Darum geht’s:
Der ehemalige Polizist Patrick wird zum Fund eines Hundekadavers im Wald geholt und muss erkennen, dass es das Tier seiner jungen Cousine Julia ist. Als er seine Großeltern besucht, bei denen seine Cousine wohnt, erfährt er, dass Julia seit einiger Zeit schwer krank und außerdem seit kurzem verschwunden ist. Patrick macht sich auf die Suche nach Julia.
So fand ich’s:
Patricks frühere Freundin Lisa liegt im Koma, Patrick hat seinen Job als Polizist aufgegeben und sich in depressiver Stimmung von allem zurückgezogen. Als er erkennt, dass er überhaupt nicht bemerkt hat, wie krank Julia inzwischen geworden ist, plagt ihn das schlechte Gewissen und er macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach seiner Cousine. Die Lage spitzt sich für ihn zu, als eine Tote aus dem See gezogen wird – in Patricks eigenem Auto! Er gerät in dringenden Verdacht und muss nun nicht nur Julia finden, sondern auch seine eigene Unschuld beweisen.
Wir kennen Patrick schon aus “Immerstill”, als seine Exfreundin Lisa ins verschlafene Grundendorf zurückkehrt, um nach ihrer Schwester zu suchen. Nun ist Patricks Familie betroffen. Man muss “Immerstill” nicht gelesen haben, um die Ereignisse in “Immerschuld” nachvollziehen können, aber es hilft definitiv dabei, um einen Eindruck von Grundendorf und der düsteren Atmosphäre dort zu bekommen. Denn eine harmonische Dorfgemeinschaft gibt es nicht, sondern es herrscht Misstrauen, Ablehnung dagegen, wieder in den Focus der Öffentlichkeit zu geraten und der abgelegene, freudlose Ort scheint eher Konkurrenzdenken als Zusammenhalt hervorzubringen.
Und nachdem sich schon in “Immerstill” nach und nach ein Drama entfaltet und immer größere Ausmaße angenommen hat, war ich schon ein bisschen vorbereitet darauf, dass es auch in “Immerschuld” nicht gerade cosy und beschaulich zugeht. Es bleibt nicht bei der Leiche, die man aus dem See zieht und je weiter Patrick ermittelt, desto tiefer taucht man in Abgründe ein, die ungewöhnlicher nicht sein könnten.
Die Action, die mir in “Immerstill” noch ein bisschen gefehlt hat, ist hier reichlich vorhanden – obwohl auch hier der Schwerpunkt nicht bei Schießereien und Verfolgungsjagden liegt, sondern die menschlichen Un-Tiefen und psychologischen Aspekte vermischt mit einer düsteren Atmosphäre die Grundlage der Erzählung bilden. Ich war von Anfang an mittendrin und habe gespannt verfolgt, wie Patrick versucht, alles aufzuklären, aber sich immer tiefer auch persönlich verstrickt.
Die Auflösung war so unglaublich wie folgerichtig und ich habe “Immerschuld” noch ein Stück mehr genossen als den ersten Band “Immerstill”. Nun bin ich sehr neugierig auf den aktuellen, dritten Band “Immerkalt”.
Mehr dazu:
Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)
Die Serie in der richtigen Reihenfolge:
Immerstill
Immerschuld
Immerkalt
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Titel: Immerschuld
Autor/in: Roman Klementovic
ISBN / ASIN: 978-3839254301
Sprache: Deutsch
Genre: Thriller
Serie: Immer-Morde #2
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsjahr: 2017
Medium: Taschenbuch
Seitenzahl Print: 352
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite