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It Doesn’t Translate (englisch) von Ofelia Gränd – Tattooed Corpse Stories

Darum geht's:

Max betreibt ein Burger-Restaurant auf einer kleinen Raumstation. Weit und breit ist er der einzige Mensch, denn die wenigsten verlassen die Erde und wagen sich in den Weltraum. Seine Gäste sind Außerirdische der unterschiedlichsten Spezies und bei den meisten von ihnen ist er sich nicht sicher, was nun eine freundschaftliche oder eine feindliche Geste ist. Besser ist es, den Kopf gesenkt zu halten und nicht zu lächeln. Dass sich ausgerechnet die Truppe von Raumpiraten seinen Laden als Stammlokal ausgesucht hat, macht ihm Angst und ist schlecht für's Geschäft.

Das Katzenwesen Noir hat sich unter die Piraten gemischt, doch eigentlich versucht er aufzuklären, wohin die wenigen Menschen, die die Erde verlassen haben, verschwinden. Ob die Piraten und Schmuggler etwas damit zu tun haben? Den Wirt Max findet Noir ganz schön klein und mickrig, aber für ihn sind die so selten zu sehenden Menschen auch interessant. Und Max hat etwas an sich, dass Noir immer wieder in sein Burgerrestaurant zurückkommen lässt.

So fand ich's:

Hach, was für eine wundervolle Story!

Ein Diner mitten im Nirgendwo des Weltraums. Die Gäste sind teils ziemlich skurrile Spezies und weil der menschliche Wirt Max keine Lust hat, sich mit den hilfreichen Broschüren zu beschäftigen, ist er sich nie so ganz sicher, wie er sich verhalten soll, um niemanden vor den Kopf zu stoßen. Schließlich sind die meisten Spezies viel größer als er, aggressiv und einige davon sogar giftig. Als Türsteher, Bodyguard und Helfer in allen Lebenslagen hat er das Echsenwesen Quam eingestellt, der souverän und gelassen die Lage im Griff hat. Und doch kann auch er gegen die wilde Piratenbande nicht viel ausrichten, die immer wieder das Diner belagert.

Noir ist ein Undercover-Agent, der gar nicht so richtig weiß, wieso er so einen Narren an dem kleinen, zerbrechlichen Menschen Max gefressen hat. Als Max ihm gegenüber auftaut, irritiert er Noir umso mehr, denn Max sagt Dinge zu ihm, die sein ansonsten ziemlich zuverlässiger Universalübersetzer nicht übersetzen kann. Und doch ist der kleine Mann unwiderstehlich.

Die "Tattooed Corpse" Geschichten heißen so, weil sie eines gemeinsam haben: Es taucht überall die selbe tätowierte Leiche auf. Abgesehen davon sind es in sich abgeschlossene Einzelgeschichten und geben den Autorinnen Ofelia Gränd und Amy Spector jede Menge Gelegenheiten, mit Genres zu spielen, herumzublödeln und Dinge auszuprobieren. "It Doesn't Translate" ist die erste der bisher drei existierenden "Tattooed Corpse" Geschichten, die ich gelesen habe, aber ich werde ganz sicher schnellstens auch die beiden anderen lesen.

Mir gefiel die Grundidee mit den verschiedenen Spezies, die zwar per Übersetzungsprogramm miteinander reden können, aber weder Gepflogenheiten noch Körpersprache der meisten anderen kennen und so immer ein bisschen auf dem Schlauch stehen. Mir gefiel der trockene Humor, mit dem die Geschichte erzählt wird. Die zarte (und völlig sexfreie) Annäherung zwischen den beiden interessanten Charakteren Max und Noir hat mich berührt. Ich liebe die Idee, unabhängige Geschichten dadurch miteinander zu verbinden, dass überall die gleiche Leiche auftaucht. Und natürlich hat mich wieder die lebendige und packende Art von Ofelia Gränd begeistert, die es versteht, einen in die Geschichte versinken zu lassen.

Von mir gibt es eine begeisterte Leseempfehlung.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

Alle Geschichten der Serie (Reihenfolge beliebig):
Pink Slip von Amy Spector
Worth His Salt von Ofelia Gränd
It Doensn't Translate von Ofelia Gränd


Herzlichen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar

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Titel: It Doesn't Translate
Autor/in: Ofelia Gränd
ISBN / ASIN:
B07GBFNNZW
Sprache:
Englisch
Genre: Gay Romance
Serie:Tattooed Corpse Series
Verlag:
Selfpublisher
Erscheinungsjahr:
2018
Medium:
eBook
Seitenzahl: 87
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Homepage der Autorin

 

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