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Joshua und das Biest von Helen Juliet

Darum geht's:

Joshua und Darius lernen sich an ihrem Hochzeitstag kennen. Beide wurden aus unterschiedlichen Gründen zu dieser Ehe gezwungen und sind nicht gerade glücklich damit. Doch da sie auf Darius' Anwesen zusammen leben müssen und sich zwangsläufig über den Weg laufen, lernen sie sich doch von einer anderen Seite kennen und der erste Eindruck verwischt sich.

So fand ich's:

Die Schöne und das Biest - die Story ist wohl jedem bekannt. Hier gibt es die zeitgenössische Variante mit Joshua, einem schönen, etwas eingeschüchterten aber liebenswerten jungen Mann und Darius, einem etwas älteren Mann, der an Leib und Seele verletzt wurde, resigniert hat und seinen Vater über sein Leben bestimmen lässt. Der erste verwilderte und kaltherzige Eindruck von Darius verschwindet recht schnell und man hat Mitleid mit ihm. Es scheint, der liebenswürdige Joshua könnte wie der kleine Lord Fauntleroy Darius und sein verwunschenes alias heruntergekommenes Schloss wieder erwecken.

Zu jedem guten Märchen gehört aber auch ein Bösewicht und das ist hier Darius' Vater. Es wird schon eine Erklärung geliefert, wieso er ausgerechnet Darius und Joshua so quält und ständig piesackt, aber ich fand sie ein bisschen an den Haaren herbeigezogen und wie so einige andere Dinge auch nicht ganz schlüssig. Um mal ein kleines bisschen zu spoilern, ist über Wochen niemand in der Lage, Internet und Telefon im Schloss zu installieren und verhindert damit zuverlässig, dass Joshua Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen kann. Denn ihm wurde verboten, das Schlossgelände zu verlassen, das Handynetz hat ausgerechnet dort ein Loch, Festnetz gibt es nicht (obwohl Darius und eine ganze Reihe Angestellt schon ewig im Schloss leben, also wohl dann ohne Telefon). Klingt unglaubwürdig? Ja, kommt auch so rüber. Einen Satelliten aufs Dach geschraubt und über Nacht kehrt die moderne Technik im Schloss ein. Oder vielleicht ein Satellitentelefon, was dem schwer reichen Darius finanziell überhaupt keine Probleme bereiten sollte. Von solchen Ungereimtheiten gibt es mehr als mir lieb ist und man muss wohl einfach darüber hinweg lesen und sich nicht davon stören lassen.

Letztendlich geht es hier darum, dass sich Darius und Joshua näherkommen und zusammen die Fesseln sprengen, die Darius' Vater ihnen auferlegt hat. Sich aus den Quälereien zu befreien und dem Sadisten Einhalt zu gebieten. Und das tun sie dann auch, langsam und zögerlich zuerst, dann aber actionreich und dramatisch.

Wer nichts gegen ein etwas unrealistisches Setting hat und eine süße Lovestory zwischen einer verletzten und einer naiven, gutherzigen Seele lesen will, der ist mit dieser Geschichte hier wunderbar bedient.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

 


Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

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Titel: Joshua und das Biest
Original-Titel:
Thorn in His Side
Autor/in: Helen Juliet
Übersetzer/in:
Anne Sommerfeld
ISBN / ASIN:
B08Q3T7B6Z
Sprache:
Deutsch
Genre: Gay Romance
Verlag: Cursed
Erscheinungsjahr:
2021
Medium:
eBook
Seitenzahl: 314
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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