Darum geht’s:
Der junge Ferdinand von Tatten soll seine Freundin Pauline grausam ermordet und in einer satanischen Messe verstümmelt haben. Da die adelige Familie über beste Kontakte verfügt, ist Fingerspitzengefühl gefragt und Leo scheint dafür der richtige Mann zu sein. In Wien herrscht allgemeine Unruhe, auf den Vizebürgermeister wird ein Attentat verübt, und als Leo eine Spur verfolgt, von der er sich fernhalten soll, bekommt er große Probleme mit seinem Chef. Auf inoffiziellem Wege stecken seine Verlobte Julia als Journalistin und der Totengräber, der über einen Fall von Grabschändung erbost ist, ebenfalls ihre Nasen in die Dinge, die Wien beunruhigen.
So fand ich’s:
Leo wird direkt von der Beerdigung seines Vaters weggerufen, um sich um den Fall von Tatten zu kümmern und er ist eigentlich ganz froh darüber. Denn das Aufeinandertreffen der alleinerziehenden Julia mit zweifelhafter Vergangenheit und Leos adeliger und snobistischer Familie läuft nicht gerade gut. Außerdem zwingt ihn das Testament seines Vaters dazu, sich zwischen Julia und seinem Erbe zu entscheiden.
Mit dem Kopf voller privater Probleme trifft Leo auf einen Tatort, der nach Ritualmord aussieht. Symbole weisen auf Teufelsanbetung, Freimaurer oder ähnliches. Der angebliche Täter Ferdinand von Tatten ist nicht vernehmungsfähig, er scheint dem Wahnsinn verfallen und redet kaum Verständliches.
Der Totengräber Augustin Rothmeyer muss feststellen, dass ein Grab auf seinem Friedhof geschändet und ebenfalls mit Symbolen beschmiert wurde. Und die Reporterin Julia verfolgt, wie ihr Bekannter Harry Sommer die sowieso schon aufgeheizte Stimmung mit seinen Artikeln noch weiter anheizt und über Informationen verfügt, die erstaunlich detailliert sind. Julia darf für ihre Zeitung über den noch unbekannten Dr. Freud berichten und der heutzutage so berühmte Nervenarzt bekommt sogar eine relativ große Rolle in diesem Buch.
Ich mag die nahbare und abwechslungsreiche Erzählweise von Oliver Pötzsch, und die Vertonung von Hans Jürgen Stockerl ist sowieso perfekt für diese Reihe. Was mich allerdings ein bisschen störte, war die sehr kleinteilige Erzählung mit verschiedenen Alleingängen, jeder Menge Indizien und Ermittlungsansätzen. Ich musste mich konzentrieren und dranbleiben, um den Überblick nicht zu verlieren. Nach einer Weile lichtete sich der Dschungel und führte zu mehreren sich zuspitzenden Handlungssträngen, die mich vor Spannung auf den Zehenspitzen hatten.
Dieser fünfte Band hat sich wunderbar in die Totengräber-Reihe eingefügt und neben ein paar historischen Entwicklungen, die fatal an gewisse Trends von heute erinnerten, auch einen Einblick in ein Wien des Jahres 1896 und einen spannenden Kriminalfall geboten. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und freue mich schon auf mehr von Leo, Julia und dem Totengräber.
Mehr dazu:
Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)
Die Serie in der richtigen Reihenfolge:
Das Buch des Totengräbers
Das Mädchen und der Totengräber
Der Totengräber und der Mord in der Krypta
Der Totengräber und die Pratermorde
Der Totengräber und der Orden des Teufel
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Titel: Der Totengräber und der Orden des Teufels
Autor/in: Oliver Pötzsch
Sprecher/in: Hans Jürgen Stockerl
ISBN / ASIN: 978-3864932670
Sprache: Deutsch
Genre: Historischer Krimi
Serie: Der Totengräber #5
Verlag: Hörbuch Hamburg
Erscheinungsjahr: 2026
Medium: ungekürztes Hörbuch
Hördauer: 18 Stunden 46 Minuten
Seitenzahl Print: 544
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite