Buchiges

The Marrying Kind von Jay Northcote (englisch)

25256986Darum geht’s:

Auf der Hochzeit ihrer Freunde Simon und Jack stellt Owen noch klar, dass Heiraten nichts für ihn ist. Er und Nathan können auch sehr glücklich ohne dieses veraltete Ritual zusammenleben. Als er später in einer Alkohollaune Nathan doch einen Antrag macht, meint er es so, denn er liebt Nathan aufrichtig. Doch je mehr Zeit vergeht und je mehr die Planungen und Vorbereitungen voranschreiten, desto unwohler fühlt er sich dabei.

So fand ich’s:

Nathan und Owen kennen wir schon aus „The Dating Game“, wo aus beiden ein Paar wird.

Nun wird es ernst für sie, denn Nathan würde schon gerne Nägel mit Köpfen machen. Owen legt nicht viel Wert auf diese Formalie, ganz besonders, weil er als Jugendlicher mit ansehen musste, wie die Ehe seiner Eltern grandios gescheitert ist. Er befürchtet, ganz nach seinem Vater zu kommen und es mit Nathan auch zu versauen. Außerdem droht er seinen Job zu verlieren, weil seine Firma Stellen kürzt und die Kosten für Ringe, Kleidung, die Feier, eine Hochzeitsreise etc. scheinen ihm zu hoch dafür, dass er vielleicht bald auf der Straße sitzt und sparen muss. Er beißt die Zähne zusammen und will Nathan zuliebe durchhalten, doch irgendwann geht das nicht mehr.

Der Konflikt, in dem sich Owen befindet, ist fast schon ein Klassiker. Lässt er sich weiter mitreißen, auch wenn er das Gefühl hat, gegen seinen Willen von den Entwicklungen überrannt zu werden? Sagt er stopp und verletzt Nathan damit? Oder wird er sich darüber klar, was er selbst wirklich will? Es braucht einen Anstoß, der ihn aufwachen lässt, doch wie bei Jay Northcote üblich, geht es nicht gleich um Leben und Tod, sondern bleibt absolut realistisch und trotzdem verfolgt man interessiert, was Owen und Nathan tun.

Nebenbei lernen wir ihre Eltern kennen, die zu ersten Mal aufeinander treffen und Owens kleine Schwester Megan, die ihre eigenen Probleme hat.

Man ist sofort in der fluffigen Story gefangen, der Ton ist leicht und wie erwartet, wurde ich die ganzen gut 100 Seiten über wunderbar unterhalten.

Auch wenn Nathan und besonders Owen in diesem Buch ein bisschen zu kämpfen haben, ist die ganze Zeit über sehr deutlich, wie sehr sie sich lieben. Es macht Spaß, den beiden zuzusehen, wie sich ihre Beziehung nach zwei Jahren gefestigt hat und wie beide immer noch total heiß auf einander sind. Und deshalb ist man sich die ganze Zeit über sicher, dass die beiden es gemeinsam schaffen, egal wie sie sich nun entscheiden.


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Die Homepage des Autors

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