Buchiges

Tops Down Bottoms Up (englisch) von Jay Northcote

Darum geht’s:

Rowan hilft seinem Kumpel Max in dessen Verkaufsstand auf einem örtlichen Musikfestival. Als er sich abends laut über die Morris Dancer lustig macht, bemerkt er zu spät, dass er genau neben einer Gruppe Morris Dancer sitzt – unter ihnen ein Mann genau nach Rowans Geschmack, der ihn auch noch anlächelt. Nach den freundlichen Sticheleien kann Rowan nicht anders als sich am nächsten Tag den Auftritt der Truppe anzusehen. Und vielleicht hat auch der gutaussehende Seth und sein Lächeln etwas damit zu tun.

So fand ich’s:

Jay Northcote steht für kurzweilige Unterhaltung mit einem immer positiven Grundton, wenig oder gar keiner Angst bzw. Dramen und typischen Jungs von nebenan, die bodenständig und sympathisch sind. Und mit „Tops Down Bottoms Up“ hat er das wieder einmal bestätigt.

Rowan erzählt uns diese Geschichte aus seiner Sicht. Er hat keine Probleme, Männer kennenzulernen, aber über kurze Affären oder One Night Stands gingen seine Erfahrungen bisher nicht hinaus. Inzwischen möchte er mit Mitte 20 aber schon eine längere und feste Beziehung haben. Seth ist optisch genau das, was Rowan anspricht und als die beiden sich näher kennenlernen, entdeckt er, dass Seth mit seiner ruhigen und humorvollen Art auch ein Mensch ist, in dessen Nähe sich Rowan wohlfühlt.

Als sich die beiden am Ende des Festivals auch körperlich näher kommen, wird die Erzählung sehr erotisch, bleibt aber immer gefühlvoll. Und mit nicht ganz 100 Seiten hat sie genau die richtige Länge, um das Kennenlernen der beiden nicht zu knapp und nicht zu ausführlich zu erzählen, denn auch wenn sich die beiden nach ihrer ersten Nacht einig sind, müssen sie sich ihr Happy End noch ein bisschen erarbeiten.

Und weil die beiden sich über Seths Hobby Morris Dance kennenlernen, hat dieser traditionelle Tanz eine große Rolle in der Erzählung. Ich finde, dass man in allen von Jays Büchern, in denen Musik ein Thema ist, sehr deutlich merkt, wie sehr Jay selbst Musik am Herzen liegt. Und auch hier fängt einen das Vergnügen an Musik und Tanz ein und ergänzt die schöne Liebesgeschichte perfekt.

Wie alle Bücher von Jay Northcote kann ich auch „Tops Down Bottoms Up“ absolut empfehlen.

Mehr dazu:

Und wer eine etwas ernsthaftere Liebesgeschichte von Jay lesen möchte, in der auch Musik eine große Rolle spielt, dem lege ich „Imperfect Harmony“ sehr ans Herz.

Wer sich wie ich auch erst einmal nichts unter Morris Dance vorstellen kann – hier ist ein Youtube-Video, das eine Vorführung zeigt.


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Homepage des Autors

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