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Eine Wochenendaffäre von A. J. Thomas – Least Likely Partnership #1

Darum geht's:

Der kalifornische Polizist Christopher muss ins ländliche Montana, um sich um den Nachlass seines verhassten Bruders Peter zu kümmern, der Selbstmord begangen hat. Bevor er sich in die Berge begibt, übernachtet er noch in der nächst größeren Stadt und trifft dabei auf Doug. Zwischen ihnen funkt es sofort und sie verbringen ein heißes Wochenende im Hotelbett miteinander. Christopher staunt nicht schlecht, als er am Montag entdeckt, dass Doug ausgerechnet der Polizist ist, der den Tod seines Bruders bearbeitet. Dann bekommt er Peters Abschiedsbrief in die Hände – und plötzlich ergeben die merkwürdigen Begebenheiten rund um Peters Tod einen schrecklichen Sinn.

So fand ich's:

Christopher und Doug sind beides bodenständige Männer, kompetent und sehr engagiert in ihrem Job und so sympathisch, dass man sie gerne im eigenen Freundeskreis hätte. Aber sie sind beide auch sehr komplexe Persönlichkeiten mit schwieriger Vergangenheit.

Christopher hatte eine harte Jugend mit traumatischen Erlebnissen und in dieser Zeit liegt auch begründet, wieso er seinen Bruder Peter abgrundtief hasst. Er versucht, seine Wut durch Langstreckenlauf zu kompensieren, aber auch das vertreibt seine innere Unruhe nicht immer. Noch ist er sich nicht sicher, ob er überhaupt als Polizist weiter arbeiten kann, denn die Schussverletztung in der Schulter, die er vor ein paar Wochen erlitten hat, scheint es ihm unmöglich zu machen, eine Waffe sicher zu halten.

Dougs Vater gehörte zum Stamm der Salish, deren Reservat in der Gegend liegt. Doug ist weder bei den Indianern noch bei den Bewohner von Elkin integriert und wagt es nicht, in der engstirnigen Kleinstadt seine Homosexualität öffentlich zu machen. Er wünscht sich die Zeit zurück, als er bei der Polizei in Miami arbeitete und offen schwul leben konnte. Andererseits musste er dort bei seiner einzigen längeren Beziehung Gewalterfahrungen machen, an denen er noch immer zu knabbern hat.

Auch wenn beide immer wieder klarstellen, dass sie nur an einer unverbindlichen Affäre interessiert sind, merken sie selbst, dass sie doch schnell eine besondere Nähe zum anderen spüren - und auch nach dem Wochenende nicht die Finger von einander lassen können.

Doch dieses Buch beinhaltet nicht nur die schöne Liebesgeschichte. Doug und Christopher werden auch in eine Krimigeschichte um Peters Tod hineingezogen, die gut ausgearbeitet und spannend ist und nicht nur eine Kulisse für die Lovestory bildet, sondern auch in einem reinen Krimi mithalten könnte. Damit kam ordentlich Spannung ins Buch, die mich besonders zum Ende hin das Buch nicht mehr weglegen ließ.

Es gab auch ein paar interessante Nebenfiguren, von denen sich besonders Christophers Polizei-Partner Ray, der respektlose Sprüche klopft, aus einer Verbrecherfamilie stammt, und den Christopher jahrelang vergeblich angeschmachtet hat, hervorgetan hat. Um ihn und den jungen FBI-Agenten Elliot Belkamp, der auch in diesem Band schon ermittelt, dreht sich der zweite Band der Reihe, der schon auf meine Leseliste gewandert ist.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
GayDanken

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:
A Casual Weekend Thing / Eine Wochenendaffäre
Holding Out For a Fairy Tale
The Intersection of  Purgatory and Paradise


Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

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Titel: Eine Wochenendaffäre
Originaltitel:
A Casual Weekend Thing
Autor: A. J. Thomas
ISBN / ASIN:
978-1-64080-760-0
Sprache:
deutsch
Genre: Gay Romance
Serie: Least Likely Partnership
Verlag:
Dreamspinner Press
Erscheinungsjahr:
2018
Medium:
eBook
Seitenzahl: 268
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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Hach, wenn Krimis doch meins wären … Ich habe lange überlegt, ob diese Geschichte auf den Reader soll/darf und ich hatte es eigentlich schon verworfen … eigentlich …