Immerkalt von Roman Klementovic – Immer-Morde #3

Darum geht’s:

Die kleine Tochter von Patrick ist verschwunden, zusammen mit der Babysitterin Lena. Weil er der örtlichen Polizei und besonders dem Chef nicht zutraut, Sophie zu finden, bittet Patrick den pensionierten Polizisten Schulz um Hilfe und sucht auch auf eigene Faust verzweifelt nach seiner Tochter. Babysitterin Lena bleibt unauffindbar und als noch mehr Leute verschwinden, wird eine Lawine losgetreten, die den Ort erschüttert.

So fand ich’s:

Roman Klementovic hat uns schon zweimal mit nach Grundendorf genommen und von grausamen Tragödien erzählt. Und doch ist Polizist Patrick mit seiner Familie im Ort geblieben, der sein Leben schon zweimal erschüttert hat. Nun sind seine erst ein Jahr alte Tochter Sophie und ihre Babysitterin Lena vom Spielplatz nicht zurückgekommen. Der Leiter der örtlichen Polizei und der Bürgermeister nutzen die Gelegenheit, ihre eigenen Interessen zu verfolgen und Patrick kündigt kurzerhand, um auf eigene Faust zu suchen.

Den Polizisten Schulz kennen wir ebenfalls schon aus “Immerstill” und “Immerschuld”. Da ist er nicht wirklich gut weggekommen, weil wir immer nur durch die Augen anderer Personen auf ihn geblickt haben. Nun darf er aus seiner Sicht erzählen und wir begleiten ihn nicht nur bei seiner Suche nach Sophie und Lena, sondern erfahren auch mehr von seinem Privatleben. Im Gegensatz zu den vorherigen Bänden ist er mir dadurch ausgesprochen sympathisch geworden.

Die verschwundenen Sophie und Lena wären schon alleine schlimm genug, aber das ist erst der Auftakt zu weiteren unerklärlichen Funden, noch mehr unauffindbaren Menschen, Überfall, Verletzung und Tod. Patrick und Schulz scheinen immer einen Schritt zu spät zu kommen und weder ihnen noch mir ist es gelungen, aus den Indizien einen schlüssigen Ablauf zu konstruieren. Ich war gezwungen, die Ermittler zu begleiten und abzuwarten, was sich nach und nach enthüllt.

Die Spannung war von Anfang an da und hat sich durch den Wettlauf gegen die Zeit und dass sich Patrick von der Polizei und von seiner Frau, die nach Wien geflüchtet ist, allein gelassen fühlt, immer weiter gesteigert. Dass Grundendorf kein idyllisch-fröhlicher Ort ist, sondern dort viele Geheimnisse schlummern, eine eher düstere Atmosphäre vorherrscht und die Dorfbewohner alle irgendwie Dreck am Stecken haben, war mir schon durch “Immerstill” und “Immerschuld” klar. Und doch hat es mich wieder dort hingezogen, um nochmal eine Episode der “Immermorde” mitzuerleben.

Besonders durch die bedrückende Atmosphäre passt auch “Immerkalt” in die gruselige, nebelverhangene Jahreszeit und macht genau im Herbst besonders viel schauriges Lesevergnügen. Roman Klementovic erschafft einzigartige Figuren, die facettenreich und lebensecht wirken und in denen Abgründe schlummern, die man so nicht kommen sieht. Die Spannung zieht sich durch das komplette Buch, die Auflösung ist so überraschend wie schlüssig und die überraschenden Wendungen machen den Weg zum Showdown zu einem echten Lesevergnügen.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:
Immerstill
Immerschuld
Immerkalt


Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

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Titel: Immerkalt
Autor/in: Roman Klementovic
ISBN / ASIN:
‎ 978-3-8392-8151-2
Sprache:
Deutsch
Genre: Thriller
Serie: Immer-Morde #3
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsjahr:
2026
Medium:
Taschenbuch
Seitenzahl Print: 368
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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