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Der Mann, der kein Mörder war von Hjorth & Rosenfeldt – Sebastian Bergman #1

Der erste Fall für den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman

Klappentext:

In einem Waldstück bei Västeras entdecken Kinder die Leiche eines Jungen – brutal ermordet, mit herausgerissenem Herzen. Der Tote ist schnell identifiziert: Roger war Schüler eines Elitegymnasiums und seit Tagen vermisst.

Die Polizei vor Ort ist überfordert, und so reist der Stockholmer Kommissar Höglund mit seinem Team in die Provinz. Dort trifft er überraschend einen alten Bekannten: Sebastian Bergman, ein brillanter Kriminalpsychologe und berüchtigter Kotzbrocken. Seit Bergman Frau und Tochter bei einem Unglück verlor, hat man kaum noch von ihm gehört. Nun bietet er Höglund seine Hilfe an. Das Team zeigt sich wenig begeistert.

Doch schon bald ist der hochintelligente Bergman unverzichtbar. Denn in dem kleinen Städtchen Västeras gibt es mehr als eine zerstörte Seele …

So fand ich’s: 

Sebastian Bergman ist ein echtes Arschloch. Im Laufe des Buches entdeckt man, dass er mit seinen Dämonen zu kämpfen hat und eigentlich eine arme Wurst ist. Aber auch, als man ahnt, warum er sich so mies verhält, hasst man ihn deswegen trotzdem und fühlt sich andererseits richtig gut von seiner provokanten Art unterhalten. Auf den fast 600 Seiten ist genug Gelegenheit, auch das Ermittlerteam um Chef Torkel (an dessen Vornamen ich mich erst ein bisschen gewöhnen musste), der akribischen Ursula und den jungen Leuten Vanja und Billy vorzustellen und uns ein plastisches Bild von ihnen vor unser geistiges Auge zu zaubern. Man kann sowohl an ihrer Ermittlertätigkeit als auch ihrem Privatleben teilnehmen und lernt individuelle Charaktere kennen. Und auch die anderen Beteiligten, die Verdächtigen und Zeugen bis hin zum „Looser“-Polizisten Haraldsson sind immer plastisch und greifbar für den Leser.

Obendrein gibt es eine undurchsichtige Krimiermittlung zu lesen, bei der man Verdächtige präsentiert bekommt, auf die falsche Fährte gelockt wird, zusammen mit den Polizisten seine Meinung ändert und dann doch wieder im Irrtum war. Herrlich zum Miträtseln und am Ende schlüssig aufgeklärt, ohne dass ich im Vorfeld ahnte, worauf es hinausläuft.

Mir ist an keiner Stelle aufgefallen, dass dieser Krimi von zwei Autoren geschrieben wurde. Er bot genug Raum für gelungene Charakterstudien, war homogen und auf erzählerische Weise durchgängig spannend, ohne reißerisch zu sein.

Mehr dazu:

Die Serie in der richtigen Reihenfolge

Der Mann, der kein Mörder war

Die Frauen, die er kannte

Die Toten, die niemand vermisst

Das Mädchen, das verstummte

Die Menschen, die es nicht verdienen


[Werbung] Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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