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Mitternacht in Charlbury House von Helen Peters

Darum geht's:

Da ihre Mutter auf Hochzeitsreise ist, muss Evi zu ihrer Tante fahren. Doch sie fühlt sich nicht sonderlich wohl in dem umgebauten Herrenhaus, in dem ihre Tante eine Wohnung gemietet hat, denn diese hält nicht viel von Ordnung und wohnt in einem richtigen Chaos. Und dann die unheimliche Atmosphäre, die in diesem alten Hause herrscht. Kein Wunder sieht Evi nachts schon Gespenster. Doch das Mädchen am Fenster wirkt sehr real und scheint Evi zu rufen. Vor lauter Schreck flüchtet Evi aus dem Zimmer und plötzlich ist Tante Annas Chaos verschwunden und Evi befindet sich im alten Herrenhaus im Jahre 1814. Sie wird für das neue Dienstmädchen gehalten und wird sofort in die schwere Arbeit mit eingebunden. Und dann trifft sie auch das Mädchen vom Fenster wieder und ihr wird klar, dass sie nur nach Hause zurückkehren kann, wenn sie das Mädchen vor  seinem schweren Schicksal bewahrt. Wie soll sie das aber bloß anstellen?

So fand ich's:

Gespenstergeschichten habe ich immer schon gerne gelesen und ein Traum von mir wäre es einmal in einem Schloss oder Herrenhaus, in dem es spuken soll, zu übernachten. Wie ich aber reagieren würde, wenn ich tatsächlich einem Geist begegnen würde, kann ich nur vermuten. 😉 Und wie es mir wohl ergehen würde, wenn ich mich wie Evi in einem früheren Jahrhundert wiederfände?

Für Evi war das jedenfalls ein großer Schock und dennoch hat sie sich sehr schnell gefangen und hat für meinen Geschmack fast ein bisschen zu rasch begriffen, was geschehen ist. Ich kann mir vorstellen, dass ich da verwirrter reagieren würde. Das ist aber Kritik auf sehr hohem Niveau. Denn die Geschichte war viel zu spannend, als dass ich über diesen Umstand länger nachdenken mochte.

Es war sehr interessant zu lesen, wie hart das Dienstboten-Leben damals war und wie schon kleine Kinder harte Arbeit leisten mussten. Für unsere Kinder ist das zum Glück unvorstellbar – umso aufschlussreicher kann dieses Buch in dieser Hinsicht für junge Leser sein.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Szenen, in denen Evi sich „verraten“ hat, dass sie aus einer anderen Zeit kommt und sie die anderen Figuren mit unzeitgemäßen Äußerungen verwirrt. Vieles, was für uns heute selbstverständlich ist, war damals noch undenkbar. Das sorgt für amüsante Begebenheiten, die die Geschichte auflockern.

Das Buch liest sich sehr leicht und flüssig – für mich absolut altersgerecht. Und auch wenn die Auflösung keine große Überraschung bringt, gibt es doch einiges im Verlaufe der Geschichte zu entdecken und nicht alles ist vorhersehbar.

Der Autorin ist hier eine wirklich schöne Gespenster- und Zeitreisegeschichte gelungen. Eine klare Leseempfehlung von mir für alle, die gerne auf Gespensterjagd gehen.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
Nenaties Bücherwelt

 


Herzlichen Dank an den Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar

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Titel: Mitternacht in Charlbury House
Original-Titel:
Evie‘s Ghost
Autor/in: Helen Peters
Übersetzer/in:
Dr. Cornelia Panzacchi
Illustrator/in:
Verena Körting
ISBN / ASIN:
3522185153
Sprache:
Deutsch
Genre: Kinder- und Jugendbuch
Verlag: Thienemann-Esslinger
Erscheinungsjahr:
2020
Medium:
Hardcover
Seitenzahl: 368
Altersempfehlung: ab 10 Jahre
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

 

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