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Ungeplante Liebe von L. A. Witt

Darum geht's:

Der Modellbauer Jon McNeill stöbert während einer langweiligen Besprechung in einer BDSM-App und staunt nicht schlecht, als ihm eine perfekte Übereinstimmung mit seinen Vorlieben in nur 2 Metern Entfernung angezeigt wird. Ausgerechnet Rick Pierce, der Geschäftsführer ihres allerwichtigsten Kunden, teilt Jons kinky Seite und ist die perfekte Ergänzung für ihn. Doch es gibt auch viele Dinge, die dafür sprechen würden, die Finger vom dem sexy Millionär zu lassen.

So fand ich's:

Jon ist zu gut für diese Welt. Weil seine Exfrau in zweiter Ehe total daneben gegriffen hat und das College-Geld ihrer gemeinsamen Kinder für ihre Scheidung brauchte, lässt Jon seine Ex bei ihm wohnen und legt sich krumm dabei, ganz alleine drei Kindern eine anspruchsvolle Ausbildung zu finanzieren. Im Job als Modellbauer für ein Architekturbüro wird oft Unmögliches von ihm verlangt - er leistet unter Druck tolle Arbeit, lässt sich die Fehler anderer Leute in die Schuhe schieben und setzt die Firma an erste Stelle.

Jons berufliche Situation spielt eine größere Rolle und hat mich mehr als einmal zur Weißglut gebracht. Er lässt sich von seinem miesen Arbeitgeber ausnutzen und knechten und seine Arbeit wird überhaupt nicht wertgeschätzt. Er bekommt Druck von allen Seiten und erträgt es für meinen Geschmack viel zu lange und oft. Man konnte mit Jons verzwickter Situation viel zu gut mitfühlen, als dass ich so ausführlich und oft von den negativen Auswirkungen hätte lesen wollen. Ich fand diesen Aspekt manchmal sogar bedrückend und Jons allzu selbstlose Art war zwar glaubhaft erzählt, hat mir aber nicht gefallen. Einen kleinen Ausgleich dazu boten die Kabbeleien mit seinem Team, die mich ein paar Mal haben Schmunzeln lassen.

Als Rick ins Spiel kommt, stimmt die Chemie zwischen ihnen sofort und nicht nur die kinky Seite passt bei ihnen perfekt zueinander, sondern auch gegenseitige Anziehung und Harmonie, Zärtlichkeiten und die gleiche Wellenlänge sind auch noch vorhanden. Die gemeinsamen Szenen von Jon und Rick, egal ob BDSM, Vanilla Sex oder Kuscheln auf dem Sofa, lesen sich harmonisch und sexy und man spürt, dass die beiden sich verstehen. Sie sind beide in ihren 40ern, haben Beziehungen hinter sich, aus ihren Fehlern gelernt und reden offen und oft. Das mochte ich wirklich sehr.

Dass Jon Geldsorgen hat und Rick reich ist, dass Jon ein kleiner Angestellter und Rick der hoch geschätzte und wichtigste Kunde seines Arbeitgebers ist, dass ausgerechnet Jon den dominanten und Rick den submissiven Part ihrer BDSM-Sessions ausfüllt, die genau entgegen ihrer Rollen im Berufsleben stehen, dass sie ihre Affäre im Büro geheim halten müssen und sich doch täglich dort über den Weg laufen - das alles kriegen die beiden erstaunlich gut hin und finden immer wieder Wege, ihren kinky Spaß daraus zu ziehen. Zwischendurch hätte ich manchmal ganz gerne eine Straffung der Handlung gehabt oder, dass sie mehr in die Tiefe und ins Detail geht, denn sie war mir besonders in der ersten Hälfte zu ausführlich und doch ein bisschen zu oberflächlich.

Da mich Jons Art immer wieder störte, ich seine Firma zwischendurch richtig hasste, es mir aber durchgehend gut gefiel wie Jon und Rick miteinander umgegangen sind, gibt es unterm Strich ein gemischtes Urteil von mir.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

 


Herzlichen Dank an die Autoren für das Rezensionsexemplar

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Titel: Ungeplante Liebe
Original-Titel:
Not Safe For Work
Autor/in: L. A. Witt
Übersetzer/in:
Jutta E. Reitbauer
ISBN / ASIN:
B07DRPKVR6
Sprache:
deutsch
Genre: Gay Romance
Verlag:
Selfpublisher
Erscheinungsjahr:
2018
Medium:
eBook
Seitenzahl: 377
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Homepage der Autorin

 

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3 Comment authors
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Benachrichtige mich zu:

Na das liest sich ja mal interessant. Da ich im Moment eh keinen Plan habe, was ich lesen will, kommt mir deine Einschätzung wie gerufen. Ich glaube, das wird eines der nächsten Bücher, das nach vorne geholt wird.
LG ELke

Hallo Gabi,

das Buch habe ich mir schon einmal angesehen. Gerade diese offenen Gespräche, die du beschreibst, könnten mir ebenso gefallen.

Liebe Grüße,
Nicole