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Theta Alpha Gamma Serie von Anne Tenino (englisch)

Humorvoll – sexy -kurzweilig = ein echtes Lesevergnügen

Man sagt den Studentenverbindungen nach, nicht gerade schwulenfreundlich zu sein und Theta Alpha Gamma scheint da anfangs keine Ausnahme zu sein. Doch dann muss sich die Mischung aus Sportskanonen und Spinnern mit dem Thema auseinander setzen, denn so nach und nach wagt sich der eine oder andere Verbindungsbruder aus der Deckung. In einzelnen, unterschiedlich langen Episoden wird von den schwulen Jungs rund um diese Studentenverbindung erzählt. Auch wenn die Geschichten aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden und man einzelne Episoden auch losgelöst von anderen lesen kann, empfehle ich trotzdem, die Reihenfolge einzuhalten. Denn die Handlung findet doch zeitlich nacheinander statt und man würde vielleicht das eine oder andere erfahren, was man zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wissen will, wenn man durcheinander liest.

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Teil 1: Frat Boy and Toppy

Darum geht’s:

Student Brad ist ein typischer Vertreter der Kategorien Mädchenschwarm und Sportskanone. Als seine Gedanken immer öfter um den weltgewandten, intellektuellen Sebastian kreisen, muss er sich nun doch eingestehen, dass er schwul ist und die Mädchenparade nur eine Fassade war. Plötzlich ist er in der Situation, jemanden erobern zu müssen. Das kennt er gar nicht, denn die Mädchen sind Brad immer nachgelaufen.

So fand ich’s:

Es gibt kein großes Drama in Brads Leben. Auch wenn nicht immer alles perfekt läuft, schafft er es doch immer wieder, sich zu behaupten und den Spass am Leben nicht zu verlieren. Er beginnt immer mehr, nach seinen eigenen Vorstellungen zu leben und hört auf, fremde Erwartungen zu erfüllen. Und findet auch noch die große Liebe.

Die Geschichte von Brad und Sebastian ist mit Humor und Augenzwinkern erzählt, bietet kurzweilige Unterhaltung und macht einfach Spass. Dazu gibt es aufregende Bettspielchen, die teilweise von der dominanten Seite Sebastians geprägt sind.

Original-Inhaltsangabe von der Verlagsseite

Brad is great at meeting other people’s expectations. But his own? Not so much. Take the gay thing. Okay, so yeah. It took a morning meeting with a frat brother’s hairy, naked ass for him to admit it, but he knows the truth about himself now. Let the gay life commence.

Unfortunately, it’s not that easy. He hasn’t quite determined how to come out to anyone, even Sebastian, the geeky-hot TA in his history class. Sebastian is everything Brad is not. Intellectual, suave, hairy. Out. And he doesn’t seem interested in Brad, even when Brad makes a fool of himself trying to catch his notice.

Score one for foolery: Sebastian does more than notice Brad; he takes him to bed. Brad’s been with plenty of girls, but with Sebastian, the sex is something else entirely—hot, mind-blowing, affirming, and a little domineering in a way that drives him wild. But when great sex turns into something more—dare he admit the “L” word?—Brad must face the crushing realization that Sebastian doesn’t feel the same. Unless, of course, he does. After all, even grad students can be idiots about matters of the heart.

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Teil 2: Love, hypothetically

Darum geht’s:

Paul hat eine auffällige Abneigung gegen muskelbepackte Sportfreaks. Das hat sogar dazu geführt, dass ihn sein Mitbewohner Sebastian vor die Tür gesetzt hat, weil sich Paul dessen Freund Brad gegenüber ständig unmöglich benommen hat. Als Trevor Gardiner, der neue Trainer des Softball-Teams auf der Bildfläche erscheint, wird klar, woher diese Abneigung kommt. Trevor und Paul waren früher ein heimliches Paar. Doch als sich Trevor entscheiden musste, zu seinem Schwulsein und zu Paul zu stehen, hat er alles geleugnet und Paul mit den Hänseleien alleine gelassen. Denn Trevor wollte seine Sportkarriere nicht gefährden. Das war es dann mit Trevor und Paul und Pauls Vertrauen in Jungs, denen der Sport wichtiger ist als alles andere. Doch jetzt, 9 Jahre später, steht Trevor vor ihm und bittet um Verzeihung. Was soll Paul denn jetzt bloß tun?

So fand ich’s:

Obwohl Paul tief verletzt ist und Trevor ganz schön zu tun hat (ja, er lässt sich einiges einfallen und kämpft mit ALLEN Mitteln), um Paul zurückzugewinnen, ist auch hier der Ton wieder locker und leicht und man kann das Buch mal zwischendurch lesen, um sich gut unterhalten zu lassen. Trotzdem werden die Gefühlsverwirrungen ernst genommen, gerade genug, damit es nicht ansatzweise langweilig wird. Man trifft Sebastian und Brad aus dem ersten Band wieder, auch wenn man den Teil nicht gelesen haben muss, um die Zusammenhänge zu verstehen.

Original-Inhaltsangabe von der Verlagsseite

Paul’s been called many things—graduate student, humanities tutor, jock-hater, even broke—but “forgiving” isn’t one of them. When the new women’s softball coach at Calapooya College specifically requests Paul to tutor his athletes, Paul’s forced to put aside his strict “no athletes” policy for the sake of his paycheck.

Enter Trevor Gardiner, former Major League Baseball player and Paul’s high school boyfriend. Yeah, that one—the guy who sacrificed Paul for the safety of his closet and his future career. But Trevor’s come out and retired from baseball, and now he’s looking for forgiveness and a second chance.

There’s no earthly reason Paul should give him one, but he keeps letting the man state his case. And touch him. And take him sailing. The waters are far from smooth, though, and Paul says awful things to Trevor he isn’t sure he means. Now Paul has to decide: apologize and forgive Trevor for everything, or chalk it up as revenge and move on.

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Teil 3: Sweet Young Thang

Darum geht’s:

Collin Montes ist sehr froh darüber, dass seine Studentenverbindung nun ihre Statuten geändert hat und schwule Studenten ermuntert, Theta Alpha Gamma beizutreten. Collins Onkel Monty steht dieser Entwicklung sehr kritisch gegenüber. Da passt es ihm ausgezeichnet, dass das Verbindungshaus durch einen explodierenden, manipulierten Wasserboiler beschädigt wird und kurz danach noch eine Bombe dort gefunden wird. Das kann ja nur ein Anschlag gewesen sein. Die neuen Statuten scheinen den Ärger zu verursachen und müssen laut Onkel Monty sofort wieder rückgängig gemacht werden. Oder die Vereinigung der Ehemaligen kürzt ihre finanzielle Förderung für die Verbindung.

Collins einziger Lichtblick ist Sanitäter Eric, dem er bei den Einsätzen am Verbindungshaus begegnet und der genauso an ihm interessiert zu sein scheint wie Collin an Eric.

So fand ich’s:

Manche Reaktionen und Diskussionen im Verbindungshaus waren ziemlich witzig und ich musste mehr als einmal schmunzeln. Die Szenen zwischen Collin und Eric waren richtig heiss und die Liebesgeschichte total “süß” (Eric wirft nur so mit Kosenamen um sich, die alle irgendwie das Wort süß enthalten). Die Art von Anne Tenino zu erzählen, lässt sich wieder super angenehm, unterhaltsam und mit einem Augenzwinkern lesen. Die Hauptpersonen aus den vorherigen Bänden hatten auch hier ihre Rolle und ich habe mich über das Wiedersehen gefreut. Collins Kampf, sich gegen den bestimmenden Onkel abzugrenzen und sich zu lösen, auch wenn er der große Halt in seiner Kindheit war, las sich sehr authentisch und spannend.

Andererseits wurde die Liebesgeschichte zwischen Collin und Eric mir persönlich ein bisschen zu schnell ernst (wer wird denn nach einer Woche vom Heiraten reden?). Das ewige Hin und Her, wie man sich verhalten soll, wenn es um Angriffe gegen schwule Verbindungsbrüder oder die Budgetkürzung der Ehemaligen angeht, war mir zu ausführlich. Es wurde einfach zuviel im Kreis herum diskutiert. Und die Frage, wer der Attentäter ist, war sogar mir zu durchsichtig, und das, wo ich meistens nicht checke, wer der Bösewicht ist, bis man mich drauf stößt.

Unterm Strich fand ich das Buch wieder lesenswert, wenn auch mit 419 Seiten ein bisschen zu lang. Eine kleine Kürzung hätte für mich den Lesegenuss noch vergrößert, aber ich jammere hier wirklich auf einem hohen Niveau.

Original-Inhaltsangabe von der Verlagsseite

When Plan A fails, turn to Man A.

Thanks to Collin Montes, Theta Alpha Gamma now welcomes gay and bisexual students. Persuading his Uncle Monty, president of the TAG Alumni Association, that the open approach won’t adversely affect TAG’s reputation is Collin’s own first step toward coming out. As long as there are no repercussions, he’ll escape the closet by graduation.

Enter repercussions, stage left: someone rigs the TAG House water heater to launch through the ceiling, then plants a bomb—thankfully unsuccessful—in the fraternity’s basement. Now Collin has his hands full not only trying to convince his uncle that this might not be the work of homophobes, but also dealing with a fratful of brothers worried about their kegger fridge.

Paramedic Eric Dixon can’t stop thinking about the kid he met during a call at his former college fraternity house. The age gap between them is trumped by sexy eyes, so when Eric sees Collin again at the bomb scene, he pursues him. Soon, Eric is dreaming of being a househusband, fighting to keep Collin safe from whoever’s trying to destroy the fraternity, and helping his sweet young thang realize that repercussions sometimes have silver linings.

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Teil 4: Good Boy

Darum geht’s:

Bei Brad und Sebastian (den Hauptpersonen aus Teil 1) ist der Alltag eingekehrt. Sebastian ist mit seiner Abschlussarbeit schwer beschäftigt, überlässt Brad den Haushalt und ansonsten ignoriert er ihn. Als Collin bei ihnen unterkommen will, weil der explodierte Wasserboiler das Verbindungshaus unbewohnbar gemacht hat, reagiert Sebastian total abweisend – und eifersüchtig. Zeit für eine Aussprache.

So fand ich’s:

Die Geschichte spielt zur gleichen Zeit wie Band 3 “Sweet Young Thang” und deshalb bekommt man am Anfang eine Begebenheit erzählt, die man aus anderer Perspektive schon kennt. Toll gemacht, dieser Kniff hat mir gut gefallen. Mit nur 77 Seiten ist das hier ein kurzes Zwischenspiel, das aber an prickelnder Erotik nicht spart. Klar, die beiden müssen sich ja nach der Aussprache wieder versöhnen. Es handelt sich nicht um eine Story, die tiefgreifende Probleme wälzt. Es geht darum, die Natur ihrer Beziehung auszuloten und die eher zufälligen Dominanz/Unterwerfungs-Spielchen der beiden auszudiskutieren – und natürlich auch in die Tat umzusetzen.

Original-Inhaltsangabe von der Verlagsseite

Brad “Frat Boy” Feller and Sebastian “Toppy” DeWitt have been together for nine months, and their relationship is as hot as ever. The only cloud Brad sees on their horizon is Sebastian’s stress over his thesis. And their uncertain future together after graduation. And how Sebastian sometimes takes Brad for granted. And Sebastian’s unwillingness to introduce Brad to his father.

Other than that, everything’s awesome.

All of Sebastian’s energy is currently devoted to his thesis, and getting into a top-notch PhD program. Fortunately, his boyfriend takes care of all the domestic stuff and Sebastian’s needs. Any minor strain between them will disappear and they’ll return to the status quo after Sebastian graduates. As long as nothing upsets their delicate balance in the meantime.

Then a friend Brad once had a small fling with is forced to take refuge with them, and Frat Boy and Toppy’s delicate balance topples like an elephant on a waterski. Now Sebastian has to face some truths about how he’s been treating Brad, what he wants for their future, and what he has to do to get it.

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Weiter geht’s …

mit dem 5. Teil “Poster Boy”, der am 21. April 2014 bei Riptide Publishing erschienen ist.

Inhalt laut Verlag:

It’s all fun and games until someone puts his heart out.

After being outed to his hockey team and then changing schools, Jock figures he’s due for something good—like the sex he missed out on in the closet. Toby, the hot grad student he meets at a frat party, seems like a great place to start, and their night together is an awesome introduction to the fine art of hooking up.

Toby’s heart takes a bruising after the near-perfect experience with Jock leads to . . . nothing. He’s been left on the outside as his friends pair up into blissful coupledom, and he’s in danger of never completing (or starting) his thesis. Can’t something go right?

Then Toby’s coerced into chaperoning a Theta Alpha Gamma trip to France. Not that he’s complaining. What better place to finish his thesis and get over that frat boy? Except Jock’s outing is leaked to the press, turning him into an unwilling gay rights martyr, and he decides France would be a great escape, too. It’s a break from reality for both guys, but they soon find their connection is as real as it gets.

Darum geht’s:

Durch ein kompromittierendes Foto wurde Jock unfreiwillig geoutet und aus dem Hockeyteam geworfen. Am College seines großen Bruders und in dessen Studentenverbindung Theta Alpha Gamma wird er aufgenommen und unterstützt. Sogar der heiße Toby interessiert sich für ihn, sie landen zusammen im Bett. Es könnte sich für Jock alles zum Guten wenden, wenn er sich nicht selbst im Weg stünde und dann auch noch Reporter Wind von diesem unseligen Foto bekommen hätten. Zeit, mit dem Austauschprogramm nach Frankreich zu flüchten.

Toby sieht um sich herum nur glückliche Pärchen und fühlt sich ausgeschlossen. Mit seiner Abschlussarbeit kommt er überhaupt nicht weiter und seine finanzielle Unterstützung läuft aus, er verliert seinen Platz im Wohnheim. Am besten, er würde sich irgendwohin zurückziehen, um sich auf seine Abschlussarbeit konzentrieren zu können und gleichzeitig seinen Lebensunterhalt ohne große Mühe zu bestreiten. Zeit, um das Angebot anzunehmen, die jüngeren Studenten auf ihrem Trip nach Frankreich zu betreuen.

So fand ich’s:

Jock ist in manchen Dingen mit seinen 19 Jahren noch unerfahren, aber er arbeitet an sich, zwar gelegentlich ein bisschen verstört, aber doch clever und mit dem Herz am rechten Fleck. Im Laufe des Buches findet er einige essentielle Dinge heraus und man sieht ihn bei dieser Entwicklung gerne zu. Kein Wunder, dass Toby ihm recht schnell total verfallen ist, nicht nur, weil er wie ein lebendig gewordener GI Joe aussieht.

Toby kennen wir schon aus anderen Bänden dieser Serie als unkomplizierten Freund „mit gewissen Extras“, doch hier bekommt er erstmals eine Hauptrolle und verliebt sich in Jock, der sich aber so schnell nicht einfangen lässt. Gleichzeitig kämpft er mit seiner Abschlussarbeit, den Erwartungen seiner Mutter und den Studenten, auf die er in Frankreich aufpassen soll.

Die Truppe skurriler aber liebenswerter Verbindungsjungs schafft es natürlich auch im Ausland nicht, sich aus merkwürdigen Situationen, emotionalen Verwirrungen und dem einen oder anderen Ärger herauszuhalten. Naiv, eifrig und mit viel Begeisterung stürzen sie sich in jede Komplikation und Toby hat alle Hände voll zu tun, sie zu beaufsichtigen. Auch wenn manches vielleicht ein bisschen unrealistisch sein mag, ist dieser komödiantische Anteil sehr unterhaltsam.

Mit ca. 360 Seiten ist das Buch wieder recht lang (nur „Sweet Young Thang“ ist aus dieser Serie noch länger, alle anderen Bände wesentlich kürzer), aber diesmal hat mich die Ausführlichkeit, mit der die Frankreichreise und was die TAG-Jungs dort erleben geschildert wird, nicht gestört.

Die Personen, die wir aus den anderen Bänden schon kennen, hatten alle ihren Auftritt und auch die Begegnung zwischen Jock und Toby bekommt natürlich ihr Happy End – und die Serie damit einen gelungenen Abschluss.


[Werbung] Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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