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Im Wald der Wölfe von Astrid Frank

Darum geht's:

Dieses Buch beinhaltet zwei spannende Wolfgeschichten, in denen man auch so einiges über diese faszinierenden Tiere erfährt.

In der ersten Erzählung muss der Förstersohn Jakob miterleben, wieviel Misstrauen und Vorurteile die Menschen in seinem Dorf dem Wolf entgegenbringen. Er versucht die Wölfe, die in der Nähe vom Dorf auftauchen, vor den verunsicherten Bewohnern zu schützen und bringt sich damit selbst in Gefahr.

Brenzlig wird es auch in der zweiten Geschichte, in der Mike seinen Weihnachtsurlaub bei seinen Großeltern in Polen verbringen muss, weil seine Mutter im Krankenhaus ist. Sein Cousin Karol sieht sich als der Überlegene und macht sich ständig über ihn lustig. Als die beiden jedoch mit dem Motorschlitten einen Unfall haben und die Nacht im tiefverschneiten Wald verbringen müssen, wird der großspurige Karol ganz kleinlaut. Das Heulen der Wölfe kommt immer näher. Wie können sich die beiden Jungs nun schützen?

So fand ich's:

„Vor über hundert Jahren wurde der Wolf in Deutschland ausgerottet. Erst im Juli 2000 kehrte das erste Wolfsrudel hierher zurück.“ (Zitat aus dem Buch)

„Der Wolf und der Mensch“ ist in der Tat eine Jahrhunderte alte Geschichte und auch heutzutage wieder sehr aktuell. Auch in meiner alten Heimat – dem Schweizer Kanton Wallis – ist das eine heikle Debatte und wir hatten auch innerhalb der Familie und im Freundeskreis hitzige Diskussionen darüber. Umso neugieriger war ich darauf, wie Astrid Frank dieses kontroverse Thema in ihrem Kinder- und Jugendbuch behandelt.

In der ersten Geschichte muss der Förstersohn Jakob miterleben, wie sehr die Angst vor dem Wolf in den Menschen drin steckt und was für Auswirkungen dieses Misstrauen mit sich bringt. Der Autorin ist es hier gut gelungen, beide Seite darzustellen und die Denkweisen leicht und verständlich dem Leser näher zu bringen.

Gerade die Szenen, die aus der Sicht der Wölfe erzählt werden, haben mir besonders gut gefallen. Hier zeigt sich die Liebe der Autorin zur Natur und ihr Einfühlungsvermögen, ohne die Tiere zu verharmlosen. Gleichzeitig zeigt sie ein gewisses Verständnis für die Ängste der Dorfbewohner, ohne aber ihre Vorgehensweisen gut zu heißen. Auch die Spannung fehlt in dieser ersten Geschichte nicht, so dass sie viel zu schnell ausgelesen war.

In der zweiten Geschichte hat Astrid Frank in Sachen „Abenteuer“ nochmals eine Schippe draufgelegt. Die beiden Jungs, die nach einem Unfall mit dem Motorschlitten im tieferverschneiten Wald festsitzen, sehen sich den Gefahren der Natur ausgesetzt und sie müssen Möglichkeiten finden, sich zu schützen. Für mich ist dies eine gelungene Erzählung über das Über-sich-hinaus-wachsen.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und für mich hätte es ruhig ein paar Seiten mehr haben dürfen. Ich denke aber, dass es für Leser ab 8 Jahren gerade richtig ist: kurzweilig, spannend und auch lehrreich.

Die Autorin hat es meiner Meinung nach sehr gut geschafft, Wissenswertes mit Spannung zu verbinden und im Leser ein gewisses Verständnis für das Thema Wolf zu wecken. Die Illustrationen von Birgit Busche-Brandt haben für mich den Lesegenuss zudem perfekt abgerundet und ich vergebe ohne zu Zögern die volle Punktzahl.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)


Herzlichen Dank an den Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar

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Titel: Im Wald der Wölfe
Autor/in: Astrid Frank
Illustrator/in:
Birgit Busche-Brandt
ISBN / ASIN: 352218517X
Sprache:
Deutsch
Genre: Kinder- und Jugendliteratur
Verlag: Thienemann Verlag
Erscheinungsjahr:
2019
Medium:
eBook
Seitenzahl: 208
Altersempfehlung: ab 8 Jahre
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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