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That Alien Feeling (englisch) von Alessandra Hazard

Darum geht’s:

Weil er seine Schwester telepathisch ausgespäht hat, wird der behütete junge Alien-Prinz Harht’ngh’chaali für einige Zeit als Strafe auf die Erde geschickt. Dort nennt er sich Harry und versucht, nicht aufzufallen, doch oft genug versteht er Dinge nicht richtig und macht einen skurrilen Eindruck. Als er den Banker Adam kennenlernt, sind beide gleichermaßen vom ersten Augenblick an zum anderen hingezogen. Leider muss Harry verschweigen, dass er ein Alien ist, außerdem ist er verlobt und weiß, dass er bald wieder die Erde verlassen muss.

So fand ich’s:

Harry ist ein Schatz. Durch den telepathischen Bund mit seiner Verlobten, der seit frühester Kindheit existiert, kennt er so etwas wie sexuelles Verlangen nicht, denn das wird erst mit dem Heirats-Bund geweckt werden. Außerdem ist er sowieso sehr naiv und gutgläubig, freundlich und hat Humor und diese liebenswerte Kombination begeistert nicht nur Adam sofort, sondern auch mich als Leser. Allerdings weiß Harry sehr genau, dass er am allerliebsten in Adams Nähe ist, ihn ständig anfassen und beschnuppern und am liebsten in ihn hineinkriechen möchte, auch wenn er diese Gefühle nicht einordnen kann. Adam hingegen will mehr, aber er merkt auch, wie naiv Harry ist. Dieser erste Teil des Buches, in dem die beiden sich kennenlernen, ist so unglaublich niedlich und süß, aber nicht zu zuckrig, dass ich total hingerissen vor dem Reader saß.

Dann trifft auch die beiden der Ernst des Lebens und das Buch bleibt nicht ganz so fluffig-leicht. Nicht nur ist Harry verlobt und sowohl durch den telepathischen Bund als auch durch einen Vertrag an seine Verlobte gebunden. Es gibt auch politische Gründe auf seinem Heimatplaneten, wieso dieser Bund nicht aufgelöst werden kann und jede Abweichung vom vorgesehenen Lebensentwurf könnte für Harrys Clan, seine Familie und nicht zuletzt für ihn selbst, schwere Konsequenzen haben. Dieser Aspekt war fast wie eine kalte Dusche, die einen aus dem rosaroten Liebeskokon herausreißt. Die Welt, in die Harry da hineingeboren wurde, wird einem nahegebracht und ich fand die Konstellation auf Calluvian spannend.

Das Nesthäkchen Harry wurde bisher von vielem, was nicht nett und positiv ist, ferngehalten und zusammen mit ihm entdeckt man Intrigen und Machenschaften, die ihm sein persönliches Glück fast schon unmöglich machen. Auch wenn diese Alien-Welt gut konstruiert und interessant ist, wollte ich doch eigentlich nur weiter vom niedlichen Harry und seinem verständnisvollen und schwer verliebten Adam lesen. Ich habe es bedauert, dass es nicht mehr gemeinsame Zeit für die beiden gab, die wir miterleben durften.

Eine interessante und wichtige Nebenfigur ist Harrys älterer Bruder Ksar, der kalt und emotionslos erscheint, und der weit mehr zu verbergen hat, als man anfangs glaubt. Dieser undurchsichtige und sehr mächtige Minister für intergalaktische Angelegenheiten gibt nur sehr wenig von sich preis, aber das, was man von ihm mitbekommt, weckte meine Neugier auf ihn. Ganz passend ist er mit Harrys bestem Freund Seyn verlobt, mit dem ihn ein eher schwieriges Verhältnis verbindet, denn Seyn hat eigene Ansichten und scheut sich nicht, diese auch dem grummeligen Ksar ins Gesicht zu sagen. Sehr erfreulich, dass am Ende des Buches angekündigt wird, dass die beiden in einem eigenen Buch die Hauptrolle spielen werden.

“That Alien Feeling” ist ein vielversprechender Start in eine neue Serie von Alessandra Hazard, die etwas anders ist als die “Straight Guy”-Reihe, die mir mit diesem ersten Band aber schon sehr gut gefällt.


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Homepage der Autorin

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2 Kommentare auf "That Alien Feeling (englisch) von Alessandra Hazard"

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mhm ist das buch nun in sich abgeschlossen? gibt es ein hea?