Buchiges

A Kind of Home (englisch) von Lane Hayes – A Kind of Stories #4

Darum geht’s:

Als Isaac, der Gitarrist der erfolgreichen Band Spiral, in einer Tourneepause in seine New Yorker Wohnung kommt, ist er ziemlich irritiert, als er Adam, den Schwarm aus Jugendtagen, immer noch dort vorfindet. Adam wollte nur für kurze Zeit bei Isaac unterschlüpfen, um nach der Scheidung seine Wunden zu lecken. Jetzt will Isaac seine Ruhe und Adam nervt. Denn früher war Isaac ziemlich in Adam verknallt und auch jetzt findet er ihn immer noch sehr anziehend.

So fand ich’s:

Die „A Kind of“-Serie dreht sich um die Bandmitglieder von Spiral und inzwischen hat die frühere Garagen-Band ihren großen Durchbruch gehabt. Auch Gitarrist Isaac wird von Fans umlagert, kann sich kaum noch unerkannt auf New Yorks Straßen bewegen und braucht sogar einen Bodyguard. Nur wenn er Musik macht oder sich in seine Wohnung zurückzieht, kann er entspannen. Und da ist im Moment Adam, der große Bruder seines besten Schulfreundes, der über die Jahre selbst wie ein Bruder für Isaac geworden ist. Dass seine Jugendschwärmerei wieder aufflammt, findet Isaac eher lästig, denn Adam steht auf Frauen und auf Herzschmerz hat Isaac keine Lust. Doch es dauert nicht lange, bis Adam ein Geheimnis lüftet, um das er schon eine Weile herumschleicht – er hat auch Gefühle für Isaac.

Isaac und Adam haben leichte Anlaufschwierigkeiten miteinander, wie sie in vielen Beziehungen vorkommen. Isaac muss erst einmal von seiner Jugendschwärmerei umstellen auf die Vorstellung, dass Adam für ihn plötzlich wirklich erreichbar ist. Und Adam hat bisher nur seinen Brüdern gestanden, dass er nicht nur auf Frauen, sondern auch auf Männer steht. Er selbst ist sich schon lange darüber klar, aber öffentlich machen will er das erstmal nicht. Und wie es nach seiner Scheidung mit seinem Leben grundsätzlich weiter gehen soll, ist ihm auch nicht klar. Nach einer Auszeit in New York möchte Adam eigentlich zurück in seine und Isaacs Heimatstadt Springville, die Isaac am liebsten nie wieder betreten würde.

Eigentlich sind das keine wirklich fundamentalen Probleme, aber sie reichen aus, um die im Grunde sehr harmonische (und erotische) Entwicklung zwischen den beiden Männern ein wenig kompliziert zu machen. Und dann gibt es noch einen anonymen Fan, der die Grenzen der Bewunderung überschreitet und Isaac inzwischen sogar Angst macht.

Doch in erster Linie ist das eine leichte, unkomplizierte Liebesgeschichte zwischen zwei sympathischen Männern, die ich gerne gelesen habe, die aber doch nicht den Sprung in die Kategorie „etwas Besonderes“ geschafft hat. Sie führt die schöne Reihe konsequent fort und ich habe mich auch über ein Wiedersehen mit den Protagonisten der anderen Bände gefreut, aber ein einer Lieblingsband ist „A Kind of Home“ nicht geworden, auch wenn er doch unerhaltsam war. Man kann das Buch auch lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen, aber da diese mit einen Tick besser gefallen haben, empfehle ich, die nicht auszulassen, sondern die ganze Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Mehr dazu:

Die Serie in richtiger Reihenfolge:

Die Wahrheit, die ich meine / A Kind of Truth
A Kind of Romance
A Kind of Honesty
A Kind of Home


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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