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Defying Gravity von Anna Augustin

Darum geht's:

Um ihrem Großvater das Pflegeheim zu ersparen, benötigt Maggie unbedingt einen Job. Ansonsten kann sie sich keine Pflegekraft leisten und könnte so die Betreuung des demenzkranken Großvaters nicht gewährleisten. Das Ziel scheint zum Greifen nahe, als sie von der NASA zu einem Bewerbungsprozess eingeladen wird. Maggie muss diesen Traumjob um jeden Preis ergattern und so lässt sie sich sogar darauf ein, mit ihrem gehassten Exfreund Alexander zusammen zu arbeiten. Er trug die Schuld daran, dass sie damals von der High School geflogen war und sie wollte ihm eigentlich nie mehr begegnen. Doch jetzt muss sie ihm vertrauen, um eine Chance auf den NASA-Job zu haben. Sie springt über ihren Schatten und hofft, dass sie es nicht bereuen wird.

So fand ich's:

Zugegeben: Ich konnte gar nicht anders als über dieses Buch zu stolpern, trägt es doch mit „Defying Gravity“ denselben Titel wie eines meiner Lieblingsstücke aus der Welt der Musicals. Auch das Cover ist ein richtiger Blickfang und machte mich erst recht neugierig. Solche Liebesromane sind nicht unbedingt mein Hauptbeuteschema. Aber ab und an tut mir solch romantische Lektüre als Balsam für die Seele einfach gut.

Anna Augustins Erzählstil ist klar und unaufgeregt und schafft es leicht, meine Emotionen zu wecken. Ihre Hauptfigur Maggie gefällt mir vor allem in den Szenen mit ihrem Großvater. Es ist sehr schön zu sehen, wie liebevoll sie mit ihm umgeht und wozu sie bereit ist, um ihm zu ermöglichen, dass er seinen Lebensabend trotz Demenzerkrankung in seinem Haus verbringen kann. Die Autorin hat das Buch ihrem eigenen Großvater gewidmet. Und diese Zuneigung spürt man meiner Meinung nach ganz wunderbar in den entsprechenden Abschnitten.

So gut mir Maggie im Zusammenspiel mit dem Großvater gefiel, umso mehr nervte mich ihr Verhalten, sobald es um Alexander ging. Ich kann ja verstehen, dass sie sauer auf ihn ist und im Grunde nichts mehr mit ihm zu tun haben möchte. Ihr Verhalten war mir das eine und andere Mal jedoch etwas überzogen, was nicht so ganz zu der Maggie passte, die sich so liebevoll und geduldig um ihren Großvater kümmert. Diese Charakterzüge sind allerdings nicht unerheblich für die Entwicklung der Geschichte. Daher kann ich hier gut ein Auge zudrücken.

Wie in diesem Genre üblich, ist auch Maggies Geschichte in manchen Punkten vorhersehbar und der Weg ist hier das Ziel. Für mich war das Buch jedenfalls eine angenehme und gefühlvolle Lektüre. Am besten gefallen haben mir die Szenen bei der NASA, in denen es um das Programmieren und den Robonauten ging. Ach, ja, den Robonauten habe ich ja noch gar nicht erwähnt. Auf den können sich die Leser auf jeden Fall freuen. Mehr möchte ich aber nicht verraten.

Anna Augustin ist mit ihrem Debüt ein solider Liebesroman gelungen, der alles beinhaltet, was Leser dieses Genre mögen. Mit „Defying Gravity“ werde ich ab sofort nicht mehr nur das Musical in Verbindung bringen. Es wird mich auch an einen Robonauten namens August erinnern. 😊

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

 


Herzlichen Dank an den Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar

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Titel: Defying Gravity
Autor/in: Anna Augustin
ISBN / ASIN:
B08SRCLGFJ
Sprache:
Deutsch
Genre: Liebesroman
Verlag: Forever by Ullstein
Erscheinungsjahr:
2021
Medium:
eBook
Seitenzahl: 365
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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