

Trotz der „nur“ 236 Seiten hatte man nicht das Gefühl, dass man durch die Erzählung hetzt, sondern die Geschichte war am Ende rund und man hat ein paar kurzweilige Lesestunden.


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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