Buchiges

Ohne ein Wort von Linwood Barclay

Darum geht’s:

Die 14jährige Cynthia treibt sich herum, betrinkt sich und gerät in Streit mit ihren Eltern. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, sind die Eltern und auch ihr Bruder spurlos verschwunden. Noch 25 Jahre später leidet sie darunter, hat es aber nicht geschafft, auch nur ein bisschen Licht in diese undurchsichtige Begebenheit zu bringen. Durch eine Fernsehsendung versucht sie wieder einmal, ihre Familie zu finden und tritt damit eine unglaubliche Lawine los …

So fand ich’s:

Erzählt wird – was ich sehr geschickt finde – aus der Sicht von Cynthias Ehemann Terry, der wie der Leser auch seine Zweifel an einigen Dingen hat und sich manchmal über seine Frau wundert. Ist sie am Verschwinden ihrer Familie beteiligt? Bildet sie sich Dinge ein? Das erzeugt eine gewisse Spannung, die sich aber erst gegen Ende des Buches steigert, als sich die Geschichte einem dramatischen Showdown nähert.

Manche Dinge fand ich unlogisch und nicht durchdacht genug, mir fehlten auch Erklärungen zu manchen Punkten. Am Ende gibt es aber trotzdem eine schlüssige Auflösung der Kerngeschichte.

Ich hatte über „Ohne ein Wort“ sehr viel Gutes gehört und gelesen und bin deshalb auch mit riesigen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Da konnte ich am Ende nur enttäsucht werden. Trotzdem ist das Buch nicht wirklich schlecht. Man kann es flüssig und schnell runterlesen, es bietet gute Unterhaltung auf mittlerem Niveau und ist für einen gemütlichen Lesesonntag durchaus geeignet.


Bildquelle und Buchdetails: Verlagsseite

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