Buchiges

Der Trakt von Arno Strobel

Wie verkraftet man es, wenn der Mann, die beste Freundin, die Umgebung einen nicht mehr kennt und das eigene Kind angeblich nie existierte, man selbst das alles aber sehr genau weiß? Sibylle Aurich muss das herausfinden, als sie im Keller eines Krankenhauses aufwacht.

Es finden sich Helfer, die im ersten Moment der Himmel geschickt zu haben scheint, an denen Sibylle doch aber im Laufe der Handlung zweifelt. Sie beginnt sich selbst nicht mehr zu trauen und auch der Leser kann fleißig mit raten, wer es gut mit ihr meint und wer sie wohl anlügt, wer Mitleid mit ihr hat oder doch nur seine eigenen Interessen vertritt. Und vor allen Dingen: warum das alles geschieht. Das wird erst ganz zum Ende des Psychothrillers in einer schlüssigen Erklärung aufgelöst.

In kurzen Kapiteln wird man durch die Ereignisse gejagt und kommt auch auch als Leser kaum zum durchatmen. Es gibt keine Pausen oder Entspannungsmomente in der Handlung und so hat man das Gefühl, das Buch am liebsten an einem Stück lesen zu wollen, weil man es einfach nicht aus der Hand legen kann.

Nun werde ich die beiden anderen Bücher von Arno Strobel wohl auch lesen und hoffe, dass sie ähnlich spannend wie „Der Trakt“ sind. Absolut empfehlenswert!


Bildquelle und Buchdetails: Verlagsseite

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